Unfehlbar war Apple nie, doch meist tut sich der US-Hersteller am Ende schwer, offensichtliche Mängel und Irrwege einzugestehen. Doch es kündigt sich eine Zeitenwende an, Apple checkt es endlich. Bewundern können wir die Einsicht am nächsten MacBook Pro, darüber lesen kann man schon jetzt in der aktuellen Ausgabe der Wochenendkolumne.

 

Apple

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Immer deutlicher wird das Bild, welches die Gerüchteküche vom kommenden MacBook Pro 2021 zeichnet. Wohlwollend notiere ich ein frisches Design in der Sprache des iPhone 12 mit klaren Kanten, ebenso neue Mini-LED-Displays in 14 und 16 Zoll. Begeistert dagegen bin ich nahezu von Apples neuer Einsicht, denn der Hersteller macht Fehler aus der Vergangenheit rückgängig und hört wieder auf die Profis unter den Mac-Nutzern.

Apples MacBook Pro 2021: Es gibt sie wieder, die guten Dinge

Warum? Ganz einfach, wenn ich mir ein neues Modell im Herbst dieses Jahres holen werde, dann darf ich lieb gewonnene Technologien behalten, die mein aktuelles MacBook Pro aus dem Jahr 2015 noch bietet. Dazu gehört ein SD-Kartensteckplatz, MagSafe-Ladekabel und Anschlüsse wie HDMI und Co., ohne ein Dongle verwenden zu müssen. All dies fehlt den gegenwärtigen Modellen nämlich, dafür spendierte Apple dem MacBook Pro seit 2016 eine eher fragliche Touch Bar, die mehr Anwender verwirrt. Die streicht Apple dann aber, das Spielzeug fällt weg. Schon zuvor beendete Apple das Experiment mit der Butterfly-Tastatur. Die sorgte für mächtig Frust und mehr Aufenthalte beim Apple-Service. Nun aber setzt der iPhone-Hersteller wieder auf bewährte Scheren-Technik. Die besitzt auch mein schon mittlerweile sechs Jahre altes MacBook.

Zusammengefasst: Apple kombiniert die Technik der Zukunft (Apple M-Chips, Mini-LED-Displays) mit bewährten Technologien, die Profis in den letzten Jahren so sehr vermissten. Chapeau! Man lernt demnach dazu und checkt es endlich worauf es wirklich ankommt.

Der M1 beim aktuellen MacBook Pro ist schon toll, wie im Video zu sehen, doch ich warte lieber noch auf das neue Modell 2021:

Apple MacBook Pro (13 Zoll) mit Apple M1 vorgestellt

Wer meine Kolumne schon länger liest, der weiß vielleicht, dass ich schon eine ganze Weile mit einem etwaigen Neukauf hadere. Spätestens seit den fulminanten Ergebnissen des M1 steht aber fest, ein Intel-MacBook kommt nicht mehr infrage. Doch würde ich aktuell beim aktuellen 13-Zoll-Modell mit Apple-Chip eben jene erwähnten Vorteile meines „alten Schinken“ aufgeben müssen. Der weitaus bessere Kompromiss wartet dann mit dem kommenden MacBook Pro 2021 auf mich – verständlich, wie ich finde.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

2021: Das Jahr des Mac

So wie mir geht's nicht wenigen Langzeit-Nutzern. Die dürfte Apple mit den kommenden MacBook Pros endlich zum Upgrade überreden. Überhaupt wird's wohl das „Jahr des Mac“, wenn man so will. Denn abseits des MacBook Pro und dazu noch eines verbesserten MacBook Air will Apple dem iMac endlich sein wohlverdientes Re-Design schenken. Wer dachte, der Mac wäre im Angesicht von iPad (Pro), iPhone und Apple Watch vergessen, der irrt. Apple besinnt sich auf den Klassiker. Alte Haudegen wie unsereiner, die seit über 25 Jahren an Bord sind, werden da schon fast ein wenig nostalgisch. Oh ja, die Zukunft hat erst begonnen, ohne aber die Errungenschaften der Vergangenheit zu negieren. Danke Apple, schon mal im Voraus.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.