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Sony kauft Bungie: Auf PlayStation-Deal folgt Pakt mit dem Teufel (Kommentar)

PlayStation will nach dem Bungie-Deal in Live-Service-Games investieren. (© Nerthuz, Getty Images / GIGA)
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Sonys milliardenschwere Übernahme von Bungie sorgt für Verwunderung. Anstatt auf Exklusivität hat es das PlayStation-Unternehmen bei der Übernahme anscheinend vor allem auf die massenhafte Produktion eines bestimmten Spiele-Genres abgesehen.

3,6 Milliarden US-Dollar, keine Destiny-Exklusivität und ein unabhängiges Tochterunternehmen: Sonys Deal mit Bungie hat auf den ersten Blick Fragezeichen hinterlassen, denn für eine ziemlich stattliche Summe scheint sich zunächst nicht allzu viel zu verändern. Doch nach einem Investoren-Meeting ist klar, was sich PlayStation von der Bungie-Übernahme verspricht – eine Sintflut an Live-Service-Games.

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Vorbild Destiny 2: Sony will Live-Service-Imperium aufbauen

Sonys Übernahme von Bungie ist nicht direkt mit den jüngsten Deals von Microsoft zu vergleichen. Während sich das Xbox-Unternehmen die Lizenzen zu Bethesdas und Activisions Franchise-Monstern sichern wollte, zielt PlayStation auf die Technologie, Infrastruktur, Erfahrung und das Talent der Destiny-Macher ab.

In einem Investoren-Meeting hat das Unternehmen bekannt gegeben, mit Bungies Hilfe bis 2026 gleich zehn neue Live-Service-Games auf den Markt werfen zu wollen – eine bemerkenswerte, allerdings auch ziemlich unerfreuliche Offensive. (Quelle: Sony)

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Was bedeutet die Activision-Übernahme von Microsoft? Wir erklären es euch im Video:

Microsoft kauft Activision Blizzard Was bedeutet das?

Geld und Grind: Live-Service-Games

Live-Service-Games sind ein post-modernes Paradoxon der Gaming-Industrie: Viele der Spiele stehen für Quantität statt Qualität, für Mikrotransaktionen, für sich ewig wiederholendes Gameplay, einen endlosen Grind.

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Gleichzeitig, beziehungsweise natürlich gerade deshalb sind Live-Service-Games die größten Geldbringer überhaupt. In dieses Fegefeuer will Sony nun weiter Öl hineingießen – und zwar nicht zu knapp. Zehn Live-Service-Spiele innerhalb der nächsten vier Jahre sind kein Pappenstiel, sondern ein brennender Höllen-Dreizack.

PlayStation: Zeitfresser statt Singleplayer

Besonders für PlayStation scheint die massive Investition in Live-Service-Games ein unrühmlicher Abfall vom Glauben zu sein, denn die eigene Marke wurde vor allem von hochwertig produzierten und Konsolen-exklusiven Singleplayer-Blockbustern geprägt.

Natürlich setzt die Activision-Übernahme und der noch immer mögliche Verlust von Franchises wie Call of Duty PlayStation unter einen immensen Druck, Online-Multiplayer-Alternativen aufzubauen. Trotzdem stellt sich diesbezüglich die Frage, woher Gamer überhaupt die Zeit nehmen sollen, in den nächsten vier Jahren zehn neue Live-Service-Games zu zocken, in denen sie zwischen Lootboxen und toxischen Gruppenchats limitierten Skins nachjagen und tägliche Challenges absolvieren müssen.

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Als Fan von Singleplayer-Spielen hoffe ich zumindest, dass PlayStation mit dem Live-Service-Deal keinen faustischen Pakt eingegangen ist, der im teuflisch Kleingedruckten einen weitaus höheren Preis verlangen wird.

Welche anderen Gaming-Übernahmen könnten bald passieren? Wir machen 8 verrückte Vorhersagen in unserer Bilderstrecke:

In einem Investoren-Meeting hat PlayStation bekannt gegeben, bis 2026 gleich zehn neue Live-Service-Games releasen zu wollen – mit der Hilfe und Expertise vom neu eingekauften Publisher Bungie. Die Zielsetzung ist für PlayStation-Fans keineswegs eine gute Nachricht.

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