Wie geht es mit Huawei weiter? Der Handy-Hersteller steht immer mehr mit dem Rücken zur Wand. Neuesten Berichten zufolge könnten die Chinesen bald einen radikalen Schritt gehen. Es wäre das Ende von Huawei-Smartphones, wie wir sie kennen.

 

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Neben Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones hat sich Huawei in den vergangenen Jahren vor allem einen Namen als Hersteller von Premium-Smartphones gemacht. Mit der P- und Mate-Serie, die jeweils im Frühjahr und Herbst neu aufgelegt wurde, konnte der Konzern große Erfolge feiern und Samsung und Apple das Fürchten lehren. Ausgerechnet diese beiden Gerätereihen könnten bald aber von Huawei vor die Tür gesetzt werden.

Huawei soll Verkauf von Premium-Handyreihen in Erwägung ziehen

Laut Reuters erwägt der chinesische Hersteller den Verkauf seiner beiden Premium-Serien. Potenzieller Käufer soll ein Konsortium sein, das von staatlichen Investmentfirmen aus Shanghai finanziert wird. Demnach soll Huawei bereits seit September 2020 die Möglichkeiten erkunden, die P- und Mate-Serie zu verkaufen, wie zwei Quellen berichten, die mit den Vorgängen vertraut sein sollen.

Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf der beiden Reihen sei aber noch nicht gefallen, heißt es. Ein Huawei-Sprecher hat die Spekulationen über einen Abstoß der P- und Mate-Serie zurückgewiesen: „Diese Gerüchte beinhalten keinerlei Grundlage. Huawei hat keinen solchen Plan.“ Ein klares Dementi, wenn Huawei nicht genau solche Aussagen auch im Hinblick auf Honor getätigt hätte – um die Tochtermarke dann doch zu verkaufen.

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Verkauf könnte Geld in Huaweis Kasse spülen

Den Marktforschern von IDC zufolge sollen beide Gerätereihen zwischen dem dritten Quartal 2019 und dem dritten Quartal 2020 für Verkäufe in Höhe von 39,7 Milliarden US-Dollar verantwortlich gewesen sein. Ein Verkauf der Serien könnte sich also lohnen und Huawei genügend Geld in die Kasse spülen. Ob Huawei wirklich diesen Schritt geht, bleibt natürlich abzuwarten. Vor allem im Hinblick auf das neue Betriebssystem HarmonyOS, das von den Chinesen mit Macht vorangetrieben wird, erscheint das zumindest zweifelhaft.