Huawei ist von den US-Sanktionen schwer getroffen, hat sich nun aber einen Trick überlegt: Handys sollen an andere Unternehmen lizenziert werden. Der Name „Hi Nova“ und zwei erste Modelle stehen bereits fest. Im Dezember sollen sie in China veröffentlicht werden.

 
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Huawei muss nicht nur auf Android und Google-Apps verzichten, sondern kann sich auch nicht mit 5G-Hardware von US-Unternehmen wie Qualcomm eindecken. Das wird immer mehr zu einem Problem, da sich 5G-Handys mittlerweile etabliert haben. Wenn selbst Flaggschiffe von Huawei nur mit LTE umgehen können, machen Kunden einen großen Bogen um die Smartphones mit HarmonyOS.

Huawei: Mit „Hi Nova“ US-Sanktionen umgehen

Seit ein paar Tagen ist bekannt, dass Huawei stattdessen Lizenzen verteilen möchte, um nicht mehr als sanktionierter Hersteller von Smartphones auftreten zu müssen. Jetzt steht fest, dass mehr oder weniger neue Handys unter der Bezeichnung „Hi Nova“ veröffentlicht werden sollen. In den Verkauf gehen die Smartphones aber allem Anschein nach nur in China. Auf Google-Apps und -Dienste muss Huawei weiter verzichten, was in China aber kein Problem darstellt.

Die ersten beiden Smartphones sollen als Hi Nova 9 und Hi Nova 9 Pro vorgestellt werden. Es handelt sich also um die beiden aktuellen Nova-Handys von Huawei, die allerdings als „Hi Nova“-Variante deutlich attraktiver sein dürften: Statt auf die LTE-Variante des Prozessors Snapdragon 778G zu setzen, kommt die 5G-Version zum Einsatz. Anfang Dezember ist mit einer Präsentation zu rechnen (Quelle: ITHome).

Mehr zum Huawei Nova 9 gibt es hier im Video:

Huawei Nova 9 vorgestellt: Neues Android-Smartphone aus China

Huaweis „Hi Nova“-Handys nicht in Deutschland

In Deutschland und weiteren europäischen Ländern ist nicht mit „Hi Nova“-Smartphones zu rechnen. Im Fall des Nova 9 ist das aber kein Beinbruch, denn über die ehemalige Tochtermarke Honor wird das baugleiche Honor 50 mit Google-Apps und Snapdragon 778G 5G angeboten.