Fake-Shops bei Amazon erkennen und melden

Martin Maciej

Auch der Online-Handelsgigant Amazon ist vor Betrügern nicht gefeit. Jüngst warnte die Stiftung Warentest, dass sich im Marktplatz von Amazon zahlreiche Onlineshops tummeln, die Käufer um ihr Geld bringen. Käufer gehen bei diesen Fakeshops leer aus und verlieren zudem ihr Geld. Wer also zum Weihnachtsgeschäft, aber auch über das Jahr hinaus nicht auf Abzocker reinfallen will, sollte einige Merkmale beachten, an denen man Fake-Shops bei Amazon erkennen kann.

Bei diesen Fakeshops finden sich begehrte Waren zu sehr günstigen Preisen. Die Zahlung wird per Vorkasse eingefordert. Nach der Bezahlung wird die bestellte Ware jedoch nicht geliefert.

Angebote des Tages bei Amazon *

Wie man Fake Shops erkennt, erfahrt ihr in unserem Video:

So erkennst du Fake Shops.

Fake-Shops bei Amazon: Keine Ware, kein Geld

Nahezu alle Artikel auf der Plattform können nicht nur direkt über Amazon, sondern über den „Amazon Marketplace“ auch von anderen Anbietern verkauft werden. Im Prinzip steht es nahezu jedem Mitglied frei, Artikel unter bestimmten Voraussetzungen bei Amazon zu verkaufen. Dies lockt natürlich auch Betrüger an. So funktioniert die Abzocke bei den Fake-Shops über Amazon:

  • Begehrte und teure Markenartikel werden stark vergünstigt mit Preisen bis zu 50 % unter dem üblichen Marktpreis angeboten.
  • Geht man den von Amazon gewohnten Bestellvorgang durch, erhält man die Meldung, der Artikel sei „leider nicht mehr von dem Anbieter erhältlich.“
  • Zusätzlich findet sich in den betrügerischen Fällen in der Angebotsbeschreibung der Hinweis, man solle sich persönlich mit dem Anbieter in Kontakt setzen. Der Hinweis findet sich häufig im Anbieternamen.
  • Nach der Kontaktaufnahme mit der Angabe persönlicher Daten zur Kaufabwicklung, erhält man eine angebliche Bestellbestätigung. Diese stammt jedoch nicht von Amazon direkt.
  • Häufig wird der Käufer aufgefordert, Geld an ein Konto im Ausland zu überweisen, um das vermeintliche Schnäppchen zu ergattern.
  • Der Kauf wird also in solchen Fällen nicht mehr über Amazon vollzogen, jegliche Sicherheitsmechanismen für den Käuferschutz greifen nicht mehr.
  • In den vergangenen Monaten wurden bereits von Tausenden Fällen berichtet, bei denen Käufer mit leeren Händen und geplündertem Geldbeutel dastanden.

Bilderstrecke starten
9 Bilder
Amazon-Frühlings-Angebote-Woche: Smartphones, AirPlay-Lautsprecher, Monitore u.v.m. im Preis-Check.

So kann man Fake-Shops bei Amazon erkennen

Um zu vermeiden, dass man in die Falle der Fake-Shops bei Amazon tappt, sollte man einige Hinweise beachten:

  • Verkäufer, die den Amazon-Marketplace nutzen, sind dazu verpflichtet, den Kauf über Amazon abzuwickeln. Käufer sollten daher nicht direkt und außerhalb der Amazon-Seite mit Verkäufern in Kontakt treten, wenn z. B. Waren bei Amazon als „ausverkauft“ angezeigt werden.
  • Liegen die Preise stark unter den üblichen Marktpreisen, sollte man skeptisch werden. Ein Blick in das Impressum des Shops sowie die Bewertungen des Anbieters kann bereits helfen, Fake-Shops zu entlarven, gerade dann, wenn überhaupt keine Angaben zum Verkäufer zu finden sind.
  • Waren sollten über die von Amazon vorgesehenen Zahlungsmethoden bezahlt werden. Vermeiden sollte man Vorabüberweisungen oder Zahlungen über einen Bargeldtransferdienst.
  • Im Webangebot der „Watchlist Internet“ findet sich eine stets aktualisierte Liste mit Fake-Shops, die nicht nur bei Amazon aktiv sind und keine bzw. gefälschte Ware liefern.

Amazon logotype printed on cardboard box
Habt ihr die Vermutung, einen nicht-vertrauenswürdigen Anbieter bei Amazon gefunden zu haben, solltet ihr zunächst von einem Kauf absehen. Zusätzlich habt ihr die Möglichkeit, Fake-Shops . Verwendet hierfür das dafür vorgesehene Kontaktformular. Bild: AdrianHancu

Amazon-Echo-Quiz: Welches Modell passt am besten zu dir?

Fünf Modelle hat Amazon von seinen smarten Lautsprechern mittlerweile im Angebot. Zeit für einen Überblick und die Frage: Welcher ist der Richtige für mich? In unserem Quiz findest du es heraus.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA TECH

  • Samsung Galaxy Note 10: So schick könnte das Top-Smartphone mit S Pen aussehen

    Samsung Galaxy Note 10: So schick könnte das Top-Smartphone mit S Pen aussehen

    In wenigen Monaten erwartet uns das Galaxy Note 10 von Samsung. Wie wird das Flaggschiff mit S Pen aussehen? Wenn es nach den hier gezeigten Renderbildern geht, dann erwartet uns ein Smartphone, das uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Gleich zwei Designer haben sich schon Gedanken über das Aussehen gemacht.
    Simon Stich 2
  • Zombies, Run! im Selbsttest: Wie mich Untote zum Laufen motivieren

    Zombies, Run! im Selbsttest: Wie mich Untote zum Laufen motivieren

    Aller Anfang ist schwer und wer sagt, dass es Spaß macht, das Joggen anzufangen, der lügt. Langwierige Jogging-Einheiten zehren an der Lust, sich sportlich zu betätigen. Anders hingegen ist der Ansatz der Laufapp „Zombies, Run!“ – hier läufst du um dein Leben.
    Laura Li Tung
  • Apple, Google, WhatsApp … so habt ihr die Firmenlogos noch nie gesehen

    Apple, Google, WhatsApp … so habt ihr die Firmenlogos noch nie gesehen

    Das Bauhaus – legendäre Schule und Wegbereiter der modernen Formensprache in den Bereichen der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert – feiert 2019 seinen 100. Geburtstag. Wie hätten die einstigen Gestalter aus Weimar die Logos der Tech-Firmen von heute (Apple, Google, WhatsApp und Co.) skizziert? Wir liefern die Antwort.
    Sven Kaulfuss
* Werbung