Betrug auf Amazon: So zocken unseriöse Händler Kunden seit Jahren ab

Tuan Le 7

Auf Amazon versuchen Betrüger schon seit Jahren mit der gleichen Masche Kunden um ihr Geld zu bringen – oftmals leider mit Erfolg. Wer aber denkt, dass Amazon effektiv etwas gegen die Machenschaften unternimmt, irrt sich.

Jeder, der häufiger auf Amazon einkauft, hat die vermeintlichen Schnäppchen vermutlich schon einmal gesehen. Ganz oben auf der Liste der Anbieter findet sich bei beliebten Produkten – gerade im Tech-Sortiment – häufig ein ominöser Verkäufer, der kurioserweise einen deutlich billigeren Preis als alle anderen Käufer nennt. Im Anbieternamen findet man dann in der Regel einen Hinweis, der einen dazu auffordert, vor dem Kauf eine bestimmte Email-Adresse zu kontaktieren.

Das dürfte jedem mit normalen Menschenverstand bereits sehr dubios vorkommen, allerdings bewegen dann zahlreiche positive Kundenrezensionen (beziehungsweise der absurd billige Preis für das Produkt) doch immer wieder einige Nutzer dazu, dem Angebot nachzugehen. Dass Betrüger mitunter auch einfach die Online-Shops seriöser Händler kapern, wird dabei außen vor gelassen. Ein geprellter Händler berichtete gegenüber dem Magazin c’t, wie er Opfer eines Kontodiebstahls geworden ist und innerhalb kürzester Zeit gleich 60.000 Fake-Angebote in seinem Amazon-Shop online gestellt wurden. Durch falsche Bestellbestätigungen werden die Nutzer nach Kontaktierung per E-Mail dazu verleitet, das Produkt zu bezahlen. Das Geld landet im Ausland, auf die Ware wartet man selbstredend vergeblich.

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Die Grusel-Hölle der Amazon-Empfehlungen

Black Friday: Hochkonjunktur für Betrüger?

Wirklich raffiniert ist die Betrugsmasche zwar nicht, doch bei der Masse an Transaktionen, die tagtäglich auf Amazon stattfinden, dürfte es immer wieder einige Nutzer geben, die darauf hereinfallen. Wie c’t berichtet, finden die Angriffe schon seit 2013 statt, doch Amazon scheint sich nicht darum zu kümmern. Während man auf Anfrage mitteile, dass man unzulässige Angebote natürlich sperrt, sobald sie gefunden werden, reagiert man auf Anfragen der Verbraucherzentrale NRW sehr wortkarg.

Schließlich könnte Amazon die Kunden eigentlich beim Einkaufen darauf hinweisen, dass sich durchaus auch unehrliche Verkäufer auf der Handelsplattform tummeln und gerade die oben geschilderte Betrugsmasche schon seit Jahren immer wieder auftaucht. Das scheint Amazon aber nicht zu wollen: womöglich, um die eigene Reputation nicht zu gefährden oder neue Kunden nicht zu verunsichern. Jetzt wo die Black-Friday-Angebotswelle langsam aber sicher startet und sich die Betrüger unter die zahlreichen echten Deals mit außergewöhnlichen Preisen mischen, könnten die Betrüger sogar noch mehr Opfer als gewöhnlich finden. Schließlich kann man im Kaufrausch schnell die Sicherheiten außer Acht lassen – es gilt also die Augen offen zu halten.

via heise

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