Im neuen iPad Pro arbeitet jetzt der aktuelle Mac-Prozessor, doch bedeutet dies auch, dass wir in Zukunft macOS auf dem Tablet benutzen können? Könnte der Traum Realität werden? Apple kommt nun zur Sache und nimmt endlich Stellung.

 

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Beim iPad Pro 2021 macht Apple kein halben Sachen. Wer dachte, Apple würde für das Profi-Tablet nur eine leicht angepasste Version des Apple A14 aus dem iPhone 12 verwenden, der sieht sich getäuscht. Stattdessen landet doch tatsächlich der nochmals schnellere M1 aus den Macs direkt ins Tablet. Dies überrascht dann doch.

Doch damit endet Apples „Leistungstransfer“ noch lange nicht, denn mit 8 beziehungsweise 16 GB besitzt das iPad Pro so viel Arbeitsspeicher wie noch kein iPad zuvor. Salopp gesagt steckt Apple kurzerhand ein nahezu komplettes Mac-Board ins iPad Pro 2021. Wozu so viel Leistung?

Mächtig Dampf dahinter, das neue iPad Pro 2021:

iPad Pro 2021: Apple stellt das Super-Tablet vor

macOS auf dem iPad Pro 2021? Apple will nicht!

Eine mögliche Erklärung: Mac und iPad wachsen noch stärker zusammen. Wer weiß, vielleicht kann man in Zukunft macOS und die damit verbundenen, noch mächtigeren Softwarewerkzeuge direkt auf dem iPad laufen lassen. Technisch ist dies möglich, doch will Apple dies auch? Sie wollen nicht. Denn in einem Interview mit „The Independent“ erteilt Apples Marketingchef Greg Joswiak derartigen Spekulationen nun eine klare Absage und nimmt jede Hoffnung auf eine solche, hybride Lösung.

Joswiak stellt klar, statt beide Produktlinien zu verschmelzen, möchte Apple einfach nur die besten Produkte in ihren jeweiligen Kategorien herstellen. Er gibt zu Protokoll:

„Es gibt zwei widersprüchliche Meinungen, die die Leute gerne über das iPad und den Mac erzählen. Auf der einen Seite sagen die Leute, dass sie in einem Konflikt zueinander stehen. Dass sich jemand entscheiden muss, ob er einen Mac oder ein iPad haben möchte.

Oder die Leute sagen, dass wir sie zu einem zusammenführen: dass es wirklich diese große Verschwörung gibt, um die beiden Kategorien zu eliminieren und sie zu einer zu machen. Und die Realität ist, dass weder das eine noch das andere wahr ist. Wir sind ziemlich stolz auf die Tatsache, dass wir wirklich, wirklich hart daran arbeiten, die besten Produkte in ihrer jeweiligen Kategorie zu entwickeln.“

Es gibt noch Hoffnung auf ...

Die Hoffnung also, bald macOS auf dem iPad zu installieren stirbt damit erst mal. Nicht ausgeschlossen ist jedoch noch ein anderer Weg. So lässt Joswiak die Frage explizit unbeantwortet, ob denn in Zukunft nicht wenigstens professionelle Mac-Apps wie Final Cut ihren Weg aufs iPad Pro finden könnten. Ergo: Ein Dementi schaut anders aus, diese Hoffnung ist also noch berechtigt.