Bereits vor 15 Jahren präsentierte Apple das allererste iPhone. An viele Funktionen, die wir heute als Selbstverständlichkeit hinnehmen, war damals aber noch gar nicht zu denken. Schon verrückt, was Apples erstes iPhone alles nicht konnte – blicken wir zurück.

 
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Möchte man sich die rasante Entwicklung des iPhones vor Augen führen, genügt ein Blick auf das erste Modell aus dem Jahr 2007. Es legte zwar den Grundstein für den heutigen Erfolg Apples, musste aber dennoch auf eine Vielzahl an Funktionen verzichten, die wir in heutigen iPhones als „normal“ ansehen.

Das erste iPhone: 15 Features, die ihm fehlten

Die Kollegen von MacRumors sammelten passend zum Jubiläum 15 dieser Features in einer Liste (Quelle: MacRumors). Schauen wir sie uns mal näher an:

  • App Store: Ein iPhone ohne App Store? Heute unvorstellbar, doch den gab es tatsächlich erst im Sommer 2008, ein Jahr nach Einführung des ersten iPhones. Zwischenzeitlich sollten sich die Entwickler und Kunden mit Web-Apps begnügen, doch der Ruf nach nativen Apps war einfach zu laut, Apple hörte ihn und reagierte.
  • Kopieren und Einfügen: Auf „Copy & Paste“ musste das iPhone lange verzichten, erst 2009 und damit zwei Jahre später stand diese Selbstverständlichkeit zur Verfügung.
  • Frontkamera: Videokonferenzen, allen voran mit FaceTime, sind heute nicht mehr wegzudenken, doch möglich wurde dies erst mit dem iPhone 4, dem ersten Apple-Handy mit einer Frontkamera.
  • Taschenlampe: Ein hierfür geeignetes LED-Blitzlicht gab es anfangs nicht, stattdessen stellten findige Entwickler Apps vor, die bei maximaler Helligkeit einen weißen Bildschirm anzeigten, um eine Taschenlampe zu imitieren. Lange Zeit ein absolutes Muss für iPhone-Nutzer.
  • Videoaufnahmen: Mit dem ersten iPhone ließen sich allein (schlechte) Fotos machen, für Videoaufnahmen musste man sich noch gedulden. Erst das iPhone 3GS (ab 2009) war dazu in der Lage.

Ein Ausschnitt aus der legendären Keynote im Januar 2007, bei der das erste iPhone enthüllt wurde:

Steve Jobs präsentiert das erste iPhone 2007
  • MMS-Unterstützung: Auch wenn MMS (Multimedia Messaging Service) nie ein Hit wurde, wäre es doch schön gewesen, wenn das erste iPhone es unterstützt hätte. Ging aber nicht, erst ab 2009 war dies möglich und dann auch nur ab der zweiten iPhone-Generation aufwärts.
  • GPS: Navigation mit dem iPhone? Gab es erst im Folgejahr mit dem iPhone 3G, dem originalen Apple-Handy blieb dies noch verwehrt.
  • Hintergrundbilder für den Startbildschirm: Beim iPhone blieb es lange eintönig, denn erst mit iOS 4 ab 2010 ermöglichte das System die Benutzung eigener Hintergrundbilder.
  • SIM-Lock vs. freie Providerwahl: Heute muss man daran erinnern, beim iPhone konnte man sich zunächst nicht den Provider aussuchen. In den USA gab es das Handy beispielsweise lange Zeit nur bei AT&T, hierzulande bei der Telekom. Heute nicht mehr vorstellbar.
  • Siri: Der Sprachassistent hört unsere Bitten erst seit etwas mehr als 10 Jahren. Doch sind wir ehrlich, auch heutzutage versteht Siri noch immer nicht alles.
  • Touch ID und Face ID: Fingerabdrucksensor (ab iPhone 5s, 2013) und Gesichtserkennung (ab iPhone X, 2017) erscheinen uns heute selbstverständlich, doch zuvor mussten wir immer unseren Passcode manuell eingeben.
  • Lightning-Anschluss: Auch in Zeiten von USB-C noch Standard beim iPhone, doch das erste Modell hatte den Lightning-Port noch gar nicht, stattdessen nutze es den 30-Pin-Dock-Connetor des iPods.
  • Retina-Display: Auch wenn der Name pures Marketing ist, Fakt ist, das erste iPhone hatte eine verhältnismäßig geringe Display-Auflösung. Erst mit dem iPhone 4 wurde alles eine Spur schärfer – das Retina-Display ward geboren.
  • Kabelloses Laden: Gibt’s erst seit 2017 und doch haben wir uns schon so daran gewöhnt.
  • Wasserbeständigkeit: Das originale iPhone sollte mal lieber von Wasser fernhalten, aber die neuesten Modelle sind sogar schon nach IP68 wasserdicht.

Schon 2017 blickten wir zurück und sammelten die Meilensteine in der iPhone-Entwicklung:

Noch immer gültig: Die eigentliche Idee des iPhones von Apple

Kurz und gut: Vom heutigen Standpunkt betrachtet erscheint uns die Nutzung eines originalen iPhones vielleicht sogar abwegig, doch die DNA des Apples-Handys hat sich nicht wirklich geändert und ist seit damals unverändert. Ein leicht zu bedienender Touchscreen mit perfekt optimierter Benutzeroberfläche und der Power des Internets – galt 2007 und auch 2022 gleichermaßen.