Noch ist der nächste Handy-Streich von Apple nicht offiziell, doch die Vorstellung des iPhone 13 ist eigentlich nur noch reine Formsache. Für mich persönlich steht die Kaufentscheidung schon fest, doch warum eigentlich? Die Begründung folgt in der aktuellen Wochenend-Kolumne.

 

iPhone 13

Facts 

Wenn man beabsichtigt rund 1.000 Euro in ein Handy zu investieren, muss man schon gute Gründe haben. Warum also möchte ich mir das neue iPhone 13 kaufen? Nun ja, wie heißt es so schön: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Funktioniert sogar noch halbwegs, aber die Tage meines iPhone 7 sind gezählt (Bild: GIGA).

Das obige Schreckensfoto zeigt mein gegenwärtiges Mobiltelefon aus dem Hause Apple. Ein iPhone 7, welches bereits vor fast drei Jahren schon mal einen „Unfall“ erlitt, danach repariert wurde und mir im letzten Winter erneut entglitt und den Boden küsste. Neuerdings bröckelt jedoch der letzte Rest vom Displayglas Stück für Stück ab und verdünnisiert sich. Nach fast vier Jahren ist die Zeit offensichtlich reif für neue Hardware. Doch warum muss es ausgerechnet ein iPhone 13 sein, warum kein älteres Gerät?

Kaufentscheidung fürs iPhone 13: Mein „Grund“

Ich muss zugeben, rational fällt die Begründung schwer. Natürlich würde mich auch ein iPhone 12 zufriedenstellen, wahrscheinlich sogar noch der Vorgänger. Sorgen um fehlende Software-Unterstützung muss ich mir nicht machen, schließlich wird iOS 15 noch wesentlich „ältere Schinken“ als meinen „Unfallschaden von iPhone“ unterstützen. Findet sich die Begründung vielleicht in den vorhergesagten Neuerungen? Ist es die kleinere Notch, die mich überzeugt, sind es die verbesserten Kamera-Features oder das schnellere Display der Pro-Version?

Um ehrlich zu sein nichts davon und zugleich doch wieder alles. Das iPhone 7 war für mich zuletzt ein klassischer „Vernunftkauf“. Zum Zeitpunkt gab es schon das iPhone 8 und das neuerliche iPhone X, doch mir reichte das Vorjahresmodell. Glück hat es mir nicht gebracht, wie man am obigen Bild sieht. Hingegen das iPhone 5 kaufte ich mir 2012 noch frisch nach der Vorstellung – es sollte mir fünf Jahre ohne einen Kratzer treu dienen. Doch es ist eigentlich nicht der vermeintliche Aberglaube, der mich wohl nächste Woche das iPhone 13 kaufen lässt, es ist dieses bestimmte Gefühl vergangener Tage.

Tja, andere kaufen sich so etwas wie im Video, wenn die 50 bald naht, ich greife lieber zum (teuren) iPhone:

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Früher kaufte ich Apple-Produkte noch mit dem Herz, nicht oder nicht nur mit dem Kopf. Es war nahezu ein Akt der Leidenschaft. Heute als Mittvierziger vermisse ich diese leicht unvernünftigen Tage des Sturm und Drangs. Irgendetwas in mir ruft jetzt danach. Ist es eine einsetzende Midlife-Crisis? Schon möglich. Andere kaufen sich wahrscheinlich einen Porsche, bandeln mit einer viel zu jungen Maid an oder aber eröffnen eine vegane Bäckerei oder dergleichen. Meine Wenigkeit drängt es jedoch nach fabrikfrischer und teurer Apple-Hardware.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Man gönnt sich ja sonst nichts...

Wenn man es richtig betrachtet, ist der Kauf eines neuen iPhone 13 dabei noch die günstigste Variante, den Glauben an die eigene Jugend kommerziell zu bekräftigen. Oder sollte ich statt Glauben vielleicht lieber von Selbstbetrug schreiben?

Ach egal. So bizarr mein Kaufgrund auch sein mag, ich halte es jetzt mit Schauspielerlegende Günter Strack, der griff einst demonstrativ zum Aquavit und prostete der Kamera feist entgegen: „Man gönnt sich ja sonst nichts.“ Recht hatte er.