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KI-Bilder erkennen: So will Google dabei helfen

© Getty Images / FotografieLink

Mit KI-Diensten wie ChatGPT kann man nicht nur Texte erstellen. Entsprechende Services bauen aus Wörtern auch Bilder zusammen. Manchmal sehen diese täuschend echt aus und auf den ersten Blick kann man nicht erkennen, ob es sich um ein echtes oder um ein KI-generiertes Foto handelt. Google will helfen, per KI-erstellte Bilder zu identifizieren.

Im Laufe des Jahres sorgte zum Beispiel ein angebliches Foto des Papstes für Aufsehen, das das katholische Oberhaupt in einer sportlich-kirchlichen Daunenjacke gezeigt hat. Mit dem bloßen Auge war das Foto kaum als von einem Computer erstellte Aufnahme zu erkennen. Das Bild wurde mit dem Tool „Midjourney“ generiert. In der Google-Bildersuche will der Suchmaschinengigant mit einer eigenen Künstlichen Intelligenz dabei helfen, solche Fake-Motive von echten Fotos zu unterscheiden.

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Google-Bildersuche: Mit „Über dieses Bild“ mehr über ein Foto erfahren

Bereits seit langem bietet Google in der Bildersuche verschiedene Optionen, mehr über eine Aufnahme zu erfahren. Dank „Google Lens“ kann man inzwischen auch Text auf Fotos erkennen und kopieren sowie übersetzen oder in Online-Shops nach abgebildeten Objekten suchen.

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  • Zukünftig gibt es bei Bildern in dem Suchbereich die Option „Über dieses Bild“. Damit erhält man verschiedene Hintergrundinformationen zum Motiv.
  • Am Smartphone erreicht man die Option, indem man länger auf das Foto drückt. Am PC drückt man auf die rechte Maustaste, wenn sich der Mauszeiger über dem Bild befindet.
  • Über die Option kann man herausfinden, wann das gezeigte Bild das erste Mal in der Bildersuche aufgetaucht ist und ob das Foto erstmals auf der angegebenen Seite oder auch an anderen Stellen im Netz zu finden ist.
  • Zudem gibt es einige Informationen, in welchem Kontext das Motiv auf verschiedenen Seiten eingesetzt wird. So kann man zum Beispiel herausfinden, ob eine Aufnahme aus einer Situation herausgerissen und auf einer Seite falsch eingeordnet wird.
  • Mit der „Über dieses Bild“-Option kann man zudem die Metadaten des Fotos einsehen. So erfährt man, wann und wo das Bild aufgenommen beziehungsweise erstellt wurde. Ist ein Foto bereits einige Jahre alt, kann man davon ausgehen, dass es nicht mit aktuellen KI-Tools erstellt wurde.
  • Google plant den Ausbau eines eigenen Tools zur KI-gestützten Bilderstellung. Die Ergebnisse werden mit einem entsprechenden Hinweis in den Metadaten versehen.
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Wie kann man KI-Bilder erkennen? Auf diese Anzeichen sollte man achten

Auch das neue Google-Werkzeug bietet keine 100-prozentige Sicherheit, manipulierte oder per KI erstellte Bilder zu erkennen. Seid ihr euch bei einem Motiv unsicher, checkt über die Bildersuche gegen, ob ihr es an anderen Stellen findet und was andere Nutzer im Netz dazu sagen. Durch die neuen Tools wird es immer schwieriger, echte Bilder von Fakes zu unterscheiden. Das betrifft nicht nur statische Motive, sondern auch Videos. Aktuell kann man Bilder aus Künstlicher Intelligenz auch noch an anderen Merkmalen erkennen:

  • Vor allem bei Händen tun es sich die Bildergeneratoren noch schwer. So sind oft mehr als 5 Finger an einer Hand zu sehen.
  • Auch mit Zähnen kommen KI-Tools nicht gut zurecht.
  • Bei Körperproportionen vertun sich Tools wie Dall-E oder Midjourney oft und Menschen sehen unförmig aus.
  • Mimik können KI-Tools manchmal noch nicht gut abbilden. Personen schauen auf Tool-Fotos seltsam oder es gibt andere auffallende Merkmale im Gesicht.
  • Bei der Schärfe und Unschärfe gibt es Auffälligkeiten. So sind stellen, die auf Fotos eigentlich scharf sein sollten, auf manchen KI-Fotos unscharf.
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  • Bei Schrift scheitern Bildgeneratoren häufig. Sind Wörter abgebildet, handelt es sich oft um Fantasie-Wörter und falsch geschriebene Begriffe.
  • KI-Generatoren versuchen ein möglichst „perfektes“ Bild zu erstellen. Das heißt, Kleidung, Haare und anderes sehen unrealistisch makellos und geglättet aus.
  • Im Bildhintergrund zeigen sich oft Kuriositäten wie deformierte Objekte.
  • Allgemeine Fehler und Unstimmigkeiten erkennt man auch, wenn man nah an Bildbereiche heranzoomt. Dann zeigen sich zum Beispiel Artefakte, komische Objekte oder etwas anderes Unpassendes.

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