Kryptowährungen sind der Finanztrend der vergangenen Jahre. Ganz vorn mit dabei beim Trubel um Bitcoin und Co. ist auch ein Krypto-Coin, der zuerst nur als Spaß gedacht war. Das zeigt sich auch im Namen „Dogecoin“. Aber woher kommt der namengebende Hund eigentlich?

 

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Dogecoin: Wie die Kryptowährung auf den Hund gekommen ist

So schnell kann aus Spaß Ernst werden – in diesem Fall ist das allerdings nichts Schlimmes, im Gegenteil: Aus der ursprünglich scherzhaften Kryptowährung „Dogecoin“ ist inzwischen einer der bekanntesten Coins geworden. Das spiegelt sich auch im Kurs der Spaßwährung wieder. Der stieg seit Jahresbeginn – also innerhalb von nur knapp über 5 Monaten – um über 10.000 Prozent, schreibt finanzen.net.

Im Vergleich zum Platzhirsch Bitcoin ist der Wert mit gerade mal 0,44 US-Dollar (Stand 14. Mai) zwar noch geradezu zwergenhaft. Trotzdem, für eine aus Jux und Tollerei aus dem Boden gestampfte Kryptowährung kann sich die Entwicklung sehen lassen. Immerhin schafft es Dogecoin so unter die Top 10 der am höchsten bewerteten digitalen Assets.

Was aber macht den Dogecoin eigentlich aus? Für viele wird es vielleicht sogar vor dem Wert der Spaßfaktor sein. Zwar macht hoffentlich niemand eine ernsthafte Investmententscheidung allein von der niedlichen Hundeschnauze des Dogecoin abhängig – aber auch die dürfte bei manchen Interessenten durchaus eine Rolle spielen. Wo aber kommt er her, dieser Hund, der so kokett in die Kamera schaut?

Shiba Inu machte den Dogecoin erst möglich

Zunächst einmal: Der Hund ist eine Hündin. Die niedliche Shiba-Inu-Dame hört auf den Namen Kabosu und lebt in Japan, woher die Hunderasse auch stammt. Ihr Frauchen ist die japanische Kindergärtnerin Atsuko Sato, die bereits 2010 Bilder ihrer possierlichen neuen Begleiterin auf einem persönlichen Blog postete. Kabosu hatte sie kurz zuvor aus dem Tierheim zu sich geholt, wie The Verge berichtete.

Über die Meme-Datenbank „Knowyourmeme“ lässt sich herausfinden, dass das Foto von Kabosu bereits wenige Monate später bei Reddit auftauchte. Dort begann der Hype, entstand das Meme „Doge“, das wohl jedem, der sich online tummelt, inzwischen andauernd begegnet. Versehen mit Phrasen wie „much wow“ oder Varianten von „very“, „so“ oder anderen Adverbialphrasen lässt sich das Doge-Meme vielfältig einsetzen. Es muss nicht immer Shiba-Dame Kabosu sein, auch andere fotogene Hunde werden gerne herangezogen. Wie in der Meme-Community oft zusehen ist, wird auch bei Doge bewusst die falsche englische Schreibweise (engl. dog = Hund) genutzt.

Wer durch Dogecoin oder Krypto-Investments nicht zu Reichtum gekommen ist, sollte das gute alte Sparen nicht vergessen. Tipps, wie ihr beim Einkaufen online euer Geld zusammenhaltet, gibt es im Video:

Geld sparen beim Online-Shoppen: 6 leichte Tricks

Virale Trends: das Erfolgsrezept hinter Dogecoin

Letztlich sind die Erfinder des Dogecoins nur auf einen viralen Zug aufgesprungen, als sie 2013 eine Satire auf den Bitcoin erschaffen wollten. Dass daraus inzwischen Ernst geworden ist, zeigt auch, wer über den Dogecoin berichtet: Wie die Sparkasse informiert, stammt der Dogecoin von Software-Ingenieuren Billy Markus von IBM und Jackson Palmer von Adobe. Sie hätten damit auf den Hype um die Bitcoin-Szene reagieren wollen und kombinierten einfach zwei virale Themen: Aus Bitcoin und Doge-Memes wurde der Dogecoin. Inzwischen gibt es auch eine Satire auf die Satire: den chinesischen Shiba-Inu-Coin.

Übrigens: Shiba-Dame Kabosu lebt nach wie vor in Japan bei ihrem Frauchen. Die hat inzwischen vom Ruhm ihres Sprösslings erfahren, sich laut The Verge aber sehr gewundert, als sie ihrem alten Foto Jahre später zum ersten Mal als Meme begegnete. Für Kabosu betreibt sie einen Instagram-Channel, dem immerhin fast 300.000 Fans folgen.