So kann man ohne große Probleme einen PC fernsteuern

Das kennt jeder, der ein bisschen mehr Ahnung vom Computer hat, als der durchschnittliche Bürotipper: Ich hab da ein Problem. XYZ geht nicht mehr. Kannst Du mir helfen? Und am besten soll man dann sofort helfen – beim Freund. Da wäre es doch nett, wenn man seinen PC fernsteuern könnte, oder?

So kann man ohne große Probleme einen PC fernsteuern

Und selbstverständlich geht das. Sogar so einfach, dass auch der “dümmste anzunehmende User” (DAU) damit zurechtkommt. Anstatt nun am Telefon zu versuchen, einen totalen Laien durch die Programme und Menüs von Windows zu führen und immer wieder nachzufragen, ob er den letzten Schritt schon gemacht hat und dasselbe sieht, übernimmt man am entfernten PC einfach die volle Kontrolle.

Einen PC fernsteuern: Das Prinzip Teamviewer

Das vermutlich beste und unkomplizierteste Tool, um einen PC zu fernsteuern, dürfte TeamViewer sein. Für Privatanwender kostenlos, stellt es eine echte Fernwartung dar, die sogar mit ansonsten zickigen Routerkonfigurationen und Firewalls zurechtkommt. Jeder der beiden Teilnehmer einer solchen PC Fernsteuerungs-Sitzung benötigt ein Programm des Anbieters, das er auf seinem Rechner starten muss. Dazu reicht beim “Zielrechner” ein kleines Empfangsprogramm aus, das die Fernsteuerungsanfrage der anderen Seite annimmt und dann der anderen Seite die Regie überlässt.

Wir haben also einen ferngesteuerten PC, den Zielrechner. Und einen steuernden PC. Nennen wir ihn mal die Zentrale. Das Empfangsprogramm, wahlweise aber auch das volle Hauptprogramm, wird auf dem Zielrechner gestartet. Das ist eine einzelne Datei, die ohne jegliche Installation genutzt werden kann. Es empfiehlt sich, das Programm leicht erreichbar auf den Rechnern von Papa, Mama oder dem DAU-Freund abzulegen. Alles was die dann im Ernstfall noch tun müssen, ist anzurufen und das Programm zu starten.

Nach dem Start des kleinen Tools bekommt unser Freund eine neunstellige ID sowie ein vierstelliges Passwort angezeigt. Beides muss er uns geben. Denn mit der ID erreichen wir seinen Rechner und das Passwort verhindert, das einfach ein Fremder die Kontrolle übernehmen kann. Ohne Passwort könnte man ja einfach beliebige, neunstellige Zahlencodes durchprobieren und gucken, wo man landet.

Den PC wirklich fernsteuern: TeamViewer in Aktion

Im Ernstfall läuft das also, wie eben beschrieben. Auf unserem Rechner, der Hauptzentrale, starten wir die TeamViewer-Vollversion und werden nun nach der Partner-ID des Zielrechners gefragt. Nachdem wir diese eingetragen haben, fragt uns das Programm noch nach einem Passwort. Und dann sehn wir plötzlich den Monitorinhalt der anderen Seite bei uns. Die Partner-ID bleibt übrigens immer gleich, aber das Passwort ändert sich jedes Mal.

Nun können wir den Rechner ebenso benutzen, als säßen wir direkt davor. Wir können Programme starten. Mit der Maus bedienen und Tastatureingaben machen. Wir können sogar den Rechner aus der Ferne neu starten oder herunterfahren. Ist die Vollversion auf dem Zielrechner installiert, so kann man auch ein eigenes, dauerhaftes Passwort vergeben und TeamViewer im Hintergrund auf Befehle warten lassen. Das ist nützlich, wenn man seinen eigenen Rechner hin und wieder erreichen muss, wenn man nicht zuhause ist. Selbst Dateiübertragungen zwischen den Rechnern sind möglich. So kann man sich also von zuhause wichtige Dateien holen oder dem Freund ein Diagnosetool rüberschieben.

Der gesamte Verkehr läuft in diesem Fall übrigens nicht auf direktem Wege zwischen den beiden beteiligten Rechnern. Wenn wir einen PC fernsteuern, dann stellen die beiden TeamViewer-Clients eine Verbindung zu den TeamViewer-Servern her und diese stehen als Mittelmann im Zentrum der Verbindung. Das soll der Sicherheit dienen und man kann nur hoffen, dass niemand das missbraucht.

Zum Thema: Gute und kostenlose VNC Clients im Überblick (Windows und Android)

Weitere Themen: TeamViewer Portable, TeamViewer

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