Steam ist für viele Spieler weit mehr als nur ein simpler Online-Shop. Tatsächlich steckt das Programm voller interessanter Funktionen, die vielen Spielern eventuell entgangen sind. Zwei davon sind besonders praktisch – denn dank ihnen könnt ihr euch den Kauf vieler Spiele schenken – und sie dennoch zocken.

 
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Steam-Familienbibliothek: Teilen macht Freude

Wusstet ihr, dass ihr die Steam-Spiele eurer Freunde zocken könnt? Um Zugriff auf diese Funktion zu erhalten, muss sich euer Freund lediglich mit seinem Account auf eurem Rechner anmelden, dort die Funktion Steam-Familienbibliothek freischalten und anschließend euren PC für den Zugriff autorisieren. Euer Freund wird es euch sicherlich danken, wenn ihr das gleiche auch auf seinem Rechner macht.

Nach dem Prozedere solltet ihr Zugriff auf alle Steam-Spiele eures Freundes haben. Naja, zumindest fast alle. Einige Games können aufgrund technischer Hindernisse nicht über die Steam-Familienbibliothek mit anderen Spielern geteilt werden. Aber insgesamt eine coole Sache, oder?

Komplett uneingeschränkt lässt sich die Familien-Funktion jedoch nicht nutzen. So können etwa maximal 5 Accounts sowie 10 Geräte Zugriff auf eure Steam-Bibliothek haben. Wenn euer Freund außerdem gerade selbst ein Spiel aus seiner Bibliothek zockt, bleibt euch der Zugriff auf seine Spieleauswahl verwehrt. Das Gleiche gilt auch umgedreht.

Und wie sieht es aus, wenn ihr gerade ein Spiel aus der Bibliothek eures Kumpels spielt und dieser nun selbst eines seiner Games startet? Dann weist euch Steam auf diesen Umstand hin und gibt euch ein paar Minuten Gnadenfrist, um das Spiel zu speichern und anschließend zu beenden (Quelle: Steam).

Dank der Steam-Familienbibliothek könnt ihr euch also mit euren Freunden absprechen, wer sich welches Spiel besorgt und zusammen auf diese Weise massig Geld sparen. Doch da geht noch mehr!

Steam Remote Play Together: Couch-Koop übers Internet zocken

Denn tatsächlich reicht es für eine Gruppe von Couch-Koop-Fans aus, wenn sich ein einziger Spieler das Spiel auf Steam holt – zumindest, solange das Game Steam Remote Play Together unterstützt. Den entsprechenden Hinweis findet ihr auf der jeweiligen Produktseite des Steam-Spiels auf der rechten Seite:

Aus der Produktbeschreibung auf Steam könnt ihr ablesen, ob ein Koop-Spiel tatsächlich Remote Play Together unterstützt. (Bildquelle: Screenshot GIGA)

Die Funktion erlaubt es euch, klassische Couch-Koop-Spiele wie etwa Cuphead, Overcooked oder Moving Out, die ihr normalerweise an einem Rechner spielen würdet, übers Internet zusammen zu spielen.

Dafür stellt entweder ihr oder einer eurer Freunde die Partie als Host zur Verfügung und lädt die anderen über die Freundesliste zum Spiel ein. Achtet am besten darauf, dass der Host eine stabile Internetverbindung mit recht hoher Upload-Bandbreite hat. Schließlich muss er zeitgleich bis zu 3 Video-Streams an seine Mitspieler in ausreichender Bildqualität übertragen.

Als Mitspieler müsst ihr zudem einen Controller an euren PC anschließen, der von Steam erkannt wird. Dann steht der Koop-Sause übers Internet nichts mehr im Wege!

Die grundlegenden Infos zu Steam Remote Play Together hat Valve in einem kurzen Video zusammengefasst:

Steam Remote Play Together

Wer vor einigen Jahren Steam Remote Play Together in der Beta-Phase ausprobiert hat und damals auf technische Schwierigkeiten gestoßen ist, sollte dem Feature heute auf jeden Fall noch einmal eine Chance geben. Seit der Einführung im Jahr 2019 hat Valve Remote Play Together stetig weiterentwickelt und optimiert, sodass die Funktion inzwischen uneingeschränkt zu empfehlen ist.

Dank dieser beiden Steam-Funktionen könnt ihr ordentlich Geld sparen, wenn ihr bereit seid, die erwähnten Einschränkungen in Kauf zu nehmen.