Das iPad Air 4 ist offensichtlich nicht nur eine günstige Version des iPad Pro, denn Apple verrät jetzt noch mehr Details zum Tablet, die mehr Einblicke in die Entwicklung bieten. So erfahren wir nun auch, worauf der US-Hersteller besonders stolz ist.

 

Apple Touch ID

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Apple Touch ID

Erfahren konnte man dies in der aktuellen Ausgabe des Podcasts „Sam Brain“ – eine Zusammenarbeit der berühmten YouTuber iJustine und Jenna Ezarik. Zu Gast waren dieses Mal ranghohe Manager von Apple – Bob Borchers (Vizepräsident des Produktmarketings) und John Ternus (Vizepräsident der Hardware-Entwicklung). Die beiden Apple-Oberen plauderten aus dem Nähkästchen und verrieten Details zum neuen iPad Air der 4. Generation.

Touch ID im iPad Air 4: Apples Herausforderung

So spricht Borchers recht unbescheiden von „einer unglaublichen technischen Meisterleistung“, wenn es um die Implementierung des Touch-ID-Sensors in den Power-Button geht. Bisher hatte der Fingerabdrucksensor ja mehr Platz im Homebutton, doch nun musste Apple die Technologie in den wesentlich schmaleren Ein/Ausschalt-Knopf verbauen. Dafür muss der Sensor „unglaublich empfindlich“ sein so der Apple-Manager.

Schon möglich: iPad Air 4 bei Apple vorbestellen

Ternus führt noch weiter aus und verrät von einem Problem in diesem Zusammenhang während der Entwicklungsarbeiten. Hierbei war und ist die Position des Touch-ID-Sensors entscheidend. Beim Mobilfunkmodell des iPad Air 4 fungiert das obere Gehäuseteil quasi vollständig als Antenne, allerdings sitzt eben da auch der Fingerabdrucksensor. Apple musste nun sicherstellen, dass die beiden Technologien sich nicht gegenseitig stören. Dafür brauchte es dann jede Menge „Hardcore-Silizium und Ingenieurskunst“. Wie man am fertigen Gerät erkennt, konnte Apple wohl die Herausforderung meistern.

In diesem Video spricht Apple ausführlich über die neuen iPads des Herbstes 2020:

iPad der 8. Generation und iPad Air 4 von Apple erklärt

Wirklich so innovativ?

Ein Umstand und ein Feature, auf das Apple sichtlich stolz ist. Zu Recht? Nun ja, um ehrlich zu sein, hat Apple hier das Rad nicht unbedingt neu erfunden. Beispielsweise verbaute schon vor Jahren Sony entsprechende Technik in seine Smartphones, auch hier steckte im Power-Button ein Fingerabdrucksensor. Anderseits ist uns nicht bekannt, ob die Japaner ähnliche Probleme lösen mussten im Zusammenhang mit der Position des Sensors. Im Gegensatz zum iPad steckte der nämlich an der Seite. Dennoch: Gönnen wir Apple die Freude und freuen uns in Zukunft vielleicht über weitere Apple-Geräte mit einem derart neugestaltet Touch-ID-Sensor.

Sven Kaulfuss
Sven Kaulfuss, GIGA-Experte für Apple, Antiquitäten und altkluge Sprüche.

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