Raspberry-Pi-Betriebssysteme: Raspbian, Ubuntu Mate, Windows 10 IoT und Co. im Vergleich

Robert Schanze

Für den Raspberry Pi gibt es mehrere Betriebssysteme wie Raspbian, Ubuntu Mate und Windows 10 IoT, die ihr installieren könnt. Wir zeigen euch in diesem Artikel Raspberry-Pi-Betriebssysteme im Vergleich und welche ihr auch auf dem Raspberry Pi 2 und 3 nutzen könnt.

Video | Raspberry-Pi-Betriebssysteme: Noobs installieren

Raspberry Pi: Noobs installieren.

Tipp: Ein Vergleich von Raspberry Pi 1, 2 und 3 findet ihr hier: Raspberry Pi 3 vs. 2 vs. 1 – Unterschiede im Vergleich.

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Das beste Zubehör für den Raspberry Pi: So holt ihr noch mehr aus dem Mini-PC heraus

Raspberry-Pi-Betriebssysteme mit Noobs

Die wohl einfachste Art und Weise, um auf dem Raspberry Pi ein Betriebssystem zu installieren ist der Installationsassistent Noobs. Er steht für „New Out Of The Box Software“ und ist vor allem für Anfänger geeignet. Daher wird damit auch eine Anlehnung an den Begriff Noob gemeint sein: Noob: Eine Begriffserklärung.

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Mit dem Installationsassistenten Noobs könnt ihr relativ einfach Linux-Distributionen auf eurem Raspberry Pi installieren, wie unter anderem:

  • Archlinux
  • OpenELEC
  • Pidora
  • RaspBMC
  • Raspbian
  • RiscOS

Info: Noobs könnt ihr hier als ZIP-Datei herunterladen. Die Offline-Version lässt sich auch ohne Internet-Anschluss installieren und ist als ZIP etwa 1 GB groß. Entpackt die Inhalte einfach auf einer als Fat-32-formatierten SD-Karte. Steckt sie danach in den Raspberry Pi und wählt nach dem Start das zu installierende Betriebssystem aus. Für den Raspberry Pi 2 benötigt ihr eine MicroSD-Karte.

Raspberry-Pi-Betriebssysteme: Raspbian

Raspbian ist das offizielle Betriebssystem für den Raspberry Pi. Ihr könnt es entweder wie oben beschrieben mit Noobs installieren oder direkt als ZIP-Datei von raspberry.org herunterladen.

Raspbian hat folgende Eigenschaften:

  • Die grafische Oberfläche basiert auf LXDE.
  • Das Betriebssystem ist etwa 3 GB groß.
  • Es basiert auf dem Debian-8-System.

Raspberry-Pi-Betriebssysteme: Ubuntu Mate für Pi 2 und 3

Ubuntu Mate ist wie der Name schon sagt eine Ubuntu-Variante für den Raspberry Pi 2 und 3. Sie erinnert auf den ersten Blick an die Desktop-Umgebung von Linux Mint.

Hier können bestimmte MicroSD-Karten aber zum Flaschenhals werden was Geschwindigkeit angeht. Die Entwickler empfehlen mindestens eine Class 6, besser noch, eine Class 10 MicroSD-Karte wie die .

  • Ubuntu Mate ist an Ubuntu angelehnt.
  • LibreOffice lässt sich mit Ubuntu Mate auf dem Raspberry Pi nutzen.

Ihr könnt Ubuntu Mate für den Raspberry Pi hier downloaden.

Raspberry-Pi-Betriebssystem: Windows 10 IoT für Pi 2 und 3

Windows 10 IoT ist Microsofts Betriebssystem für kleine Geräte wie den Raspberry Pi. Es lässt sich auf dem Pi 2 und Pi 3 installieren. Was ihr mit dem Betriebssystem anstellen und wie ihr es installieren könnt, erfahrt ihr im Artikel: Raspberry Pi 2: Windows 10 installieren – So geht’s.

Ihr könnt Windows IoT hier herunterladen: Windows 10 IoT Core.

Raspberry-Pi-Betriebssystem: Risc OS

Risc OS ist ein schlankes, komplettes Desktop-Betriebssystem für den Raspberry Pi 1 und 2, dass innerhalb von Sekunden booten kann. Nach der Installation des Betriebssystems müsst ihr Internetzugriffe zunächst erlauben. Dann könnt ihr über den Paketmanager neue Software herunterladen.

Eine Besonderheit von Risc OS ist die recht untypische Bedienung: Statt Dateien aus einem Programm zu öffnen, öffnet ihr zunächst das Verzeichnis der Datei und zieht diese in das Programm. Zum Speichern wird wieder ein Icon angezeigt, das ihr in den Ordner schiebt, in dem ihr die Datei speichern wollt.

Risc OS könnt ihr für den Raspberry Pi hier herunterladen.

Raspberry-Pi-Betriebssysteme: OpenELEC, RaspBMC und XBian

Die Betriebssysteme OpenELEC, RaspBMC und XBian sind Media-Center-orientiert. Nach den Bootvorgang wird XBMC ausgeführt (Xbox Media Center), mittlerweile auch unter dem Namen Kodi bekannt. Damit könnt ihr Videos und Musik abspielen, sei es lokal, über das Netzwerk oder per Stream.

Die Unterschiede der drei Pi-Betriebssysteme ist eher marginal:

  • OpenELEC startet sehr schnell.
  • RaspBMC und XBian lassen sich einfacher erweitern.
  • XBian nutzt recht aktuelle Software.

Ihr könnt die Betriebssysteme mit Noobs installieren.

Raspberry-Pi-Betriebssysteme: Pidora

Pidora ist eine Version der Linux-Distribution Fedora für den Raspberry Pi. Pidora ist eher für Fortgeschrittene gedacht. Anfangs erwies sich die Raspberry-Pi-Version als zu langsam. Mittlerweile wurden die Probleme aber behoben. Da das Betriebssystem recht Ressourcen-hungrig ist, solltet ihr es auf Pis ab 512 MB RAM nutzen.

Fast alle Software-Pakete von Fedora stehen auch für Pidora zur Verfügung, mit Ausnahme einiger Video- und Audio-Codecs. Wenn ihr den Pi für Multimedia nutzen wollt, empfiehlt sich daher eher Raspbian. Ihr könnt Pidora über den Installationsassistenten Noobs installieren.

Raspberry-Pi-Betriebssysteme: Arch Linux

Arch Linux ist noch weniger für Anfänger geeignet als Pidora: Das Raspberry-Pi-Betriebssystem verzichtet gänzlich auf eine grafische Benutzeroberfläche. Ihr bedient es stattdessen per Kommandozeile. Profis bauen damit allerdings ihr eigenes Linux auf. Um Pakete zu installieren könnt ihr den GUI-Paketmanager Pacman nutzen. Über ihn könnt ihr auch eine grafische Benutzeroberfläche installieren.

Arch Linux könnt ihr über Noobs installieren, wie oben beschrieben.

Welchen Raspberry Pi verwendet ihr?

Welches Raspberry-Modell kommt bei euch zum Einsatz? Zählt ihr zu den Pi-Anhängern der ersten Stunde oder seid ihr erst seit Kurzem dabei? Verratet es uns in der GIGA-Umfrage und erfahrt, welche Geräte die anderen Leser verwenden!

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