Dirty Talk ist eine Kunst des Liebesspiels, die vielen Menschen schwer fällt, weil sie fürchten, sich lächerlich zu machen und nicht so genau wissen, was sie überhaupt sagen sollen. Mit diesem Ratgeber wollen wir euch ermuntern, euren Partner mit verbaler Erotik zu bezaubern und eurer Lust auch sprachlich freien Lauf zu lassen. 

Dirty Talk: Ihr wollt es doch auch & hier könnt ihr`s lernen!

Das digitale Gegenstück zum Sexting ist Dirty Talk. Während ihr beim Sexting vielleicht den Vorteil habt, dass ihr befreiter an die Sache herangehen könnt, liegt der Vorteil des Dirty Talks in seiner Flüchtigkeit. Selbst wenn ihr euch bis auf die Knochen blamiert, wird es wenigstens nicht auf WhatsApp oder im Netz die Runde machen und euch das ganze Leben lang verfolgen. Also habt Mut und probiert es einfach mal aus! Wir hoffen, dass euch die folgenden Tipps dabei optimal unterstützen.

1. Locker machen – Scham abbauen

Jenseits von „Mach`s mir“ und „Nimm mich“ haben viele Deutsche ganz grundsätzlich das Problem, nicht frei und deutlich über Sex sprechen zu können. Die Frage: „Was gefällt Dir denn besonders gut?“ löst oft auch unter vertrauten Partnern minutenlanges Schweigen aus. Wenn ihr bislang ein Leben in stummer Sexualität verbracht habt, könnt ihr nicht erwarten, dass ihr euch binnen Sekunden zum Dirty Talk-Profi entwickelt. Daher ist es sehr nützlich, wenn ihr zunächst für euch alleine übt. Dabei findet ihr auch heraus, ob ihr mehr der devote oder dominante Typ seid.

2. Stöhnen üben

Ihr könnt es „trocken“ proben oder beim Masturbieren. Testet verschiedene Lautstärken und Geräusche – vom kleinen Lustseufzer zum inbrünstigen Stöhnen. Was hört sich für euch gut an? Was findet ihr lächerlich? Ihr könnt auch ein paar Pornos anschauen und darauf achten, welche Geräusche euch besonders animieren und diese dann imitieren.

Frau stöhnt beim sex dirty talk ist ganz leicht

3. Lernt eure Stimme kennen

Wenn ihr eure verbal-erotischen Aussagen in derselben Stimmlage zum Besten gebt, mit der ihr euren Partner bittet, den Hamsterkäfig zu reinigen, geht der Charme des Ganzen schnell flöten. Probiert einfach mal verschiedene Stimmlagen und Betonungen aus, bis es euch selbst gefällt.

dirty talk übt man am besten auch vorher mal alleine

4. Konkrete Sätze

Ihr müsst nicht originell sein – dürft ihr aber natürlich. Für den Anfang ist es aber leichter, sich aus dem bestehenden Repertoire, dass sich die Menschheit im Laufe ihrer Entwicklung erarbeitet hat, zu schöpfen. Was würdet ihr gerne selbst hören? Was auf keinen Fall? In diesem Artikel findet ihr weiter unten auch eine kleine Liste mit Beispielsätzen. Es müssen aber nicht immer vollständige Sätze sein – Grammatik ist im Bett nicht so entscheidend. Ihr könnt auch mit einfachen Wörtern beginnen, das erleichtert auch den Einstieg. „Ohhhja“, „Geil“, „mach weiter“, „genau so“, „Oh Gott!“ haben auch ihre Wirkung.

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5. Lest erotische Literatur

Unser erotischer Wortschatz ist oftmals verkümmert, weil wir ihn selten oder gar nicht nutzen. Literatur kann euch in dieser Hinsicht inspirieren. Einige Empfehlungen:

6. Mimik üben

Dirty Talk kann einem gerade zu Beginn äußerst albern vorkommen. Daher solltet ihr auch eure Mimik ein wenig üben, denn ein verschmitztes Grinsen könnte die Wirkung eurer Worte ungewollt konterkarieren. Lächeln ist kein Problem, aber es sollte eben eher lustvoll-frivol aussehen. Je ernsthafter ihr bleibt, umso größer wird die Wirkung eurer Worte sein.

zum dirty talk gehört auch eine gewisse ernsthaftigkeit

7. Klein anfangen

Wenn ihr euch nach diesen Vorbereitungen ausreichend fit fühlt, könnt ihr euch an die sexuelle Interaktion und den Dirty Talk mit dem Partner wagen. Fangt aber erst mal klein an und macht ihm Komplimente. „Du siehst fantastisch aus“, „Ich liebe deine weiche Haut“, „Es gibt nichts Schöneres, als mit dir zusammen zu sein“ – alles, was eurem Gegenüber zeigt, dass ihr ihn/sie erotisch, attraktiv und sexy findet.

8. Dirty Talk: Was man alles sagen kann

Was ihr eurem Partner beim Dirty Talk zuflüstert muss nicht immer ultra-versaut und ab 18 sein. Ihr müsst eure eigenen Grenzen und die des Partners ausloten. Wir alle haben unsere Erfahrungen gesammelt und es gibt Dinge, die wir nicht hören wollen, Wörter, die uns ekeln, usw. Achtet darauf, wie eure Aussagen beim anderen ankommen, es geht ja darum die Leidenschaft und Lust zu vergrößern und nicht abzuturnen und zu brüskieren. Hier einige sanfte Beispielsätze:

  • Ich liebe es, wenn du mich küsst/streichelst/massierst…
  • Du siehst soo sexy aus!
  • Dein Geruch macht mich verrückt.
  • Ich liebe es, dich nackt zu sehen.
  • Ich will dich so sehr, mach mit mir was du willst.

Klassiker, die nahezu immer ziehen:

  • Ohhhjahh, tiefer, ich will dich ganz tief in mir spüren.
  • Fass mich hier an / Mach dies und das / Besorg es mir so oder so
  • Keine/r erregt mich so wie du.

ein paar beim dirty talk im bett wichtig ist beim dirty talk dass keine grenzen überschritten werden

Falls euch mal nichts einfällt und ihr trotzdem gerne ein paar schmutzige Sachen beim Sex sagen wollt, könnt ihr auch einfach beschreiben, was ihr gerade tut: Ich nehme jetzt deinen Schwanz ganz tief in den Mund/lecke dich zum Orgasmus/usw. Solange ihr dabei nicht klingt wie ein Kommentator bei der Bundesgartenschau kann dies sehr wirkungsvoll sein. Seid ihr gemeinsam auf dem Heimweg können im Vorfeld verbalisierte Sex-Fantasien auch sehr animierend wirken, so zum Beispiel: Ich träume davon, es mit dir auf der Bahnhofstoilette/im Park/Fahrstuhl/usw. zu tun oder: Wenn wir gleich zuhause sind, werde ich dich…

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Ganz wichtig ist: Ihr müsst nichts machen, was ihr nicht wollt und ihr dürft auch euren Partner nicht überfordern. Lasst es langsam angehen und sagt sofort, bzw. im Anschluss an den Sex, dass euch dieses oder jenes zu viel war, nicht gefallen hat oder grenzüberschreitend war. Dirty Talk soll der Steigerung der Lust und des Wohlbefindens dienen!

Bilder via Shutterstock.com

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