Wie bitte? Netflix ist nicht der beste Streaming-Dienst? – Moment mal, ich kann das erklären. Für mich liegt Amazon Prime Video aus einem simplen Grund vorn. Warum erfahrt ihr hier.

 
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Amazon hat mit Prime das beste Angebot, da können Netflix und Disney+ nicht mithalten

Amazon Prime Video ist unter den Streaming-Diensten die beste Wahl, aus meiner Sicht zumindest. Netflix und Disney+ will ich damit in keiner Weise ihre Daseinsberechtigung absprechen, wie käme man auch dazu? Beide haben ein bemerkenswertes Angebot. Und trotzdem muss ich dabei bleiben: Prime gewinnt. Aber zunächst einige Worte zur Konkurrenz:

Als Marvel-Fans, zu denen ich mich zähle, haben wir auf lange Sicht kaum eine andere Wahl, als Disney+ zu abonnieren oder es sich für einen Monat zu gönnen, wenn es mal wieder etwas Neues aus dem MCU zu sehen gibt. Außer irgendwann einen Film über Prime Video extra dazu zu kaufen, haben wir Zuschauer bei Marvel wohl keine andere Chance, außerhalb des Kinos an die neuen Geschichten heranzukommen. Das zeigt gerade auch das Beispiel der verschwindenden Marvel-Serien bei Netflix.

Apropos, Netflix: Auch hier eine klare Empfehlung meinerseits, einige meiner absoluten Lieblinge sind dort einfach mit dabei. Nach viel zu vielen Jahren bin ich inzwischen endlich dazu gekommen, die Avatar-Reihe fortzusetzen. Für Anime-Fans ist Netflix unter den großen Streaming-Diensten ohnehin die beste Wahl. Unter den Eigenproduktionen ist außerdem auch immer wieder in echter Leckerbissen – die Santa Clarita Diet (bei Netflix ansehen) lässt grüßen.

Amazon überzeugt mich mit Rundum-Paket

Trotzdem gewinnt meinen persönlichen Preis-Leistungs-Vergleich Amazon Prime Video – anders als kürzlich bei YouGov, wo man knapp auf Platz 2 landet, ausgerechnet hinter YouTube. Der Grund ist einfach: Bei Amazon gibt es einfach mehr fürs Geld.

Die Auswahl des Streaming-Angebots mag zwar hinter Netflix etwas hinterher hinken, aber das ist letztlich einfach Geschmacksache. Schließlich hat auch Prime Video sehenswerte Titel, sowohl im Film- als auch im Serienbereich, die man anderswo nicht kriegt. Aktuell kommt die Neuauflage „Reacher“ richtig gut an, mit „LOL: Last One Laughing“ hat man auch in Deutschland einen Erfolgsgaranten parat. Dazu kommt bald die bei der Fanbase umstrittene, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgsträchtige Herr-der-Ringe-Serie. Zu meinen persönlichen Favoriten zählen: „The Marvelous Mrs. Maisel“, „The Flight Attendant“ mit Big-Bang-Theory-Star Kaley Cuoco und „Good Omens“.

Um Fortsetzungen von erfolgreichen Serien braucht man sich beim finanzstarken Unterbau von Amazon zudem kaum zu sorgen – kritisch wird es nur, wenn man einen Nischengeschmack hat. Aber da ist Amazon kein Einzelfall.

Amazon Prime siegt durch Vernunft

Was Amazon Prime abhebt und für den in meinen Augen klaren Sieg sorgt, ist das Drumherum, das eine Prime-Mitgliedschaft zu bieten hat: Amazon Music Prime ist inbegriffen. Wer nicht unbedingt die eine oder andere, unverzichtbare Spotify-Playlist braucht, kann sich damit gleich einen weiteren Streaming-Dienst sparen – der Preis-Leistungs-Score wächst.

Ebenso durch inkludierten Zugang zu Prime Gaming, dem der Konzern in Zukunft sicher noch mehr Aufmerksamkeit widmen wird. Und dann ist da natürlich noch die Keimzelle von Prime, der Premiumversand ohne Aufpreis. Über Prime Reading erhaltet ihr zudem Zugang zu einer wechselnden Auswahl an E-Books, Audible könnt ihr seit der Übernahme vor einigen Jahren ausgiebig testen, falls ihr euch Bücher und Podcasts lieber anhört.

Ihr müsst mir ja nicht zustimmen, macht euch einfach selbst einen Eindruck und vergleicht die Streaming-Dienste:

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Das Manko: Natürlich schränkt Amazon hier die Bibliotheken ein, wenn ihr etwa ein bestimmtes Album oder Videospiel sucht, kann es schon mal vorkommen, dass das gerade nicht mit zum Angebot gehört. Wer mehr will, muss etwa für Amazon Music Unlimited dann doch noch draufzahlen.

In den Basisversionen sind aber alle diese Services in einem Preis enthalten, der Disney+ unterbietet und bei dem nur die ebenfalls günstigere Basisversion von Netflix gleichziehen kann. Ob das so bleibt, muss sich erst zeigen. Kürzlich wurde eine Preiserhöhung für Prime in den USA bekanntgegeben.

Trotzdem: Filme, Serien, Dokus und Themen-Channels im Video-Streaming, Musik, einige Games, Bücher, Podcasts und der Premium–Liefervorteil für 7,99 Euro pro Monat (bei Amazon ansehen) – klammert man mal den persönlichen Geschmack aus, ist Prime im Preis-Leistungs-Verhältnis so leicht nicht einzuholen.