Portable Software: Was ist das?

Thomas Kolkmann

Über den Begriff Portable Software oder Portable Version ist sicher schon jeder beim Download eines Programms gestolpert. Aber was hat es mit der portablen Software eigentlich auf sich? In diesem Ratgeber klären wir, was den Unterschied zwischen Portable und der herkömmlichen Version eines Programms ausmacht.

Bevor wir jedoch klären, was eine Portable Version eines Programms ist, sollten wir vielleicht vorher noch einen berühmten Trugschluss beiseiteräumen. Bei der heutigen von Smartphones regierten Welt liegt die Assoziation natürlich nahe, dass Portable Software einfach den Smartphone-Ableger eines Programms darstellt. Dies ist jedoch nicht der Fall.

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Was ist Portable Software?

Portable Software wird unter anderem auch Standalone-Software oder Stick-Ware genannt. Der große Vorteil von portabler Software ist, dass sie im Normalfall nicht installiert werden muss und so auch von einem USB-Stick von jedem Rechner aus genutzt werden kann. Dabei kann der Nutzer auf jedem Rechner auf seine Einstellungen zurückgreifen. So könnt ihr beispielsweise dasselbe Programm mit den eigenen Präferenzen auf dem Heimrechner, Laptop und auf der Arbeit verwenden, ohne die Einstellungen drei Mal anpassen zu müssen.

Portable Software hinterlässt im Idealfall so auch keine Spuren wie Einträge in der Registry. Darüber hinaus funktionieren die meisten portablen Versionen von Programmen auch ohne Administratorrechte. Das bedeutet auf der einen Seite, dass die Software zwar keinen direkten Zugriff auf die Hardware und gewisse Systemkomponenten hat. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass man die portablen Programme auf Rechnern ausführen kann, auf denen man keine Berechtigung zur Installation von Software hat.

Portable Software – Was sind die Nachteile?

Die Nachteile von portabler Software sind so unterschiedlich, wie die Programme selbst. So gibt es portable Versionen von Browsern, E-Mail-Programmen, Media Playern oder Office-Suiten, die nahzu keine Nachteile aufweisen.

Bei anderen Programmen muss man kleinere Abstriche machen, da einzelne Funktionen ein Administratorrecht benötigen würden oder einfach aus Speicherplatzgründen gekappt wurden. Zuletzt gibt es auch portable Versionen von Programmen, die eigentlich tief ins System eingreifen müssen, wie beispielsweise Anti-Viren-Software. Hier ist die portable Version oft nur sehr begrenzt und sollte nicht als alltägliche Alternative zur herkömmlichen Version genutzt werden.

Bildquellen:Defence Imagery

Weitere Themen: Thunderbird Portable, Firefox Portable, LibreOffice Portable, CDBurnerXP Portable, Skype Portable, VLC Media Player Portable, Portable Apps

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