Samsung zeigt sich experimentierfreudig: Für ein kommendes Smartphone geht der südkoreanische Hersteller neue Wege und soll erstmals auf ein Feature setzen, das in bisher noch keinem Galaxy-Handy zum Einsatz kam. Das hat Vor- und Nachteile. 

Immer größere Displays bei gleichbleibenden oder schrumpfenden Gerätemaßen: Smartphone-Hersteller stehen seit Jahren vor dieser Quadratur des Kreises. Wege aus dem Dilemma gibt es viele: Bildschirmeinschnitte („Notches“), Kameralöcher oder Pop-up-Kameras, die aus dem Handy herausfahren. Letztgenannte Lösung soll jetzt erstmals in einem Samsung-Smartphone Einzug halten.

Samsung: Erstes Smartphone mit Pop-up-Kamera

Demzufolge arbeitet der Branchenprimus an seinem ersten Smartphone mit Pop-up-Kamera, wie Pigtou unter Berufung auf den bekannten Mobilfunk-Insider Steve Hemmerstoffer berichtet. Erste Bilder vom noch namenlosen Handy gibt es ebenfalls bereits:

Neben der ausfahrbaren Frontkamera fällt die Triple-Kamera auf der Rückseite auf. Ebenfalls ins Auge fallen der rückwärtige Fingerabdrucksensor und der geschwungene Rücken. Beides sind Markenzeichen von Samsungs aktueller Galaxy-A-Serie, weshalb die Vermutung naheliegt, dass es sich hier um ein Smartphone aus der Mittelklasse-Reihe des Herstellers handelt. Die Maße belaufen sich auf 160,9 x 77 x 9,2 mm, das Display soll eine Diagonale von circa 6,5 Zoll bieten.

In den „nächsten Monaten“, so heißt es, soll das Samsung-Smartphone mit Pop-up-Kamera vorgestellt werden. Angeblich sollen die Südkoreaner warten, bis die diversen Lockdowns rund um den Globus gelockert werden.

Samsung Galaxy A51 bei Amazon

Das Galaxy A51 hat noch ein klassisches Kameraloch: 

Samsung Galaxy A51: Mittelklasse-König sucht Nachfolger.

Vor- und Nachteile von Pop-up-Kameras

Herausfahrbare Kameras bieten Vor- und Nachteile. Einer der größten Pluspunkte liegt darin, dass Hersteller nahezu rahmenlose Displays verbauen können, ohne auf Workarounds wie Notches oder Kameralöcher zurückgreifen zu müssen. Auf der anderen Seite gehört eine Pop-up-Kamera zu den mechanischen Bauteilen, die traditionell immer anfällig für Verschleiß sind. Ein Schutz gegen Staub und Wasser dürfte damit außerdem auch nicht möglich sein. Es wird spannend sein zu sehen, ob und wie Samsung diese Probleme in den Griff bekommen hat.