Google Maps 3D

Marco Kratzenberg

Das Feature „Google Maps 3D“ liegt irgendwo zwischen Street View und Google Earth. Einige ausgesuchte Städte werden in einer zoombaren, dreidimensionalen Ansicht gerendert. Wie ihr das 3D-Feature aktiviert, lest ihr hier.

Für Google Maps 3D wurden Gebäudeaufnahmen von allen Seiten zu einer nahtlosen Ansicht zusammengesetzt. Das Ergebnis ist eine Vogelperspektive, in der ihr euch frei bewegen könnt. Seht euch die Straßen aus der Luft an, als würdet ihr darüber hinwegfliegen. Ihr könnt die Ansicht zoomen und drehen.

ISS Street View – Teaser.

Google Maps 3D zeigt verpixelte Häuser als Klarbild

Der Google-Kartendienst Street View ist in Deutschland nie richtig zum Zug gekommen. Zu viele Deutsche haben das Angebot genutzt, ihre Wohnadresse in den Bildern unkenntlich machen zu lassen. Oft genug war die Argumentation, dass man Einbrechern nicht die Arbeit erleichtern will, indem man ihnen Position und Zustand aller Fenster und Türen zeigt. Daraufhin entschied sich Google, keine weiteren Aufnahmen mehr zu machen, das Projekt in Deutschland einzustellen und nicht weiter zu pflegen.

Wie sich jetzt herausgestellt hat, gibt es ja auch ganz andere Möglichkeiten, wie Einbrecher mit Hilfe von Google ihre Tatorte ausspähen können. Der Trick heißt Google Maps 3D.

So wie es aussieht, hat Google die Energie lieber in neue Projekte gesteckt und mit Google Maps 3D eine bundesweite Darstellung aller Flächen geschaffen. Das Problem: Was bei Street View nur verpixelt zu sehen ist, kann bei Google Maps klar und deutlich betrachtet werden – sogar von allen Seiten. Vermutlich können die Bewohner nichts dagegen tun, denn schließlich ist nicht Google der Ersteller der Bilder und gegen Satelliten kann man sich nicht wehren.

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11 Tipps, um Google Maps als Reiseführer einzusetzen.

Google Maps 3D aktivieren

Die 3D-Ansicht in Google Maps ist ein Feature, das ihr nur im Browser nutzen könnt. Allerdings ist Google Maps 3D ja sowieso eine Mischform aus Google Maps, Street View und Google Earth. Diese drei unterschiedlichen Ansichten wurden auf dem Handy auf drei verschiedene Apps verteilt. In der App Google Maps bekommt ihr die 3D-Perspektive nicht, dafür aber in Google Earth. Auf dem Computer, im Browser, befinden sich diese Ansichten allerdings unter einer Oberfläche – man muss sie nur finden.

Wenn ihr eine Stadt gefunden habt, die es auch in 3D-Ansicht gibt, dann habt ihr mehrere Möglichkeiten der Umschaltung. Generell funktioniert die Google-Maps-3D-Ansicht nur im Satellitenbild-Modus! Jede Kartenansicht müsst ihr also erst einmal mit einem Klick auf die Schaltfläche „Satellit“ umschalten, die ihr unten links in der Karte findet.

Dabei ändert sich auch rechts unten das Feld mit den Schaltflächen und neben dem „Street View-Männchen“ seht ihr dort jetzt auch das Icon „3D“. Nicht alle Städte könnt ihr in 3D betrachten. Zwar bietet euch Google Maps immer die Umschaltung auf eine 3D-Ansicht an, aber das Ergebnis ist in den meisten Fällen nur eine geneigte, flache Karte. Im Grunde also ein „3D ohne 3D“.

google-maps-ohne-3d

Während ihr dann in die Ansicht hineinzoomt – mit dem Mausrad oder Klicks auf das Pluszeichen unten rechts – wird die Ansicht schrittweise gerendert. Das geschieht bisweilen ziemlich langsam und so sieht der Kölner Dom währenddessen aus, wie eine x-beliebige Kirche in einem schlechten Videospiel.

In der Google-Maps-3D-Ansicht zoomen und bewegen

Mehr Spaß macht das Ganze mit der Maus und Tastatur. Haltet einfach die Taste STRG gedrückt, während ihr mit der Maus in die 3D-Ansicht klickt und – bei gedrückt gehaltener Maustaste – die Ansicht zieht, kippt und dreht. Wie das am besten klappt, habt ihr nach wenigen Augenblicken raus.

Tipp: Um möglichst weit in die Ansicht hinein zu zoomen, blickt zu Anfang senkrecht von oben in die Ansicht.

Street View und Google Maps 3D – Unterschied

Im Jahr 2009 begann Google damit, größere Städte mit den Kamerawagen aufzunehmen. Ende 2010 waren erste deutsche Städte online verfügbar. Allerdings gab es wohl in keinem Land derartig viele Löschanfragen von Leuten, die ihr Haus nicht in Street View sehen wollten. Deshalb hat Google 2011 verkündet, dass die weitere Abdeckung Deutschlands beendet würde und das bestehende Bildmaterial auch nicht mehr aktualisiert wird.

Das wird mit Google Maps 3D sicher nicht passieren, denn hier gibt es einen großen Unterschied: Bei Google Street View handelt es sich um scharfe, detaillierte und zoombare Fotografien, die gewissermaßen „bis in die Fenster“ hineinsehen. Google Maps 3D ist da ganz anders. Hier handelt es sich um maschinell gerenderte, zusammengeschnittene und relativ unscharfe Aufnahmen, die insgesamt immer etwas künstlich aussehen. Außerdem schwebt der Betrachter ziemlich hoch über dem Stadtbild und sieht tatsächlich alles aus der Vogelperspektive.

Ein weiterer Unterschied ist allerdings eher ein Vorteil. Google Street View sieht sich die Gebäude nämlich immer von der Straße aus an und so seht ihr eben nur die Front der Häuser. Google Maps 3D setzt sich aus Luftaufnahmen zusammen und das bedeutet, dass ihr auch in Höfe und Gärten gucken und auch die Häuser von hinten ansehen könnt.

Quiz mit Google Maps: Erkennst du diese Geek-Orte?

Na, bist du der „Ober-Geek“ und hältst die Beschriftung in Google Maps für unnötig? Schließlich hast du den Kennerblick und identifizierst jedes wichtige Gebäude anhand einer einzigen Satellitenaufnahme. Dann teste dich jetzt und beweise es!

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