LG und Apple sind erbitterte Konkurrenten. Ausgerechnet die Südkoreaner wollen nun aber das iPhone und andere Apple-Produkte in mehr als 400 eigenen Ladengeschäften verkaufen. Wie passt das zusammen?

 

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Für LG markiert 2021 ein Wendepunkt: Nach Jahren in den roten Zahlen hat der Elektronikkonzern den Ausstieg aus dem Smartphone-Markt verkündet. Die praktischen Auswirkungen dieser Entscheidung könnten bald in LG-Stores im südkoreanischen Heimatland zu besichtigen sein.

Apple und LG in Verhandlungen über Verkauf von iPhone, iPad und Apple Watch

Offenbar stehen LG und Apple aktuell in Verhandlungen, um in den mehr als 400 Ladengeschäften von LG Apple-Produkte anzubieten. Das berichtet Business Korea unter Berufung auf einen Insider. Nach LGs Abschied aus dem Smartphone-Geschäft scheint in den sogenannten „LG Best Stores“, so der Name der Ladegeschäfte, eine Menge verfügbarer Platz frei zu sein. Diskutiert wird über den Verkauf des iPhone, iPad und der Apple Watch. Auch die Einrichtung einer separaten Apple-Verkaufsfläche innerhalb der Geschäfte steht im Raum. Ähnliches kennen wir bereits von hiesigen Elektronikmärkten wie etwa Saturn oder MediaMarkt.

„Noch ist nichts entschieden“, erklärte ein LG-Mitarbeiter. „Wir prüfen alle Möglichkeiten.“ Ein Streitpunkt zwischen den beiden IT-Schwergewichten soll der Verkauf von Macs sein. Apple würde gerne die eigenen Desktop-Computer und Notebooks ebenfalls in den Geschäften verkaufen, LG lehnt das bislang ab. Die ablehnende Haltung überrascht nicht: Während LG keine Smartphones oder Tablets mehr anbietet und sich durch den Verkauf von iPhone und iPad keine Konkurrenz machen würde, sieht es bei Notebooks anders aus. Der Hersteller hat noch immer Notebooks im Programm, etwa die LG-Gram-Serie.

Zuletzt hat Apple eine neue Farbe für das iPhone 12 angekündigt, hier im Video zu sehen:

iPhone 12: Neue Farbe für den Frühling 2021

LG garantiert drei Jahre Android-Updates

Für noch aktuelle Smartphones garantiert LG drei Jahre weiter Android-Updates – ein großes Versprechen, das von manchen auch kritisch hinterfragt wird. Unveröffentlichte Smartphones verkauft der Hersteller für kleines Geld an die eigenen Mitarbeiter, dazu gehört auch das LG Velvet 2, von dem 3.000 Stück produziert worden seien. Hier gibt es jedoch keine Softwareupdates, LG gewährt lediglich einen sechsmonatigen Kundendienst.