Mit dem Steam Deck hat Valve einen interessanten Handheld-PC in petto. Doch bislang hat sich der Hersteller nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wenn es um Hardware geht. Die Entwickler beteuern jedoch, dass sie aus ihren größten Fehlern gelernt haben. 

 

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Ohne Steam Machines kein Steam Deck?

Während Valves Spiele bei Millionen Fans für Begeisterung sorgen, hatte das Unternehmen in der Vergangenheit mit seinen Hardware-Produkten keinen so großen Erfolg. Egal ob Steam Link, Steam Controller oder Steam Machine – all diese Versuche scheiterten und wurden von Valve recht schnell wieder aus dem Steam-Shop entfernt. Lediglich die Valve Index bildet hierbei eine Ausnahme.

In einem Interview erklären die Entwickler des Steam Decks, dass sie aus ihren größten Fehlern gelernt hätten und ohne diese Erfahrung wahrscheinlich größere Probleme beim Bauen der Handheld-Konsole gehabt hätten:

„Wir haben vieles von dem, was wir gelernt haben, als Checkbox betrachtet, die wir abhaken mussten, wenn wir jemals wieder mit Kunden über so ein Gerät sprechen wollen. Wir wollten das Steam Deck erst dann auf den Markt bringen, wenn wir das Gefühl hatten, dass es fertig ist und alle diese Punkte erfüllt sind. (...) Ich glaube nicht, dass wir beim Steam Deck so weit gekommen wären, wenn wir diese Erfahrung nicht gemacht hätten.“ – Quelle: IGN

In den GIGA Headlines fassen wir für euch kurz und knackig die Highlights des Steam Decks zusammen: 

Steam Deck und großes Comeback – GIGA Headlines

Valve verrät, woran die Steam Machine scheiterte

Im weiteren Verlauf des Interviews gehen die Entwickler auch darauf ein, woran die Steam Machine ihrer Meinung nach gescheitert ist:

„Bei der Steam Machine gab es immer das Henne-Ei-Problem.“

Designer Scott Dalton spielt in diesem Fall darauf an, dass auf den Steam Machines statt Windows Linux zum Einsatz kam. Das Problem an der Sache: Zum damaligen Zeitpunkt gab es nur wenige Spiele, die mit Linux kompatibel waren. Dieser Fehlschlag sorgte jedoch dafür, dass sich Valve bemühte, Proton weiterzuentwickeln – eine Software, die es erlaubt, Windows-Spiele auf Linux laufen zu lassen.

Und auch der Fehlschlag des Steam-Controllers hatte seine guten Seiten. Auf diese Weise erkannten die Entwickler, dass der Controller des Steam Decks keine komplizierte Konstruktion sein durfte, an die sich die Spieler erst noch gewöhnen müssen. Sie müssen sich sofort wohlfühlen.

Was meint ihr? Hat Valve aus seinen schlimmsten Hardware-Fehlern gelernt, sodass das Steam Deck wirklich ein Erfolg wird? Oder denkt ihr, dass die Handheld-Konsole für PC-Spieler total floppen wird? Schreibt es uns in die Kommentare!