Immer wieder wurde das Ende von Apples MacBook heraufbeschworen, nicht zuletzt sollte das iPad am Stuhl sägen. Doch erst jetzt könnte es auch tatsächlich soweit kommen – der Gedankenanstoß in meiner Wochenend-Kolumne.

 

iPad Pro (2020)

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iPad Pro (2020)

Noch erfreut sich Apples MacBook-Familie froher Gesundheit, doch stimmen die Gerüchte, könnte schon bald ein neues Zubehörprodukt fürs iPad den Frieden stören. Apple möchte nämlich ein Smart Keyboard mit Trackpad fürs iPad Pro vorstellen – wer braucht denn da noch ein MacBook?

Apples iPad-Familie bei Amazon günstiger

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das bereits vorgestellte Brydge Pro+:

Brydge Pro+ im Einsatz: Tastatur mit Trackpad fürs iPad Pro

Apple in der Zwickmühle: Wird das iPad zum MacBook-Killer?

Die Frage ist berechtigt, denn nicht wenige MacBook-Nutzer schwören eben auf eine echte physische Tastatur. Nur eben die erzwungene Steuerung per Touchscreen stört dann den Arbeitsfluss und ist auch aus ergonomischer Sicht eher kritisch zu beurteilen. Insofern könnte ein solches, erweitertes Smart Keyboard tatsächlich das bisher fehlende Glied auf dem Weg zum Untergang des MacBooks sein, oder?

So könnte ein Smart Keyboard mit Trackpad aussehen (links auf der Abbildung, rechts das bisherige Modell; Bild: Apple und MacRumors)

Die Antwort darauf lautet für mich nicht pauschal ja oder nein, denn es kommt wie immer im Leben erst mal darauf an. Nicht alle Kunden entscheiden sich nur aufgrund der Hardware-Tastatur und des Trackpads fürs Apple-Notebook. Vor allen Profis sind auf die Flexibilität von macOS und damit verbunden aufs abgestimmte Software-Angebot angewiesen. Ein iPad Pro mit einer externen Tastatur und einem Trackpad ist da letztlich nur bedingt tauglich. Nein, ein MacBook Pro wird durch diese neuerliche Kombination nicht obsolet.

Spannend – zukünftig könnte eine neue Technologie das MacBook erobern: 

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MacBook wird zum Flexbook: Die unglaubliche Zukunft des Apple-Notebooks

Denkbar: MacBook Air in Gefahr

Anders schaut es aber beim MacBook Air aus. Schon ein Blick aufs Preisgefüge offenbart: Die Schnittmenge zwischen einem iPad Pro mit entsprechendem Keyboard und dem MacBook Air ist sehr hoch. Auf lange Sicht ist dies für Apple nicht sinnvoll. Auch weil die Käufer des MacBook Air wohl eher unter den Privatnutzern zu suchen sind. Für die Käuferschicht wäre ein iPad Pro mit erweitertem Smart Keyboard tatsächlich eine Überlegung wert beziehungsweise Apple nimmt diesen Kunden einfach die Entscheidung ab und stellt das MacBook Air ein.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Ich wage deshalb mal eine Prophezeiung: Mittel- bis langfristig wird das MacBook Air verschwinden – das iPad Pro wird mithilfe eines simplen Zubehörs doch noch zum „Killer“. Jedoch das MacBook Pro hat Bestand. Warum auch hätte man sich zuletzt mit dem 16-Zoll-Modell so viel Mühe gegeben, um die Profis erneut und erfolgreich zu umgarnen?

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.