Apple und Beats – das gehört seit 2014 fest zusammen. Doch Beats, vor allem bekannt für die Eigenmarke „Beats by Dr. Dre“, ist schon ein paar Jahre älter – und gehörte vor Apple schon einmal einem bekannten Smartphone-Hersteller. Schon gewusst?

 

Beats by Dr. Dre

Facts 

Direkte Konkurrenz: Mit diesem Hersteller machte Beats vor Apple Geschäfte

Beats mischte in den späten 2000er Jahren den Markt für Bügelkopfhörer mächtig auf – zunehmend sah man die auffälligen Plastik-Kopfhörer der Marke Beats by Dr. Dre auf den Ohren berühmter Musiker, Sportler und anderer Promis. Inzwischen kennt man Beats vor allem als Apple-Tochter: 2014 hatte der Tech-Gigant Beats übernommen – für satte 3 Milliarden US-Dollar. Neben der Kopfhörersparte, die Apple wohl nicht mehr lange weiterführen wird, sicherte sich der iPhone-Hersteller auch Technik und Talent hinter dem Streaming-Dienst Beats Music, der 2015 in Apple Music aufging. Was vielen weniger bekannt ist: Beats gehörte schon einmal einem bekannten Technik-Hersteller.

Tatsächlich gehörte Beats in den Jahren 2010 bis 2012 dem Smartphone- und Tech-Hersteller HTC! Um den altbekannten Hersteller war es in den vergangenen Jahren ruhig geworden, erst kürzlich meldete sich das Unternehmen mit neuer Hardware zurück.

HTC wollte besonders mit dem Sound seiner Smartphones punkten und erwarb im Jahr 2010 50,1 Prozent der Beats-Aktien für 300 Millionen US-Dollar. Rund ein Jahr später erschien das HTC Sensation XE – mit Beats-Kopfhörern und Beats-Software, die den Klang bei der Wiedergabe von Audiodateien verbessern sollten. Das erste „Beats Audio“-Smartphone hat die GIGA-Redaktion damals ausführlich getestet und ihm durchaus gute Klangeigenschaften bescheinigt. Schwächen gab es natürlich auch: Lange Zeit konnte man etwa die Klangverbesserung nicht für andere Audio-Apps wie Streaming-Dienste verwenden.

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HTC und Beats: Keine Chance gegen das iPhone 4S

Mit HTC und Beats sollte es schon im Folgejahr bergab gehen, erinnert sich das Portal Android Authority: Das nächste Beats-Handy, das One X, konnte gegen die Konkurrenz wenig ausrichten – dazu zählte auch das iPhone 4S. Im Juli 2012 gab HTC zunächst 25 Prozent seiner Aktienanteile ab, wohl um sich etwas finanziellen Spielraum zu verschaffen.

Das HTC One M7 galt Anfang 2013 als optischer Hingucker – und hatte erneut Beats-Lautsprecher an Bord (jedoch keine Kopfhörer). Dennoch fehlte HTC in den frühen 2010er-Jahren das nötige Glück: 2013 kaufte Beats alle Aktienanteile vom an der Börse geschwächten Smartphone-Hersteller zurück. Es war das Ende der HTC-Ära bei Beats.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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