Werbung, überall Werbung: Bisher wurden iPhone-Nutzer davon verschont. In Zukunft könnte sich das aber ändern. Apple soll eine große Werbe-Offensive planen. Von zweistelligen Milliardensummen, die man zusätzlich einnehmen will, ist die Rede.

 
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1.149 Euro kostet das aktuelle iPhone 13 Pro. Für diesen Preis können Käufer vieles erwarten: Leistung auf Spitzenniveau, eine erstklassige Verarbeitung und natürlich lange Softwareupdates. Was Apple nie beworben, aber stets Teil des iPhone-Pakets war: so gut wie keine Werbung. Während manche Hersteller von Android-Smartphones ihre Nutzer mit Werbung regelrecht bombardieren, hat sich Apple stets zurückgehalten. Damit könnte es in Zukunft aber vorbei sein.

Apple soll mehr Werbung in eigenen Apps planen

Laut dem bekannten Apple-Insider Mark Gurman könnte beim US-Konzern ein Strategiewechsel hin zu mehr In-App-Werbung anstehen (Quelle: Power-On-Newsletter von Mark Gurman). Bislang verdient Apple mit Werbung in seinen eigenen Apps circa 4 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Das Werbeteam möchte diese Summe mehr als verdoppeln. Das Ziel: Ein zweistelliger Milliardenumsatz mit Werbung in Apple-Apps.

Um auf diese Summe zu kommen, müsste Apple die Werbung in den eigenen Apps massiv ausbauen. Einen ersten Schritt ging der iPhone-Hersteller erst kürzlich und kündigte mehr Werbung im eigenen App Store an. Gurman zufolge wäre es zum Beispiel denkbar, dass Apples Kartenanwendung Werbung erhält. Wer dort nach „Sushi“ sucht, könnte eine Liste von lokalen japanischen Restaurants erhalten. Den ersten Platz in den Vorschlägen würde sich Apple dann bezahlen lassen, genauso wie es Google heute in der Suche macht oder auch Yelp.

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Wie reagieren iPhone- oder iPad-Nutzer?

Für Apple könnte sich ein verstärkter Fokus auf In-App-Werbung auszahlen. Die Zeitspanne, in der Kunden ihre iPhones oder andere Apple-Geräte wechseln, wird schließlich immer länger. Werbung ist eine weitere Möglichkeit, die Einnahmequellen zu diversifizieren. Ob es iPhone- oder iPad-Nutzern gefällt, wenn sie künftig deutlich öfter mit Werbung konfrontiert werden, steht auf einem anderen Blatt.