Touch Bar, die smarte Bedienleiste des MacBook Pro

Sebastian Trepesch

Die Touch Bar ist eine smarte Eingabeleiste, die bisher nur auf dem MacBook Pro von 2016 zu finden ist. Sie ersetzt die Funktionstasten. Wir geben einen Überblick über die Touch Bar von Apple:

Die Tasten einblenden, die gerade benötigt werden – das ist die Aufgabe der Touch Bar. Es handelt sich um eine farbige Touch-Leiste, ähnlich einem Touch-Display. Die Oberfläche ist aber ein wenig griffiger. Zur Anzeige für die optimale Darstellung verwendet Apple OLED-Technologie, die schräg auf den Nutzer hin ausgerichtet ist.

Die Touch Bar im Video:

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

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Touch Bar: Variable Tasten statt Funktionstasten

Auf dem Keyboard des MacBooks sind die Funktionstasten der Touch Bar zugunsten weggefallen. Allerdings zeigt im Bedarfsfall die Touch Bar die Buttons mit Displayhelligkeit, Lautstärke, Musiksteuerung, Escape etc. an. Falls nicht, können die Button schnell manuell mit einem Öffnen-Pfeil rechts aufgerufen werden.

Die Touch Bar ändert ihre Tastenbelegung nämlich je nach App. Aktiviert man eine Anwendung, wechselt sofort auch die Anzeige der Leiste. Ja sogar innerhalb einer App, je nach genutztem Werkzeug, kann sie in ihren Aufgaben variieren. Zum Beispiel zeigt sie in der Fotos-App von macOS kleine Bildvorschauen an. Ruft man das Werkzeug Sättigung auf, liefert sie einen Einstellregler für Sättigung mitsamt Vorschau.

Touch Bar des Mac als Touchscreen-Ersatz

Die Nutzung des Trackpads wird durch die Touch Bar somit oft obsolet gemacht. Warum hat Apple aber nicht lieber auf einen Touchscreen gesetzt? Nun, die Kosten wären vermutlich höher, den gesamten Bildschirm mit Touchscreen-Funktionalität auszustatten. Außerdem ist macOS aktuell nicht auf eine Bedienung per Finger ausgelegt. Eines der Hauptargumente von Apple ist aber die Ergonomie: Die Hände sollen unten auf der Keyboardfläche bleiben und nicht den Bildschirm verdecken.

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Die Touch Bar des MacBook Pro 2016 in Bildern.

Apps für die Touch Bar

Welche Aufgaben die Touch Bar in einer App bekommt, das können Entwickler über eine Schnittstelle festlegen. Zudem kann der Nutzer meist noch selbst Änderungen vornehmen – siehe Video oben. Viele Apple-Apps bieten interessante Möglichkeiten, aber auch andere Entwickler. Mehr zum Thema nennen wir im Test der Touch Bar und in einer Bildergalerie.

Wer kein MacBook Pro mit Touch Bar besitzt, kann sich dennoch einen Eindruck von der smarten Leiste mit folgenden Tricks verschaffen:

 

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