Apples App Store für iPhone, iPad und Co. ist sicher. Grundsätzlich stimmt diese Feststellung, dennoch gibt’s einige Apps, die sich auf unlautere Weise Abo-Gebühren erschleichen. Obwohl Apple davon weiß und unterrichtet ist, gibt’s viele der Bösewichte noch immer zum Download. Allein im Juni sollen diese noch über 7,2 Millionen Mal heruntergeladen worden sein.

 
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Als die Sicherheitsexperten von Avast im März 2021 den App Store von Apple untersuchten, fanden sie über 130 problematische iPhone-Anwendungen. Die Profis urteilten und ordneten diese der sogenannten „Fleeceware“ zu. Diese Apps sind zwar per se nicht illegal, allerdings setzen diese auf einen unlauteren Vertrieb von In-App-Käufen. Nicht zuletzt unbedarfte Nutzerinnen und Nutzer werden so abgezockt und in die Irre geführt.

Noch immer über 80 iPhone-Apps: Abo-Abzocke im App Store

Wer da nicht aufpasst, darf horrende Abo-Gebühren zahlen und wird regelrecht ausgenommen. Ja, sogar für ein „Testversion“ muss da teilweise gezahlt werden. Apple tut gut daran, derartige schwarze Schafe aus dem App Store zu werfen und tut dies auch. Leider aber nicht vollumfänglich. So gibt’s heute über ein Jahr danach noch immer die Mehrzahl, nämlich 84, um genau zu sein, im App Store zum Download (Quelle: vpncheck). Besonders perfide: Diese Apps sollen allein im Juni noch für 7,2 Millionen Downloads gesorgt haben und so 8,6 Millionen US-Dollar umgesetzt haben. Im Jahr sammeln allein die Apps auf der Liste über 100 Millionen US-Dollar ein. Zur Erinnerung: Apple sichert sich von diesem fetten Kuchen bis zu 30 Prozent.

Diese Apps gehören nicht dazu und dürfen auf eurem iPhone bleiben:

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Die Liste der Apps liest sich dabei wie ein buntes Potpourri des App Stores. Beispielsweise finden sich auf den vorderen Rängen nach Downloads Apps wie „ToonApp Cartoon Photo Editor“, „Beat maker pro - DJ Drum Pad“ oder auch „ScanGuru: PDF Document Scanner“. Die gesamte Sammlung ist hier einsehbar. Diese Apps solltet ihr besser loswerden und schnell deinstallieren. Doch damit allein ist es noch nicht getan.

Abo auf dem iPhone kündigen: So geht’s

Wenn ihr nicht wisst, ob ihre unbeabsichtigt ein Abonnement abgeschlossen habt, könnt ihr in den Einstellungen innerhalb von iOS auf dem iPhone nachsehen und gegeben Falls sofort kündigen. Dies ist auch notwendig, denn nur die Löschung der App beendet noch lange nicht das Abo. Hierfür muss dieses explizit gekündigt werden. Für eine Übersicht über laufende Abos müsst ihr hier nachschauen: ⚙ Einstellungeneuer Name (ganz oben) → Abonnements.

Dann das gewünschte Abo antippen und auf der nächsten Seite kündigen, wenn gewünscht. Nur so werdet ihr die Plagegeister los, solltet ihr auf diverse „Fleeceware“ hereingefallen sein.