Nutzer von TikTok können etwas aufatmen: Die Social-Media-App stand in den USA in der Kritik, Daten der Nutzer an China weiterzugeben. Der Vorwurf wird nun entkräftet, der Bann gegen TikTok und andere Anwendungen aufgehoben. Damit ist die App aber nicht vom Haken.

 

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TikTok, WeChat, AliPay: US-Regierung lockert Bann gegen chinesische Apps

Zwar hat der US-Bann Huawei am härtesten getroffen, der Elektronik-Hersteller ist jedoch nicht allein auf der schwarzen Liste, die zuletzt sogar erweitert wurde. Die beliebte Social-Media-App TikTok war unter Trump ebenfalls in Ungnade gefallen, konkrete Gründe für den Bann in den USA wurden nicht öffentlich. Entsprechend blieb der Bann gegen TikTok, auch wegen entsprechender Gerichtsentscheide, unwirksam. Jetzt wird die App zusammen mit einigen weiteren kritisierten Anwendungen vom Bann ausgenommen.

Über eine entsprechende Erklärung berichten mehrere US-Medien. Demnach hat Präsident Joe Biden eine neue Verfügung erlassen, welche drei vorige von Donald Trump ersetzt. Namentlich sind damit TikTok, die chinesischen WhatsApp-Alternative WeChat und die beliebte Bezahl-App AliPay nicht mehr vom US-Bann betroffen. Sie können somit in den USA weiterhin genutzt werden, User müssen keine Einschränkungen befürchten.

TikTok steht nicht mehr auf der Liste, überprüfen werde die USA aber weiter

In Zukunft werde man aber individuelle Bedrohungen durch „rigorose, faktenbasierte Analyse“ beobachten, heißt es laut Android Central in den Unterlagen der US-Regierung. Die USA sieht das Vorgehen noch immer als Schritt zum Schutz der nationalen Sicherheit sowie zur Verteidigung grundlegender amerikanischer Werte und Freiheiten. Spezifische Maßnahmen, wie künftig eine solche Gefahrenanalyse stattfinden wird, werden nicht genannt.

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Für Nutzer in Europa wird das Vorgehen der US-Regierung keine direkten Auswirkungen haben. Zuvor wurden Pläne über einen durch den vorigen Präsidenten Trump erzwungenen Verkauf von TikTok an die US-Firma Oracle geschmiedet. Laut Android Central kam es nicht dazu. Durch den aufgehobenen Bann ist ein Verkauf auch in Zukunft unwahrscheinlich, ein Vorgehen der USA gegen die Social-Media-App ist allerdings auch nicht ausgeschlossen.