Apples Mac erlebt derzeit den vielleicht größten Umbruch in der Firmengeschichte: Enorm leistungsstarke Chips der hauseigenen Plattform treffen auf spannende Hardware-Designs, die die neuen Prozessoren erst möglich machen. Bestes Beispiel ist der kürzlich vorgestellte iMac. Doch: Wann sind die MacBooks dran? Und: Wer sollte dennoch jetzt kaufen? Hier sind unsere Empfehlungen.

 

MacBook Pro 2019

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Kauf eines MacBook (Pro/Air): Intel, M1 oder doch lieber warten?

Wie bei jedem Technik-Kauf gilt natürlich auch für MacBooks: Wer warten kann, sollte warten – und profitiert dann insbesondere vom Hardware-Fortschritt. Wer nicht warten kann, schlägt zu – und checkt vorher, wie sich der Preis des gewünschten Geräts entwickelt hat. Zum Beispiel anhand des Preisverfalls für das MacBook Air. Wer genau weiß, was er tut, kommt auf diesem Wege auch günstiger an bereits eingestellte Macs, wie das MacBook Pro mit 15-Zoll-Bildschirm.

Wer flexibel ist, der hat es schon schwerer und muss zwischen den Modellen, die auf dem Markt (und vielleicht bereits im Preis gefallen) sind, und denen, die insbesondere die Gerüchteküche bereits heraufbeschwört, wählen. Zumindest wenn diese in absehbarer Zeit erscheinen. Hinzu kommt aktuell die Frage nach dem Prozessor: Während das MacBook Air und die Basis-MacBook-Pros nur noch mit M1-Chip ausgeliefert werden, bekommt man bei den hochpreisigen Pro-Modellen noch Intel-Chips. Und hier spricht derzeit einiges dafür, auf Nachfolger zu warten.

Hier nun einige Anhaltspunkte, die euch bei der Entscheidung helfen können:

MacBook Pro 16 Zoll jetzt kaufen oder warten?

Bildquelle: Apple

Im November 2019 vorgestellt, war das MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm Apples ganzer Stolz. Sechs Lautsprecher und drei Mikrofone sollen das Gerät auch Sound-Begeisterten schmackhaft machen, Vielschreiber freuen sich über die solide Tastatur. Die Leistung stimmt – oder besser: stimmte. Denn seit der Präsentation der Modelle hat Apple nichts an der Hardware geändert. Heißt: Wer jetzt noch kauft, kauft ein fast 600 Tage altes Gerät. Im Schnitt aktualisiert Apple den Laptop fast doppelt so häufig.

  • MacBook Pro 16 Zoll: Nicht kaufen

Sicher ist: Mit einem neuen 16-Zoll-MacBook-Pro könnte Apple alle umhauen. Neben einem M2-Chip, der nächsten Generation von Apples hauseigenen Prozessoren, könnte das Gerät über ein Mini-LED-Display, MagSafe, HDMI und einen SD-Kartenleser verfügen. Und als ob das auch für die schärfsten Kritiker nicht bereits ausreichen würde, soll Apple mit dem Update auch die bisher stiefmütterlich behandelte Touch Bar abschaffen.

MacBook Pro 13 Zoll jetzt kaufen oder warten?

Bild: Apple

Beim MacBook Pro mit 13-Zoll-Bildschirm ist unsere Empfehlung zweigeteilt – wie die Produktlinie: Neben den äußerlich unveränderten Geräten mit M1-Chip gibt es noch Intel-Modelle. Diese sind ein Zugeständnis an größere RAM-Ausstattungsoptionen und Grafikkarten, die Apples M1 bisher nicht unterstützt. Zu empfehlen sind diese Geräte nur in seltenen Fällen. Zum Beispiel dann, wenn man zwingend Windows benötigt.

  • MacBook Pro 13 Zoll: Besser warten für M1-Modelle, sonst nicht zu empfehlen

Für die Geräte mit M1-Chip, die in vielen Punkten dem MacBook Air mit M1 entsprechen, gilt: Hier hat Apple das alte Design beibehalten und lediglich eine Chip-Transplantation durchgeführt. Und dieses Design ist nicht ohne Kritik: Einige Mac-Freunde wünschen sich mehr Anschlüsse und auch die Touch Bar hat inzwischen nicht mehr allzu viele Befürworter. Beides könnte Apple mit dem bereits angesprochenen Redesign der Pro-MacBooks beheben. Aus dem 13-Zöller soll nach aktuellen Gerüchten ein 14-Zoll-Gerät werden, das in Design und Ausstattung einem neuen 16-Zoll-MacBook-Pro ähneln soll. Und das noch im Jahr 2021.

MacBook Air jetzt kaufen oder warten?

Bild: Apple

Apples MacBook Air mit M1-Chip wurde von der Fachpresse hochgelobt. Apples günstiges MacBook ist derzeit vielleicht das beste unterm Strich: Handlich, leise (da ohne Lüfter), leistungsstark, gutes Display, solide Tastatur. Doch ein Blick auf Berichte gut informierter Leaker zeigt: Apple arbeitet auch hier am großen Wurf und könnte es offenbar ganz schön bunt treiben. Sprich: Was der iMac 2021 vormacht, könnte auch das MacBook Air übernehmen. Ob Apple dann noch einmal den Namen „MacBook“ aus der Kiste holt, bleibt abzuwarten. Apropos abwarten: Auf ein kantigeres MacBook Air in Apple-Farben, mit MagSafe und womöglich mit Mini-LED-Display müssen wir vielleicht noch länger warten. Ein Insider rechnet mit einer Vorstellung im Jahr 2022.

  • MacBook Air: Vernünftiger Kaufzeitpunkt

Fazit zum MacBook-Kauf im Mai 2021

Gibt es überhaupt noch einen Grund, ein MacBook mit Intel-Chip zu kaufen? Dieser Frage ist GIGA-Autor Sven in seiner Kolumne nachgegangen und zieht ein eindeutiges Fazit. Kurzum: Das Warten auf die ersten mobilen Macs mit M2-Chip dürfte sich lohnen, in nahezu jeder Hinsicht.

Wer nach zwölf Jahren „Unibody“ ein ausgefalleneres Design wünscht, muss auf ein buntes MacBook Air vielleicht etwas länger warten, möglicherweise bis 2022. Gut möglich, dass Apple zumindest das MacBook Air mit M1-Chip selbst dann weiter im Angebot behält und günstiger macht. Wer jetzt zuschlagen muss, auf Windows und mehr als 16 GB RAM verzichten kann, ist mit dem lüfterlosen Gerät gut bedient, zumindest wenn der Preis stimmt.