Obwohl die zweite Kickstarter-Kampagne des Smach Z bereits seit knapp 3 Jahren beendet ist, halten die Unterstützer die Handheld-Konsole noch immer nicht in ihren Händen. Ist die Nintendo-Switch-Alternative nichts weiter als reine Vaporware? 

 

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Smach Z: Der PC-Handheld spaltet die Community

Der Smach Z hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Vor rund 3 Jahren ging das Projekt auf Kickstarter zum zweiten Mal live. Die Finanzierung der ersten Kampagne wurde bereits im Dezember 2015 abgebrochen. Im zweiten Anlauf konnte das Projekt knapp 1.300 Unterstützer dazu bringen, etwa 475.000 Euro in die Idee des PC-Handhelds zu investieren. Seitdem hat sich einiges verändert – vor allem der Preis und die technische Ausstattung des Gerätes.

Während der Smach Z zur Zeit der Kickstarter-Kampagne noch 299 Euro und die Pro-Version 499 Euro kosten sollte, finden sich auf der offiziellen Webseite nun Preise, die von 699 bis 1.308 Euro reichen. Während ein kleiner Teil der Investoren immer noch großes Potenzial im System zu sehen scheint, ist die Konsole für den Großteil der PC-Spieler inzwischen zu einer regelrechten Lachnummer geworden. Immer wieder wurde der geplante Liefertermin des Handhelds nach hinten verschoben, immer wieder wurden die Käufer vertröstet. Aktuell gibt das Unternehmen an, dass der Smach Z noch 2019 an die Käufer ausgeliefert werden soll – einen genaueren Liefertermin gibt es jedoch nicht.

Smach Z: Erste Präsentationen machen einen bescheidenen Eindruck

Während der diesjährigen E3 konnten einige Nutzer die ersten finalisierten Geräte selber testen, auf der Gamescom hatten die Hersteller den Handheld ebenfalls wieder im Gepäck. Gleichzeitig veröffentlichte das Unternehmen auf YouTube ein kleines Video zu ihrem Gamescom-Auftritt, in welchem es jedoch nur wenige Gameplay-Szenen zu sehen gab:

Doch das ist kein Wunder. Schließlich beschrieben die meisten Personen, die den Handheld während einer der beiden Messen ausprobieren durften, die Leistungsfähigkeit des Gerätes als eher unterwältigend. Selbst grafisch weniger anspruchsvolle Spiele wie Rocket League scheinen das System bereits an seine Grenzen zu bringen. Und auch für den PC optimierte Spiele wie DOOM (2016)verkommen auf dem Smach Z zum Daumenkino, selbst bei einer Auflösung die unter 720p liegt.

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Wer sich einen eigenen Eindruck von der Performance des Smach Z machen will, wirft einfach einen Blick auf den offiziellen E3-Trailer des Herstellers. Auch hier zeigt sich, wirklich leistungsfähig scheint der handliche Mini-Rechner nicht zu sein:

Des Weiteren beklagen einige anonyme Tester, dass das System immer noch instabil sei und sich die Steuerung in vielen Spielen äußerst gewöhnungsbedürftig anfühlen würde. Auch Spielabstürze und Bluescreens erlebten die Tester während ihres Hands-Ons. Weiteres Manko: Laut den Spielern verbraucht der Smach Z so viel Strom, dass er selbst mit eingestecktem Ladegerät noch an Akkuladung verliert.

So wirklich ausgereift scheint der Smach Z selbst nach seiner Finalisierung nicht zu sein. Da man zudem nicht davon ausgehen sollte, dass Spieleentwickler ihre Titel für den PC-Handheld optimieren werden und der Preis im direkten Vergleich mit der Nintendo Switch verdammt hoch ausfällt, kann ich im Moment nur von einem Kauf abraten. Legt euch in diesem Fall lieber eine Switch oder einen GPD Win 2 zu.

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Was sagt ihr zum Smach Z? Denkt ihr, dass das Gerät nach seinem Release so richtig durchstarten wird? Oder ist das Projekt auch in euren Augen schon jetzt zum Scheitern verurteilt? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.