The Witcher auf Netflix: Was alles von den Spielen übernommen wurde

Marina Hänsel 3

Wie viel The Witcher steckt in The Witcher? Ich spreche natürlich von CD Projekt Reds Spielen, allen voran The Witcher 3: Wild Hunt. Showrunner Lauren Hissrich hat jetzt verraten, was sie von dem Spiel in die Serie übernommen hat, und ja: Sie hat Wild Hunt im Vorfeld tatsächlich gespielt. Oder spielen lassen.

Da Spiel wie Serie auf derselben  basieren, sind ein paar Gemeinsamkeiten natürlich unausweichlich – und nicht nur ein paar. Trotzdem unterscheidet sich gerade CD Projekt Reds Spielreihe von Andrzej Sapkowskis Werk, da sie vom ersten bis zum dritten Teil eine neue Geschichte nach dem Ende der Romane erzählt. The-Witcher-Showrunner Lauren Hissrich nun hat verraten, dass sie sich trotzdem von den Spielen inspirieren ließ – wenigstens ein bisschen.

Im Writers-Experience-Podcast auf Soundcloud beantwortete sie einige Fragen zur Netflix-Serie, unter anderem auch, ob in der zweiten Staffel die nilfgaardischen Rüstungen überarbeitet werden (Ja.) Sie sprach zudem über The Witcher 3: Wild Hunt und ihren Versuch, als nicht-Spielern in den Titel einzusteigen:

„Weißt du, als ich zuerst – ich bin keine Spielerin, aber als ich das Projekt anfangs übernommen habe, fand ich heraus, dass einer meiner Freunde, Matt Owens, ein riesiger Gamer ist und ich habe ihn förmlich gezwungen, mich spielen zu lassen. Und dann habe ich schnell bemerkt, dass ich aufhören muss. Also habe ich ihn beim Spielen beobachtet und ein paar Bier getrunken. Das Visuelle der Welt ist mir sofort aufgefallen. Was ich dazu sagen kann ist, dass das womöglich das Wichtigste ist, was ich von dem Spiel übernommen habe.“

Sie fährt fort zu erklären, wie bunt The Witcher 3: Wild Hunt trotz der Ernsthaftigkeit der Welt ist. Gerade Mittelalter-Fantasy lebt oft von Grautönen und dreckigen Szenarien – aber Wild Hunt? Wie wir alle wissen ist der Titel geradezu eklatant bunt, ohne der Welt ihre Grausamkeit zu nehmen. Hissrich hat das als Anlass genommen, auch die Netflix-Serie etwas farbenfroher zu gestalten. Außerdem hat sie wohl ein paar Easter-Eggs in der Serie versteckt:

„Es gibt jede Menge kleine Easter-Eggs in der Serie, und sie sind im Grunde da, um zu den Videospielern zu sagen – wir sehen euch, wir wissen, dass ihr da seid. Und wir wissen, dass ihr The Witcher liebt und wir wissen auch, dass ich das nicht nur wegen der Bücher tut.“

Die erste Staffel von The Witcher ist nicht nur eine der erfolgreichsten Netflix-Serien 2019 gewesen; sie hat auch das komplette Franchise wieder aus den Tiefen der (halben) Vergessenheit geholt. Indessen steht die zweite Staffel bereits in den Startlöchern.

Ihr wollt mehr über den Hexer wissen? Wir verraten euch ein paar Details in unserem Video:

The Witcher: Das müsst ihr wissen, bevor ihr in die Welt eintaucht.

Was es wohl für Easter Eggs sind, von denen Hissrich redet? Womöglich die Erwähnung der Wilden Jagd (erste Folge), die zwar in den Büchern als Randnotiz existiert, aber in allen drei Spielen eine Hauptrolle einnimmt. Oder aber – und ja, daran habt ihr sicherlich auch schon gedacht – die berühmte Badewannen-Szene, die in der Serie spielgetreu nachgestellt wurde. Danke, Frau Hissrich?

Marina Hänsel
Marina Hänsel, GIGA-Experte für Horror, RPGs, Dead By Daylight und Minecraft.

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