Zukünftig werden die Macs auf x86er-Prozessoren verzichten müssen, denn Apple wird bald sukzessive eigene Prozessoren auf ARM-Basis verbauen. Spannender wird's noch Anfang 2021, dann folgt der wohl schnellste Apple-Prozessor aller Zeiten – ein Super-Chip für den iMac.

 

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Die größten Skeptiker hinsichtlich Apples Wechsel weg von Intel, hin zu ARM, brachten bisher meist die mangende Leistungsfähigkeit im Desktop-Bereich als Argument an. Doch sind die Apple-Chips wirklich langsamer als die Gegenstücke von Intel?

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Apples Super-Chip für den iMac: Intel muss gehen

Wahrscheinlich nicht, denn wie die China Times jetzt berichtet, steht Apples Roadmap für die vollumfängliche Ablösung von Intel. Basis ist Apples A14 im 5-nm-Design, soweit bekannt. Der neueste Chip arbeitet im iPad Air der 4. Generation und dem iPhone 12 (mini) beziehungsweise iPhone 12 Pro (Max). Doch dabei handelt es sich nur um die kleinste der insgesamt drei Ausbaustufen des Prozessors. Schon in den kommenden Wochen werden wir nämlich zunächst den Apple A14X bekommen. Die leistungsgesteigerte Variante will Apple in einem aktualisierten iPad Pro und dem ersten ARM-Mac verwenden. Dabei soll es sich um ein MacBook handeln. War zuvor vor allem ein MacBook Pro im 13-Zoll-Design im Gespräch, werden nun immer mehr Stimmen hinsichtlich eines noch kompakteren MacBooks im Layout des nicht mehr erhältlichen 12-Zoll-Modells lauter. Eine Präsentation auf dem kolportierten Apple-Event am 17. November wird erwartet.

Was Apple jetzt für die Zukunft des Mac plant:

Apple erklärt den Wechsel weg von Intel hin zu eigenen Chips

Doch die eigentliche Wachablösung Intels folgt dann in der ersten Jahreshälfte 2021. Die Blicke richten sich auf den ersten iMac mit Apple-Chip, der wird nämlich einen nochmals leistungsfähigeren Prozessor besitzen – Apples A14T. Der soll Leistung auf Desktop-Niveau bieten und so Intel gänzlich obsolet machen. Damit dies gelingt, gibt's auch gleich noch eine eigene GPU, also einen dedizierten Grafikprozessor – Codename „Lifuka“. Zur besseren Übersicht nochmals kurz zusammengefasst:

  • Apple A14 (Codename „Sicilian“): iPhone 12, iPad Air 4. Generation
  • Apple A14X (Codename „Tonga“): MacBook, iPad Pro
  • Apple A14T (Codename „Mt. Jade“): iMac
  • Apple GPU (Codename „Lifuka“): iMac

Was kommt noch später?

Wichtig zu wissen: Apple hat für den Übergang zur ARM-Architektur einen Zeitplan von insgesamt zwei Jahren angesetzt. In diesem Zusammenhang erwähnt China Times dann ferner schon die nächste Generation der Apple-Chips. Wenig verwunderlich: Vom Apple A15 wird's dann auch wieder einen A15X und einen A15T geben. Der Weg ist also vorgezeichnet und Intel auch endgültig raus. Ein Albtraum für die Firma, die im x86er-Bereich ja auch vermehrt durch AMD unter Beschuss steht. Mit Apple verliert man nun auch einen der wichtigsten Partner auf unbestimmte Zeit, wenn nicht gar für immer.