Wer mich kennt, der weiß: Heutzutage kaufe ich mir nicht mehr jedes Jahr neue Apple-Hardware. Aber wenn der Mac ein halbes Jahrzehnt auf dem Buckel hat, dann muss er doch ausgetauscht werden, oder? Geklärt wird dies jetzt in meiner Wochenend-Kolumne.

 

MacBook Pro 2019

Facts 

Mein MacBook Pro wird in diesen Tagen 5 Jahre alt. Damals im Frühjahr 2015 kam es frisch auf den Markt – äußerlich im Design der Modelle seit 2012, aber innerlich gewachsen. Neu war vor allem das Trackpad mit „Force Touch“ – sprich es ist drucksensitiv und simuliert das haptische Feedback nur noch. Anfangs bereitet die neuerliche Technik mir noch Probleme und streikte ab und dann, mittlerweile aber gehören die Kinderkrankheiten der Vergangenheit an und die kleine Kraftmaschine mit 13-Zoll-Display leistet mir treue Dienste. Keine Ahnung wie viele Artikel ich damit bereits für GIGA problemlos geschrieben habe.

Macbook Pro mit 16-Zoll-Display: Amazon will weniger Geld haben als Apple

Seit 2016 hat sich beim MacBook nicht so viel getan, wieder unser vier Jahre alter Test beweist:

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test

Grundsätzlich bin ich zufrieden, leide auch nicht über eine sich lösende Display-Beschichtung – ein Problem dieser MacBooks seit geraumer Zeit. Was wohl daran liegt, dass ich nur mit einem feuchten Tuch reinige, nicht mit chemischen Mitteln. Selbst die Leistung genügt mir noch und auch der Speicher (250 GB) ist noch nicht voll belegt. Kurzum: Warum eigentlich denke ich dann über einen Neukauf nach? Ja, warum eigentlich?

Neues MacBook kaufen? Bisherige Gründe für ein Apple-Upgrade

Da gibt's so ein blödes Gefühl, begründet in der Vergangenheit. Früher kaufte ich mir tatsächlich aller 3 bis 4 Jahre einen neuen Mac. Diese Upgrades machten sich deutlich bemerkbar, beispielsweise wechselte ich vom schwarzen MacBook aus Polycarbonat (2007), auf ein MacBook Air im Jahr 2011. Letzteres bot mir ein besseres Display, war leichter und robuster dank SSD. Allerdings war die mit 128 GB zu knapp bemessen. Mein jetziges MacBook Pro übertraf den Wert und bescherte mir erneut das bessere, weil höher auflösende Display (Retina) bei der Beibehaltung der Kompaktheit eines 13-Zoll-Gerätes. Und was bietet mir jetzt ein MacBook Pro mit 13 Zoll?

Vor einiger Zeit blickten wir aufs MacBook zurück – interessant:

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Die Geschichte des MacBook: 10 Jahre Innovation (Überblick)

Aktuelle Situation

Abgesehen von der mehr oder weniger sinnvollen Touch Bar eigentlich nicht viel mehr. Im Gegenteil: Momentan besitzt das kleine Pro noch die kritikwürdige und unzuverlässige Butterfly-Tastatur. Da muss man nicht wechseln, auf gar keinem Fall. Ergo: Frühestens Ende des Jahres, wenn Apple aller Voraussicht nach ein neues Modell mit 14,1-Zoll-Display vorstellt, könnte ich schwach werden. Dieses soll dann auch wieder eine vernünftiges Tastatur bekommen, wie schon das 16-Zoll-Modell Ende 2019. Aber auch nur eventuell werde ich zugreifen, denn die aktuelle Maschine funktioniert und genügt mir ja immer noch.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Nicht zu vergessen: Der Mac der Zukunft dürfte ab nächstes Jahr dann auf eine neue ARM-Architektur setzen. Ein Kauf kurz vor einen solchen Generationswechsel will gut überlegt sein.

Ne, lass mal. Für mich ist die Zeit für was Neues noch lange nicht reif. Sorry Apple: Bitte gehen sie weiter, hier gibt's kein Geld zu verdienen.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

Sven Kaulfuss
Sven Kaulfuss, GIGA-Experte für Apple, Antiquitäten und altkluge Sprüche.

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