Jedes Jahr, wenn Apple die neuste iPhone-Generation präsentiert, steckt auch ein neuer Chip im Smartphone. Für die Android-Konkurrenz eine sich wiederholende Angstsituation. Auch 2020 wird man wohl wieder „bibbern“.

 

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Stellt Apple ein neues iPhone vor, dann „versenkt“ die Kombination aus neuestem Apple-Chip und iOS die Android-Konkurrenz mit einem Rutsch. Dass sich daran wohl auch dieses Jahr nichts ändert, lassen offizielle Leistungsdaten von Apples Auftragsfertiger TSMC vermuten, über die die Kollegen von AnandTech berichten. Der Chip-Hersteller verrät nämlich jetzt schon den entsprechenden Leistungszuwachs in der nun geänderten Produktion. Wurde der Apple A13 aus dem iPhone 11 noch im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt, steht für Apples neuem „Super-Chip“ eine Änderung ins Haus.

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Apple A14: So schnell ist der neue Chip vor dem die Android-Konkurrenz Angst hat

Die Miniaturisierung schreitet weiter voran und Apples A14-Chip wird im 5- Nanometer-Verfahren produziert. Und was bringt dies am Ende? Laut TSMC werden die Prozessoren fortan 30 Prozent weniger Strom benötigen und 15 Prozent mehr Rechenleistung bereitstellen. Allerdings gelten diese Werte erst mal nur „allgemein“. Apple selbst kann noch entscheiden, was wichtiger ist: Stromverbrauch oder Leistung. Zusammen mit entsprechenden Optimierungen wäre es dann also möglich, zugunsten des Stromverbrauchs auf Leistung zu verzichten. In der Regel aber entscheidet sich Apple für mehr Leistung, solange bei der Akkuleistung bestimmte Grundwerte eingehalten werden können. So oder so: Apples A14 wird im iPhone 12 am Ende zeitweise wahrscheinlich wieder die Krone der schnellsten Smartphones übernehmen.

Der neue Prozessor wird dann auch die Macs antreiben. Hier erklärt Apple den Wechsel weg von Intel, hin zu den eigenen ARM-Chips: 

Apple erklärt den Wechsel weg von Intel hin zu eigenen Chips

Was wir nicht vergessen dürfen: Beim Apple A14, beziehungsweise einer wahrscheinlich noch leistungsgesteigerten Variante (Apple A14X), handelt es sich auch um den Chip, den Apple erstmals in den Macs zum Verkauf anbieten wird. Zunächst in einer Variante des MacBook Pro (13 Zoll), später soll noch ein iMac folgen.

Wird eine kantige Angelegenheit, das neue iPhone 12:

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iPhone 12 im Retro-Look: So markant könnte das Apple-Handy aussehen

Apples Chip-Roadmap für die nächsten Jahre

Apropos, auch für die Folgejahre verrät TSMC schon mal den Fahrplan. So erwartet uns im nächsten Jahr beim Apple A15 nur ein leicht verbesserter Chip im 5- Nanometer-Verfahren – 10 Prozent weniger Stromverbrauch und 5 Prozent mehr Leistung gegenüber dem A14 sind drin. Ein größerer Schritt erwartet uns dann im Jahr 2022 mit dem Apple A16. Der dürfte dann im noch besseren 3- Nanometer-Verfahren produziert werden. Bringt gegenüber dem A14 circa 25 bis 30 Prozent weniger Stromverbrauch und 10 bis 15 Prozent mehr Leistung. Wie gesagt: Auch hier kann Apple zugunsten der Leistung die Geschwindigkeit gegenüber dem Energieverbrauch noch priorisieren.

Sven Kaulfuss
Sven Kaulfuss, GIGA-Experte für Apple, Antiquitäten und altkluge Sprüche.

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