Huawei in Schwierigkeiten: Apple wittert Geschäft und geht ein Risiko ein

Holger Eilhard 10

Nachdem sich Huawei bekanntlich nach dem Bann durch die US-Regierung derzeit Gedanken über die Zukunft der eigenen Produkte machen muss, darf Apple sich über die Probleme der Konkurrenz freuen und reagiert auf die guten Nachrichten.

Huawei in Schwierigkeiten: Apple wittert Geschäft und geht ein Risiko ein

Apple-Smartphones: Gestiegene Nachfrage nach Huawei-Bann

Wie AppleInsider in Berufung auf eine Analyse von Cowen berichtet, konnte Apple im aktuellen Quartal eine gestiegene Nachfrage nach den eigenen Smartphones in einigen Ländern feststellen. Die Analysten von Cowen schätzten, dass Apple die Produktion entsprechend angepasst haben soll. Die Änderung fällt mit 40 statt der bislang angenommenen 39 Millionen Smartphones nur gering aus.

Als Grund für die gestiegene Nachfrage nennt man den Bann der US-Regierung rund um Donald Trump, welches es amerikanischen Unternehmen verbietet, ihre Technologie oder Komponenten an Huawei zu verkaufen. Die Zukunft des chinesischen Konzerns und den zukünftigen Produkten steht damit in den Sternen.

75 Prozent der Apple-Produktion, also rund 30 Millionen Geräte - entfallen dabei auf das aktuelle iPhone XS, XS Max und iPhone XR. Der Großteil der verbleibenden Produktion verteilt sich auf iPhone 7 und iPhone 8.

Apple geht mit der gesteigerten Produktion aber selbst auch ein Risiko ein. Mit den drohenden Strafzöllen im Streit zwischen den USA und China in Höhe von 25 Prozent, die aktuell auch das iPhone betreffen werden, könnte Apple es selbst schwer haben, die Geräte zu verkaufen, wenn man möglicherweise die Endkundenpreise entsprechend erhöhen muss.

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iPhone 2019: Übereinstimmung unter Analysten

Neben den Details zu den Produktionsänderungen beinhalten die Aussagen der Cowne-Analysten aber auch Details zu kommenden iPhone-Modellen. So soll es in diesem Jahr wieder zwei neue iPhones mit OLED-Display geben - die Nachfolger des XS und XS Max. Diesen soll ein Modell mit LCD zur Seite stehen - die Ablösung des iPhone XR. Alle drei neuen Modelle sollen dabei über 4 GB RAM verfügen, genauso viel wie beim XS und XS Max. Aktuell verfügt das iPhone XR im Gegensatz zu den teureren Geschwistern derzeit nur 3 GB Arbeitsspeicher. Der Verkaufsstart könnte dabei im Gegensatz zum vergangenen Jahr wieder zeitgleich stattfinden.

Für das kommende Jahr erwartet Cowen, wie andere Beobachter zuvor, dass Apple ein iPhone mit 5G-Chip vorstellen wird. Dieser Chip soll von Qualcomm geliefert werden. Apple konnte sich im April mit dem Mobilfunkspezialisten auf eine langjährige Partnerschaft einigen.

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