Im Sommer wurde der Wechsel angekündigt, jetzt gibt's tatsächlich die ersten Rechner mit Apples eigenen M1-Chip zu kaufen. Doch sollte man jetzt schon bei MacBook Air und Co. zuschlagen, lieber abwarten und für wen lohnen sich eigentlich noch die Intel-Macs? Antworten auf diese Fragen liefere ich in der aktuellen Ausgabe meiner Wochenend-Kolumne.

 

MacBook Air 2020

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MacBook Air 2020

Apple hat Wort gehalten und präsentiert gleich eine ganze Reihe neuer Macs mit eigenem Prozessor im ARM-DesignMacBook Air, MacBook Pro (13 Zoll) und der Mac mini buhlen um die Gunst der Kunden. Doch was spricht für die neuen Macs, was dagegen? Wer kann bedenkenlos zugreifen, wer sollte lieber noch warten?

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Apple M1: Was taugt der neue Chip in MacBook und Co?

Bereits im Juni, kurz vor der offiziellen Ankündigung des Plattformwechsels, hegte ich dazu im Rahmen meiner Wochenendkolumne schon entsprechende Überlegungen. Nachzulesen unter dem Titel „Apples geheimer Plan: Sollte man jetzt noch einen Mac kaufen?“. Tja, geheim ist der Plan nun nicht mehr und seit dieser Woche wissen wir auch, wie sich Apple die ersten Macs der neuen Generation konkret vorstellt. Nun blicken wir mit geschärftem Auge auf die Vor- und Nachteile der ersten Generation von Apple-Rechnern mit dem neuen M1-Chip. Ich fasse kurzerhand zusammen – ohne Anspruch auf eine objektive Vollständigkeit:

Vorteile von MacBook Air, Pro und Mac mini mit Apple M1:

  • Enorme Schnelligkeit: Die ersten Benchmarks lassen uns sprachlos zurück, selbst ein günstiges MacBook Air ist flotter als ein wesentlich teureres MacBook Pro mit Intel Core i9. Und die schnellsten Intel-Desktop-Macs schlagen die neuen „ARM-Monster“ derzeit auch nur bei der Nutzung von mehr als nur einem Rechenkern.
  • Ausdauer: 20 Stunden ohne Strom nachzutanken? Bis jetzt undenkbar, mit den neuen MacBooks aber tatsächlich machbar. Da kann man unterwegs das Netzteil auch schon mal „vergessen“, ohne es später bereuen zu müssen.
  • Software-Migration: Alte Mac-Programme laufen teils schneller auf den neuen Rechnern, obwohl die dafür noch nicht angepasst sind? Laut Apple keine Seltenheit. Zudem funktionieren jetzt auch iPhone- und iPad-Apps auf dem Mac, gedankt sei es der nunmehr identischen Plattform.

Apples Zukunft und Intels stärkster Albtraum, der M1:

Der Apple M1 – Technik des Intel-Killers erklärt

Nachteile von MacBook Air, Pro und Mac mini mit Apple M1:

  • Verzicht: Kunden müssen leider auch auf einige Details und Ausstattungsoptionen verzichten. Beispielsweise werden aktuell maximal 16 GB RAM unterstützt, maximal zwei Thunderbolt-Anschlüsse stehen zur Verfügung, nicht bis zu 4 wie unter den Intel-Macs. Apropos: Thunderbolt 4 hat es nicht in die neuen Macs geschafft. Externe Grafikarten (eGPUs) gibt's nicht mehr für die neuen Rechner und interner SSD-Speicher darf derzeit auch nur maximal 2 TB groß sein.
  • Kein Windows: Boot Camp, Parallels und Co. mit Windows-Unterstützung ist Geschichte. Wer darauf angewiesen ist, der schaut zukünftig in die Röhre.
  • Design ohne Änderungen: Apple feiert mit den neuen Rechnern in erster Linie eine „innere Revolution“, neue Formen oder Farben sucht man vergebens. Äußerlich kann man MacBook Air und Co. nicht von ihren Vorgängern unterscheiden.

Kaufen oder nicht kaufen: Meine Ratschläge

Zuschlagen können Privat- und leichte Profianwender, denen vor allem eine lange Akkulaufzeit wichtig ist – das neue MacBook Air und MacBook Pro ist da konkurrenzlos. Wer hingegen Windows und vielleicht auch ein größeres Display unterwegs benötigt (16 Zoll), der muss noch zu den Intel-Modellen greifen.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Überhaupt ... Profis: Die Begrenzung auf 16 GB RAM und 2 GB internen SSD-Speicher wiegt hart. Nicht wenige dieser Anwender sind gut beraten noch abzuwarten. Spätestens Mitte, Ende 2021 wird Apple an dieser Stelle nachliefern. Wer solange nicht warten kann, der muss die alten „Intel-Möhren“ kaufen, wenn auch mit einem mulmigen Gefühl. Denn sind wir mal ehrlich: Der Blick auf die Benchmarks lässt die Intel-Rechner mal so richtig alt aussehen. Voller Freude und ohne Reue kauft da niemand mehr einen Intel-Mac.

Und meine persönliche Entscheidung? Einen Intel-Mac kaufe ich mir sicherlich nicht mehr, aber eben auch nicht sofort einen Mac mit Apple M1. Wahrscheinlich warte ich noch ab, bis Apple die ersten Kritikpunkte beseitigt und einen M2 dann in ein frisches und nicht zuletzt auch äußerlich neugestaltetes MacBook Pro steckt. Kurzum: Bis Herbst 2021 ;-).

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.