Für Xiaomi ging es in den letzten Jahren eigentlich nur nach oben. Jetzt folgt jetzt ein gewaltiger Dämpfer: Bis zu 10 Prozent der Angestellten sollen entlassen werden. Auch die wichtige Handy-Sparte des Herstellers ist anscheinend von Entlassungen betroffen.

Xiaomi plant Massenentlassungen

Seit der Gründung von Xiaomi im Jahr 2010 hat das chinesische Unternehmen jedes Jahr einen stetig wachsenden Umsatz verzeichnet. Mittlerweile hat man sich zu einem der weltweit wichtigsten Smartphone-Hersteller hochgearbeitet. Das erfolgsverwöhnte Unternehmen zieht jetzt aber die Notbremse und trennt sich von Tausenden Mitarbeitern, wie Xiaomi selbst bestätigt hat (Quelle: South China Morning Post).

Derzeit kommt Xiaomi auf rund 35.000 Angestellte, bis zu 10 Prozent sollen das Unternehmen wohl verlassen. Eine genaue Zahl hat Xiaomi nicht genannt, spricht aber von „routinemäßigen Personaloptimierungen“ und einer „Rationalisierung aus organisatorischen Gründen“. Personalkosten sollen um 15 Prozent gedrückt werden. Für betroffene Mitarbeiter steht eine Abfindung im Raum. Teils wurden sie erst im Dezember 2021 eingestellt.

Tatsächlich verkauft Xiaomi mittlerweile weniger Smartphones als zuvor. Im dritten Quartal 2022 musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vermelden, der Handy-Absatz ging um etwa 9 Prozent nach unten. Auch ein Nettoverlust von rund 200 Millionen Euro wurde im letzten Quartalsbericht ausgewiesen. Der Aktienkurs von Xiaomi ist seit Anfang des Jahres um mehr als ein Drittel eingebrochen, ähnlich wie bei anderen Tech-Konzernen.

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Xiaomi: Handy-Verkäufe in China eingebrochen

Insbesondere im Heimatmarkt ist Xiaomi in letzter Zeit nicht mehr so stark gewesen. In China muss Xiaomi einen Rückgang von 11 Prozent auf 70 Millionen verkaufte Smartphones verkraften, wie Marktforscher ausgerechnet haben.

Zuletzt wurden das Xiaomi 13 und 13 Pro vorgestellt, die beide zunächst nur in China zu bekommen sind. Mit einer Veröffentlichung in Europa ist aber bald zu rechnen.