Kann man den Geschwindigkeitsversprechen von Apple vertrauen? Wie schnell ist das neue iPad Pro 2021 tatsächlich? Antworten auf diese Fragen liefern jetzt erste Benchmark-Ergebnisse des Profi-Tablets. Die belegen: Das Tablet ist noch besser als gedacht.

 

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Im iPad Pro steckt mit dem M1 der derzeit leistungsstärkste Apple-Chip. Den verbaut Apple sonst nur in den neuesten Macs, aktuell zu finden im MacBook Air, MacBook Pro (13 Zoll), Mac mini und ganz neu im iMac 2021. Doch welche Leistung entfaltet der Apple-Prozessor im iPad Pro 2021?

Apple gibt sich vielversprechend und schreibt selbstbewusst auf der eigenen Webseite: „Die 8-Core CPU des M1 bringt bis zu 50 % schnellere Leistung. Und die unvergleichliche 8‑Core GPU ermöglicht dem iPad Pro eine bis zu 40 % schnellere Grafikleistung.“ Damit steht die Messlatte, doch hält Apple auch Wort?

Benchmark des iPad Pro 2021: Apple untertreibt mit den Daten

Es sieht danach aus, wenn wir einen Blick auf die ersten Benchmark-Ergebnisse werfen. Zwar steht die Auslieferung der ersten Geräte an die Kunden noch bevor, doch irgendwie haben es schon Testmuster auf Geekbench geschafft – MacRumors berichtet. Demzufolge ist das iPad Pro mit dem M1 tatsächlich sogar 56 Prozent schneller als der Vorgänger mit dem auch schon nicht unbedingt schwachen A12Z. Fast schon erwartungsgemäß befinden sich das MacBook Air und das iPad Pro jeweils mit demselben Chip auf einer Leistungshöhe, beide schlagen dann sogar das aktuell teuerste MacBook Pro (16 Zoll) mit einem Intel Core i9. Im Detail die durchschnittlichen Werte im Multi-Core-Bereich von Geekbench 5:

  • M1 MacBook Air: 7.378
  • M1 iPad Pro: 7.284
  • Core i9 16 Zoll MacBook Pro: 6.845
  • A12Z iPad Pro: 4.656

Fast noch beeindruckender wird der Vergleich im Single-Core-Bereich, dort schafft das neue iPad Pro 2021 beeindruckende 1.701 Punkte im Schnitt, das MacBook Pro mit Intel-Chip erreicht dagegen nur magere 1.091 Punkte – noch Fragen?

Grafikleistung: Unbekanntes Level

Ja, wie schaut es denn bei der Grafikleistung aus? Da hilft der Blick auf den Metal-Score von Geekbench 5 und der haut uns um – im Durchschnitt schafft das Profi-Tablet 20.578 Punkte und ist damit 71 Prozent schneller als der Vorgänger. Kurz und gut: Apple untertreibt sogar noch, auch über Jahre hinweg dürften Nutzerinnen und Nutzer mit einer derartigen Leistung zufrieden sein.

Man fragt sich schon: Wozu baut Apple ein dermaßen leistungsfähiges iPad? Die wenigsten Apps werden wohl derzeit die Power nicht ansatzweise ausreizen können. Rufe nach wesentlich leistungsfähigerer Software werden somit laut, beispielsweise nach einer Version von Final Cut für iPadOS. Ob Apple die erhört? Momentan schweigt man noch.