WhatsApp hacken und Nachrichten überwachen am PC, iPhone und Android: Vorsicht vor Fallen

Martin Maciej

WhatsApp findet sich auf nahezu jedem aktuellen Smartphone wieder. Der Messaging-Dienst hat die gute alte SMS fast in Vergessenheit geraten lassen. Da über den Messenger Nachrichten aller Art verschickt werden, machen sich eifersüchtige Ex-Freunde, besorgte Mamis und Co. häufig Gedanken, wie man WhatsApp hacken kann, um Nachrichten anderer Personen mitlesen zu können.

WhatsApp hacken und Nachrichten überwachen am PC, iPhone und Android: Vorsicht vor Fallen

Bei der Suche nach einem WhatsApp-Hack gelangt man dabei nicht selten selbst in die Fänge von Cyber-Betrügern.

WhatsApp ausspionieren.

Versuchtes WhatsApp-Hacken kann teuer werden

In der Vergangenheit gab es immer wieder funktionierende Wege, über die man Nachrichten bei WhatsApp mitlesen konnte. Durch regelmäßige Updates wurde diesen Hacks jedoch ein Riegel vorgeschoben. Seit kurzem setzt WhatsApp auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, um ein Abgreifen von Daten durch Hacker noch schwerer zu gestalten.

Sucht man nach einem WhatsApp-Hack als Download, wird man auf den ersten Blick an vielen Stellen im Netz erfolgreich fündig. Die Tools versprechen dabei einiges. So soll man von Nachrichten, über Standorten bis hinzu Anrufen alles mithören und -lesen können, was der WhatsApp-Verlauf so hergibt. Doch in der Regel bekommt man bei der Suche nach einem WhatsApp-Hack nicht das, was man sich wünscht, sondern tappt selber in eine Falle.

  • Bevor man das angebliche WhatsApp-Hack-Tool herunterladen kann, muss man nicht selten an einem vermeintlichen IQ-Test teilnehmen, sich für ein Gewinnspiel anmelden, eine andere App, z. B. ein Spiel herunterladen oder eine Umfrage beantworten.
  • Was nur im „Kleingedruckten“ ersichtlich ist: Man tappt auf diesem Weg in eine Abofalle oder holt sich selber Trojaner und Viren auf das Smartphone bzw. den PC.
  • Um dubiose Angebote schnell ausfindig zu machen, sollte man auf das „Web of Trust“-Plugin im Browser setzen. Dieses zeigt nach einem Ampelsystem die Vertrauenswürdigkeit einer Seite an. Webseiten, die einen „WhatsApp-Hack“-Download versprechen, sind in der Regel noch unbewertet oder es findet sich eine rote Ampel als Warnung vor einer unsicheren Seite.

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WhatsApp hacken und Nachrichten abgreifen: Geht das?

An anderer Stelle finden sich im Netz zwar funktionierende, aber nicht effektive Anleitungen für das Hacken eines fremden WhatsApp-Accounts. Die Übernahme des anderen Accounts funktioniert über die Verifizierung, vorausgesetzt wird jedoch, dass man zumindest kurzzeitig Zugriff auf das fremde Gerät hat und die Telefonnummer kennt (Quelle: Avira-Blog).

  • Bei der Einrichtung von WhatsApp muss eine Telefonnummer eingegeben werden.
  • Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um die Nummer der SIM im Smartphone handeln.
  • An dieser Stelle kann also die Rufnummer des zu übernehmenden Accounts eingetragen werden.
  • An das Gerät, auf welchem die Nummer für WhatsApp bereits registriert ist, wird ein Freischaltcode geschickt.
  • Ist man in Besitz des Geräts, kann der Code abgegriffen werden, um die Nummer auf dem eigenen Gerät einzurichten.
  • Neue Nachrichten gelangen so nicht mehr auf das alte Gerät, sondern auf das neue Smartphone.
  • Dieser WhatsApp-Hack ist jedoch nicht sehr effektiv. WhatsApp kann mit einer Nummer immer nur auf einem Gerät aktiviert werden. Nimmt die Person ihr Smartphone wieder in die Hand, wird der Hack offenbart. Richtet man WhatsApp auf dem Gerät neu ein, wird die Verbindung zum alten Smartphone wieder gekappt.

Allgemein ist das Mitlesen von Chats, ganz gleich, ob bei WhatsApp, Facebook oder anderen Messaging-Tools, ohne Einverständnis der überwachten Person nicht legal.

Bildquellen: gualtiero boffi

Wie WhatsApp-süchtig bist du? (Quiz)

An WhatsApp kommt kaum noch jemand vorbei. Zeige uns, ob WhatsApp bei dir zum "täglich Brot" gehört und du ohne den Messenger nicht mehr leben kannst, oder ob WhatsApp dir eigentlich völlig wumpe ist.

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