Huawei kann man viel vorwerfen – Sturheit gehört jedoch nicht dazu. Der Teaser eines kommenden Smartphones zeigt, dass die Chinesen aus offensichtlichen Fehlern lernen können. Vorbild ist ein großer Konkurrent.

 

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In wenigen Tagen wird das Mate X2 vorgestellt und damit Huaweis drittes Falt-Handy. Bei der Präsentation am 22. Februar dürfte das Smartphone neben seinen technischen Daten vor allem mit seinem neuen Faltmechanismus überraschen. Denn in einem entscheidenden Punkt wird sich das Mate X2 von seinen beiden Vorgängern absetzen.

Huawei Mate X2: Teaser zeigt neuen Falt-Mechanismus

Laut eines Teasers, den Huawei auf dem sozialen Netzwerk Weibo veröffentlicht hat, wird sich das neue Falt-Smartphone nach innen falten lassen. So jedenfalls die gängige Interpretation des neuen Teaserbildes, mit dem Huawei die Vorstellung des Mate X2 ankündigt:

Deutlich zu erkennen: Das Huawei Mate X2 wird sich nach innen falten lassen. Bild: Huawei.

Damit bestätigen sich ältere Berichte und Huawei vollzieht eine bedeutende Kehrtwende, denn das Mate X und Mate Xs ließen sich nach außen falten. Jetzt knickt Huawei hingegen auch ein – und folgt damit Samsung. Der südkoreanische Hersteller hat von Anfang an auf einen nach innen gerichteten Falt-Mechanismus gesetzt und scheint sich damit durchgesetzt zu haben.

Auch Motorola, neben Samsung und Huawei der bislang einzige nennenswerte Hersteller mit einem Falt-Smartphone im Angebot, knickt seine neuen Razer-Handys nach innen. Das ergibt auch Sinn, denn immerhin ist ein nach außen gerichteter Falt-Mechanismus anfälliger für Beschädigungen, da das ohnehin fragile Falt-Display ungeschützt ist. Solche Bedenken hat es bereits kurz nach der Veröffentlichung des originalen Mate X gegeben.

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Welche Vorteile der nach außen gerichtete Falt-Mechanismus hatte, seht ihr im Video: 

Huawei Mate Xs im Hands-On: Faszinierend, faltbar, viel zu teuer

Kann Huawei High-End-Hardware liefern?

Mit welcher Hardware das Huawei Mate X2 ausgestattet sein wird, ist bislang noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Als gesetzt dürfte aber der Kirin 9000 und damit Huaweis neuester Vorzeige-Chip gelten. Ob der Hersteller angesichts der strengen US-Sanktionen aber an weiteren Stellen High-End-Hardware verbauen kann, ist zumindest zweifelhaft. Immerhin sorgen die dafür, dass Huawei vom Zukauf wichtiger Hardware-Bauteile abgeschnitten ist.