Huawei hat ein Problem: Mit HarmonyOS hat der Handyhersteller zwar ein neues Betriebssystem in der Hand, der Android-Alternative mangelt es aber noch an attraktiven Apps. Um das zu ändern, nehmen die Chinesen jetzt ordentlich Geld in die Hand.

 

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Viele erfolgversprechende Betriebssysteme stehen in ihren Anfangstagen vor dem gleichen Problem: Ohne breite Nutzerbasis gibt es für App-Entwickler kaum Anreize, ihre Apps auf die Plattform zu bringen. Ohne eine breite App-Auswahl bleibt aber auch die Nutzerbasis klein und überschaubar. An diesem Teufelskreis ist bereits Windows Phone gescheitert. Huawei steht vor einer ähnlichen Herausforderung mit HarmonyOS und will dieses Problem nun mit Geld lösen.

Huawei verteilt 1 Million US-Dollar an Preisgeldern für neue Apps

Insgesamt 1 Million US-Dollar stellt der Konzern an Preisgeldern bereit, um in seinem Wettbewerb „Apps UP“ Entwickler anzulocken. Die sollen Apps für die Huawei Mobile Services (HMS) entwickeln, die aktuell bereits auf den Android-Smartphones des Herstellers laufen und auch auf zukünftigen Geräten mit der Eigenentwicklung HarmonyOS.

Der Wettbewerb findet in mehreren Regionen statt, unter anderem Europa, Lateinamerika und in Huaweis Heimatland China. Das Preisgeld wird auf mehrere Kategorien aufgeteilt: Jeweils 15.000 US-Dollar gibt es zum Beispiel für die zwei besten Apps, ebenso wie für die zwei besten Spiele. Auch die beste Social-App wird mit 15.000 US-Dollar prämiert. Weitere Kategorien gibt es für Fintechs, Apps von Frauen oder Studenten. Die Jury ist bunt gemischt und besteht aus Huawei-Managern und Vertretern der Branche. Im Oktober werden die Gewinner bekanntgegeben.

Welche Apps dürfen auf eurem Handy nicht fehlen? Dieses Video verrät es euch:

Apps, die auf euer Handy müssen - Android & iOS

HarmonyOS auf gutem Weg

Mit HarmonyOS hat Huawei innerhalb kürzester Zeit große Erfolge gefeiert. Die Android-Alternative hat bereits das Interesse von anderen chinesischen Herstellern erregt und kann auch mit einigen cleveren Features punkten. Mehr und vor allem qualitativ hochwertigere Apps dürften diese Entwicklung weiter beflügeln.