Kampfansage an Apple: Huawei-Chef verrät ehrgeizige Ziele

Kaan Gürayer 3

Ehrgeizige Ziele: Trotz der US-Sanktionen glaubt Huawei-Chef Ren Zhengfei weiter an den Erfolg seines Unternehmens. In Richtung Apple gab es sogar eine subtile Kampfansage. Wofür der iPhone-Hersteller mehr als ein Jahrzehnt gebraucht hat, könne der chinesische Konzern in weniger als drei Jahren schaffen. 

In der Technik-Welt des 21. Jahrhunderts besteht die wahre Kunst nicht darin, irgendwelche Komponenten zusammenzuschrauben. Wichtiger ist das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software und der Aufbau eines attraktiven Ökosystems. Paradebeispiel hierfür ist Apple, an dem sich auch Huawei orientieren möchte – nur wesentlich schneller.

Huawei-Chef: In weniger als drei Jahren dort, wo Apple jetzt ist

Denn wofür Apple mehr als zehn Jahre gebracht hat, könnte Huawei laut Firmengründer Ren Zhengfei in weniger als drei schaffen: die Entwicklung eines ausgereiften mobilen Betriebssystems, das auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern wie iOS ist. „Ich denke, es wird weniger als zwei oder drei Jahre dauern“, so der Huawei-Gründer in einem Interview mit dem Fortune-Magazin, über das China Daily berichtet.

Zwar müsse sich Zhengfei laut eigener Aussage etwas zügeln, weil er nicht zu viel Druck auf seine Software-Entwickler ausüben wolle, aber: „In Wahrheit glaube ich nicht, dass sie volle zwei bis drei Jahre brauchen werden.“ Gleichzeitig gab der 74-Jährige aber auch zu, dass vor Huawei noch einiges an Aufholarbeit im Bereich Softwareentwicklung liege, vor allem bei der Entwicklung größerer Betriebssysteme.

In diesem Bereich hat Huawei Apple schon überholt: 

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Für Smartphones und Tablets: Huawei weiter Android nutzen

Trotz der markigen Worte hofft der Huawei-Chef weiter darauf, in Zukunft wieder Android für die eigenen Smartphones und Tablets verwenden zu können. Der Konzern bleibe einer „freundlichen Zusammenarbeit“ mit Google und hofft, dass die Ausnahmeregelung von den US-Sanktionen, die der Suchmaschinenanbieter beantragt hat, auch stattgegeben wird. Erste positive Signale dahingehend gab es von der US-Regierung bereits letzte Woche.

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