Die Rückkehr von OnePlus zu Oppo ist beschlossen. Als Marke bleibt OnePlus aber erhalten und beim Betriebssystem soll sich außerhalb Chinas nichts ändern. Die Update-Politik aber will man verbessern. Es gibt jedoch Zeichen, dass dieser Plan nicht über Lippenbekenntnisse hinausgeht.

 

OnePlus: Das Unternehmen hinter den „Flaggschiff-Killern“

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OnePlus unter Oppo: Stabilere Software, schnellere Updates

Seit OnePlus sich von Oppo abgespalten hat – auch wenn die Zusammenarbeit unter dem Dach von BBK Electronics weiter eng war –, konnte der junge Smartphone-Produzent viele Käufer überzeugen. Nicht umsonst erwarb man sich den Ruf des Flaggschiff-Killers. Aber zuletzt lief es nicht mehr richtig überzeugend, die hohen Erwartungen wurden nicht auf Dauer gehalten. Jetzt ist klar: OnePlus wird zur Marke aus dem Hause Oppo.

Das soll einiges einfacher machen, viele Prozesse müssen etwa nicht mehr doppelt erledigt werden. Aber: Außerhalb Chinas will OnePlus, so zumindest die bisherige Marschroute, weiter auf das eigene Android-basierte Betriebssystem OxygenOS setzen. Wie Androidcentral berichtet, sollen die Kunden auf nichts verzichten, was OnePlus ausmache. Gleichzeitig will man durch die engere Zusammenarbeit mit Oppo für die Nutzer „schnellere und stabilere Softwareupdates“ liefern – ein hehres Ziel.

Was aber ist dran an diesem Plan? Am Beispiel einer der jüngsten Neuerscheinungen von OnePlus wird deutlich, dass sich zumindest noch nicht schnell etwas (zum Besseren) ändert: Beim OnePlus Nord N200 5G geben die Chinesen bloß Garantie für ein einzelnes Android-Update. Ausgeliefert wird mit Android 11, bei Version 12 ist damit wieder Schluss, so Androidcentral.

Fast identisch mit dem Nord N200 5G, aber in Deutschland erhältlich – das Nord CE 5G von OnePlus im Video:

OnePlus Nord CE 5G: Mittelklasse-Handy vorgestellt

OnePlus Nord N200 5G: Der Beweis für das Gegenteil

Das Smartphone ist für den amerikanischen Markt gedacht und dürfte deshalb hierzulande kaum jemandem in die Hände fallen, aber: Es zeigt, dass OnePlus seiner bisherigen Linie noch treu bleibt – eben auch im Schlechten. Die ganz Großen der Branche wie Samsung garantieren inzwischen Android-Updates über mehrere Jahre. Besitzer eines iPhones brauchen sich über iOS-Updates meist gar keine Gedanken machen. OnePlus hingegen verspricht nur ein Update aufs neue Android 12, bei Sicherheits-Updates immerhin bis zu drei Jahren.

Es sieht aktuell nicht danach aus, als würde OnePlus abseits seiner Flaggschiffe noch viel Mühe investieren. Das spricht für die Vermutung, dass über kurz oder lang die Integration mit Oppo weiter voranschreiten dürfte als bisher offiziell kommuniziert wird.