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Switch-Experten entdecken Ursache des Joy-Con-Drifts – stellen Nintendo zur Rede

Die Joy-Cons der Nintendo Switch machen nach wie vor Ärger. (© Enrique Vidal Flores/Unsplash)
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Der Joy-Con-Drift ist der Alptraum eines jeden Nintendo-Switch-Spielers. Unzählige Fans beklagen sich auch heute noch darüber. Experten wollen nun herausgefunden haben, was die Ursache ist – und stellen Nintendo zur Rede.

Joy-Con-Drift: Switch-Problem basiert auf mechanischem Fehler

Der Joy-Con-Drift der Nintendo Switch ist auch 6 Jahre nach dem Erscheinen der Konsole noch nicht Geschichte. Immer wieder finden sich neue Berichte von Spielern, deren Controller plötzlich anfangen zu driften – auch wenn Nintendo den Joy-Con-Drift gerne kleinredet.

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Nun hat sich auch die britische Verbraucherorganisation Which? mit dem Thema beschäftigt und sich zu Testzwecken 5 Joy-Con-Sets besorgt, die ebenfalls mit Drift-Problemen zu kämpfen haben, und diese im Labor genauer unter die Lupe genommen. Die Controller stammen alle aus den Jahren 2017 bis 2019.

Die Untersuchung im Labor brachte einige interessante Erkenntnisse ans Tageslicht. So scheint der Joy-Con-Drift etwa häufiger bei den linken Joy-Cons aufzutreten. Zudem scheint der Staubschutz der Nintendo-Controller nicht einwandfrei zu funktionieren. Nach der Demontage der Controller fiel den Mitarbeitern auf, dass sich auch viel Staub und andere Verunreinigungen im Controller befanden. Zudem gab es an den Platinen deutliche Abnutzungserscheinungen, die vor allem an den Kontaktpunkten der Joy-Con-Schieber auftraten.

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Das abschließende Ergebnis der Laboruntersuchung:

„Zwar gibt es Unterschiede in der Bauweise der einzelnen Controller, doch die festgestellten Gemeinsamkeiten sind die Abnutzung der Kontaktpunkte der Joystick-Schieber (die auf allen Platinen vorhanden sind) und das Eindringen von Staub/Verunreinigungen.

Es kann daher sein, dass das Drift-Problem durch die Abnutzung der Leiterplatte oder durch eine Kombination aus dieser Abnutzung und dem Eindringen von Staub/Verunreinigungen verursacht wird.“ (Quelle: Which?)

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Nintendo äußert sich zum Ergebnis

Diese Erkenntnisse teilte Which? auch mit Nintendo – doch die offizielle Antwort lässt nicht erhoffen, dass sich bald etwas am Design der Joy-Cons ändert, um diesem Problem vorzubeugen:

„Der Prozentsatz der Joy-Con-Controller, bei denen in der Vergangenheit Probleme mit dem Analogstick gemeldet wurden, ist gering und wir haben den Joy-Con-Analogstick seit seiner Einführung im Jahr 2017 kontinuierlich verbessert.“

Which? fordert derweil von Nintendo, dass sich das Unternehmen mit dem Problem auseinandersetzt und eine eigene Untersuchung des Joy-Con-Drifts durchführt und die Ergebnisse veröffentlicht. Zudem sollen alle Käufer von Joy-Cons die Möglichkeit erhalten, ihre Controller kostenlos reparieren oder austauschen zu lassen, wenn sie vom Drift-Problem betroffen sind – auch nach dem Ablauf der Garantielaufzeit. Diese Maßnahme soll zudem öffentlichkeitswirksam von Nintendo promotet werden, damit Geschädigten diese Information nicht entgeht.

Wer vom Joy-Con-Drift betroffen ist, sollte auf keinen Fall seine Controller in den Müll schmeißen und sich direkt Ersatz kaufen. Über die Nintendo-Support-Webseite kann man eine Reparatur der kaputten Joy-Cons in Auftrag geben, die sogar kostenlos durchgeführt wird – auch nach dem Ablauf der Garantie.

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