Die Katze ist aus dem Sack: OnePlus und Oppo werden ihre Zusammenarbeit verstärken und dabei weiter gehen, als es manchen Kunden lieb sein wird. Interne Dokumente zeigen jetzt das ganze Ausmaß der Pläne zwischen den chinesischen Smartphone-Produzenten.

 

Oppo

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Dass OnePlus sich stärker auf die Zusammenarbeit mit Oppo einlassen wird, ist bereits vor wenigen Tagen bekannt geworden. OnePlus-Gründer und CEO Pete Lau hatte da allerdings noch sehr vage von den Plänen berichtet, Teams zwischen Oppo und OnePlus zu verknüpfen, die oft beschworenen Synergie-Effekte nutzen zu wollen. Jetzt ist klar: Die wahren Pläne gehen noch viel weiter.

OnePlus wird zu Oppo, nur nicht dem Namen nach

Das geht aus internen Dokumenten von OnePlus hervor, die der bekannte Leaker Evan Blass via Twitter öffentlich gemacht hat. Dort heißt es: „Mit der Integration wird OnePlus zu einer Marke innerhalb von Oppo, wird aber weiterhin unabhängig agieren.“ Einfach ausgedrückt: OnePlus bekommt einen neuen Eigentümer, Oppo schluckt den jungen Smartphone-Produzenten. Wie weit die vorgebliche Unabhängigkeit tatsächlich geht, wird sich zeigen müssen.

Damit bestätigen sich die Befürchtungen, die wir schon nach Bekanntwerden der Pläne mit euch geteilt haben, – sogar noch schneller als erwartet. Sie werden noch unterstrichen davon, dass OnePlus harte Regeln für die eigenen Angestellten erlassen hat. Demnach dürfen sie sich nicht zu einem Thema äußern, das Verbraucher besonders umtreibt: dem Betriebssystem OxygenOS, der Android-Oberfläche von OnePlus und ihrer Zukunft.

Hat Lau sich mit OnePlus als eigenständigem Unternehmen also übernommen? Das wohl nicht, zumal nach wie vor Oppo ebenso wie OnePlus dem Großkonzern BBK Electronics angehört. Die Eigenständigkeit von OnePlus hat aber offenbar nicht den gewünschten Erfolg gehabt und nun will man die Struktur innerhalb von BBK vereinfachen. Lau wird laut The Verge bei OnePlus und Oppo für die Produktstrategie zuständig sein.

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Was bedeutet der Plan von OnePlus und Oppo für Smartphone-Käufer?

Zunächst sind deswegen wohl keine größeren Veränderungen zu erwarten. Für Smartphone-Käufer kann es aber vor allem mittel- bis langfristig einen Unterschied machen, wenn die Konkurrenz zwischen den chinesischen Handyherstellern schrumpft. Um von einer Konsolidierung des Markts zu sprechen, ist zwar noch zu früh, dass OnePlus zu einer Marke von Oppo degradiert wird, dürfte dem Zwang zur Innovation aber etwas von seiner Dynamik nehmen.