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iPad Air: Weniger ist mehr

Sven Kaulfuss

Dünner, leichter und schneller: Der 5. Generation des iPads gibt Apple einen passenden Namen – iPad Air. Neu sind auch ein 64-Bit-Prozessor und die Unterstützung zusätzlicher LTE-Frequenzen. Sparfüchse freuen sich über den hierzulande leicht gesenkten Preis.

iPad Air Test.

iPad Air: Federleichtes Design und Retina Display

7,5 mm vs. 9,4 mm – das neue iPad Airvormals als iPad 5 in der Gerüchteküche bekannt – überrascht mit einer schlankeren Linie gegenüber dem direkten Vorgänger und orientiert sich in diesem Punkt deutlich am neuen iPad mini mit Retina Display. Apropos: Die Verwandtschaft ist nicht von der Hand zu weisen. Das iPad Air besitzt gleichfalls einen sehr dünnen Rahmen und mit nur 469 Gramm (478 Gramm in der Cellular-Variante) macht es seinen Namen alle Ehre. Zusammengefasst in weiteren Zahlen: Das iPad Air ist 28 Prozent leichter, 20 Prozent dünner und hat ein um 24 Prozent verringertes Volumen als das iPad der vierten Generation. Glückwunsch zur erfolgreichen Diät!

Übernommen vom Vorgänger – ohne Änderung – wurde das Retina Display des iPad Air. 2.048 x 1.536 Pixel verteilen sich auf einem Multi-Touch-Display mit 9,7 Zoll Bildschirmdiagonale. Mit diesen Werten erreicht das iPad Air eine Pixeldichte von 264 ppi. Nicht schlecht, aber heutzutage auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

Kleine Änderungen bei den Farben: Spacegrau (mit schwarzer Front) und Silber (mit weißer Front) halten Einzug.

Leistung: iPad Nummer 5 mit 64-Bit A7, M7 und gleichbleibender Ausdauer

Das Herzstück des iPad Air kennen wir schon aus dem iPhone 5s. Der Apple A7 ist nach wie vor der erste und einzige 64-Bit-Chip in einem Smartphone. Den Leistungsschub bekommt nun auch das iPad Air verpasst – bis zu zweimal schneller als der Vorgänger verrichtet das Air seinen Dienst. Wohlgemerkt: Auch der Apple A6X im iPad 4 leidet bis heute nicht unter Leistungsmangel.

Mit an Bord befindet sich der kleine Kompagnon M7. Der Coprozessor verarbeitet separat die Daten des Beschleunigungssensors, des Gyrosensors und des Kompass. Somit wird der Hauptprozessor entlastet, die Effizienz gesteigert. Positiv: Trotz mehr Leistung und weniger Platz im Gehäuse, verfügt das iPad Air über dieselbe Ausdauer wie das iPad 4. Bis zu 10 Stunden läuft die „Touchflunder“ ohne an der Steckdose nachtanken zu müssen.

Bessere Verbindungen: Schnellers WLAN und mehr LTE-Frequenzen

Gegenüber dem iPad 4 trumpft das iPad Air mit zwei Antennen und MIMO-Technologie (Multiple-Input Multiple-Output) auf. In der Praxis bedeutet dies Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300Mbit/s im WLAN – der doppelte Datendurchsatz des iPad 4.

Wer sich für das Wi-Fi + Cellular-Modell entscheidet, hat mehr Auswahl bei der Wahl des LTE-Anbieters. Im Gegensatz zum Vorgänger ist man also nicht mehr nur allein auf die Telekom angewiesen. Auch die 4G-Netze von Vodafone und o2 zeigen sich fortan kompatibel zum iPad Air – sehr erfreulich.

Verbesserte FaceTime HD Kamera und zwei Mikrofone

Keine Änderung gibt es zunächst bei der rückwärtigen iSight-Kamera. Nach wie vor zeichnet sie Fotos mit 5 Megapixel und Videos mit einer Auflösung von 1.080p auf – noch gut genug. Allerdings wird das Tablet aktuell vom iPhone 5s überflügelt. Besser: Die Frontkamera erhielt ein Update. Die 1,2 Millionen Pixel haben auf dem rückwärtig beleuchteten Sensor mehr Platz und liefern im Ergebnis ein besseres Bild.

Kunden profitieren des Weiteren von nunmehr zwei verbauten Mikrofonen. Diese Technik kennt man schon seit dem iPhone 4s. Hintergrundgeräusche werden deshalb unterdrückt. Vorteilhaft insbesondere bei FaceTime-Gesprächen.

iOS 7 und kostenlose Apps

Selbstredend befindet sich auf dem iPad Air die neueste Version des mobilen Betriebssystems – iOS 7. Darüberhinaus zeigt sich Apple äußerst spendabel und kredenzt allen Käufern kostenlos die jüngst aktualisierten iLife- und iWork-Apps. iPhoto, iMovie, GarageBand, Pages, Numbers und Keynote gehören ab sofort kostenfrei zum Gesamtpaket.

iPad Air Smart Cover und Smart Case

Nicht fehlen dürfen natürlich neue Versionen und Farben des Smart Covers und des Smart Cases. Größte Änderung: Das Smart Cover ist nicht mehr in Leder erhältlich. Das Smart Case hingegen ausschließlich aus tierischem Material.

Preise, Versionen und Verfügbarkeiten des iPad Air

Unsere Mitbürger dürfen sich freuen: Apple senkt die Preise leicht im Euro-Land. Das iPad Air startet so schon bei 479 Euro (iPad 4 vormals 499 Euro). Weiterer Grund der Beglückung: Der Aufpreis zur nächstgrößeren Version beträgt nur noch 90 Euro – eine durchgehende und proportionale Preissenkung. Zu haben ist das iPad Air ab dem 1. November. Vom Start weg neben Deutschland auch in Österreich und der Schweiz.

Fazit zum iPad Air: Eine gelungene „Luftnummer“

Apple liefert mit dem iPad Air einen würdigen Nachfolger für das iPad der vierten Generation – das Gesamtpaket stimmt. Besonders erfreulich sind hierzulande die leicht günstigeren Preise. Im Gegensatz zum iPhone 5s und iPhone 5c entschließt sich der Hersteller so für eine Kehrtwende. Gibt es Grund zur Kritik?

Ja, allerdings auf hohem Niveau. Der Fingerabdruckscanner Touch ID bleibt vorerst dem iPhone 5s vorbehalten. Wer darauf spekulierte muss sich bis nächstes Jahr gedulden. Das Retina Display erhielt leider keine Verbesserung, die Pixeldichte von 264 ppi bleibt bestehen – eine kleine Enttäuschung. Da bietet das neue iPad mini mit Retina Display schon mehr (326 ppi, wie beim iPhone 5, 5c und 5s).

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