Verbogene iPad Pro ausgeliefert: Das ist kein Fehler – sagt Apple

Peter Elstner 25

Apple hat Probleme mit dem iPad Pro bestätigt. Das brandneue Tablet wird nämlich leicht verbogen ausgeliefert – ab Werk. Statt den Fehler zu bestätigen und Nachbesserung zu versprechen, wird das Problem heruntergespielt. Die übliche Strategie von Apple.

Verbogene iPad Pro ausgeliefert: Das ist kein Fehler – sagt Apple
Bildquelle: Holger Eilhard/GIGA.DE.

Apple liefert verbogene iPad Pro

Bereits vor Wochen haben wir über einen Härtetest berichtet, wonach sich das neue iPad Pro selbst bei leichtem Druck sehr einfach verbiegen lässt. Die Konstruktion des dünnen und vergleichsweise leichten Tablets, das zum Großteil aus Aluminium gefertigt ist, hat sich als sehr fragil gezeigt. Mittlerweile liefert Apple sogar leicht verbogene Tablets vom Werk aus. Es muss also nicht einmal ein negativer Einfluss des Benutzers dazu führen, dass sich das Tablet verbiegt. Das iPad Pro ist bei vielen Besitzern bereits beim Auspacken krumm – berichtet The Verge.

Das Magazin hat Apple mit den Vorwürfen konfrontiert und eine Antwort erhalten, die eigentlich üblich für den Konzern ist. Es handelt sich natürlich nicht um einen Fehler des iPad Pro. Durch den Abkühlungsprozess des Gehäuses aus Aluminium kann es zu einer leichten Verformung kommen – so Apple. Die kleine Krümmung hat keinen Einfluss auf die Funktion des iPad Pro und sei deswegen kein Fehler.

Was tun bei einem verbogenen iPad Pro?

Falls man ein iPad Pro gekauft hat und es beim Auspacken bereits verbogen ist, sollte man es sofort zurückschicken und austauschen. Innerhalb von 14 Tagen ist das ohne Probleme möglich. Apple schickt euch dann ein neues Tablet, das hoffentlich nicht verbogen ist. Im Laden sollte man es entsprechend sofort auspacken und vor Ort reklamieren. Danach wird es schon etwas komplizierter, wie in Foren berichtet wird. Da Apple den Fehler nicht offiziell als Defekt ansieht, ist kein Umtausch möglich. Man könnte es nur über AppleCare+ für eine Zuzahlung von 49 Euro austauschen lassen. Diese Versicherung hat aber auch nicht jeder abgeschlossen.

Das iPad Pro findet auch im professionellen Einsatz Verwendung:

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Alles erinnert an das iPhone 6 Plus

Die gesamte Situation erinnert sehr an das Problem mit dem iPhone 6 Plus, das durch eine Fehlkonstruktion des Gehäuses einfach verbogen werden konnte. Apple hat den Fehler wie immer nicht als Defekt akzeptiert und heimlich nachgebessert. Das ist die bekannte Strategie des Konzerns – zum Nachteil der Käufer. Beim iPhone 6 Plus sind im Lauf der Zeit auch noch Folgeschäden mit dem Display aufgetreten. Ob das beim iPad Pro auch der Fall sein wird, kann man jetzt noch nicht abschätzen.

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