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Kleinanzeigen: „Direktkauf wurde bestätigt“ – Vorsicht vor solchen Nachrichten!

© Getty Images / Liubomyr Vorona

Beim Kleinanzeigen-Portal kann man zwar Geld durch den Verkauf alter Sachen erhalten, allerdings auch leicht etwas verlieren. Immer wieder tummeln sich schließlich Betrüger auf dem Verkaufsportal herum. Dabei gibt es verschiedene Maschen. Verkäufer sollten zum Beispiel vorsichtig sein, wenn sie eine Chat-Nachricht erhalten, die mit den Worten „Der Direktkauf wurde bestätigt“ beginnt.

 
ebay Kleinanzeigen
Facts 

Eigentlich wollte man das Kleinanzeigen-Portal durch die neue interne Kauf-Funktion sicherer machen. Nutzer können darüber Artikel direkt kaufen und bezahlen. So müssen Verkäufer keine Bezahldaten wie Kontonummern oder PayPal-Adressen an Fremde weitergeben. Betrüger versuchen aber, diese eigentlich sichere Kaufoption zu unterwandern, um ohne Zahlung an Produkte zu gelangen oder persönliche Daten wie Kreditkartennummern und E-Mail-Adressen zu stehlen.

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„Direkt kaufen“ bei Kleinanzeigen: Vorsicht vor Betrug

Wird ein Artikel über die „Direkt kaufen“-Option bei Kleinanzeigen gekauft, erhält man darüber eine Mitteilung. Diese Nachricht wird auch in der Chat-Übersicht angezeigt. Betrüger verschicken manchmal aber Mitteilungen mit Fake-Bestätigungen. Die Texte lauten dann zum Beispiel so:

Der „Direktkauf“ wurde bestätigt. Der Käufer hat Ihr Produkt mit Lieferung gekauft.
Sie können nun den Betrag für die Ware + Kosten erhalten. (zu zahlen durch den Käufer)
*1. Geben Sie Ihre aktuelle E-Mail-Adresse im Chat ein, das System wird Ihnen eine Auftragsbestätigung schicken.
*2. Verkaufen Sie diesen Artikel nicht an andere Käufer und informieren Sie diese, dass der Artikel bereits verkauft wurde.
Anschrift: xy.“

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Auf solche Chat-Nachrichten solltet ihr nicht reagieren!

kleinanzeigen-betrug
So sieht ein Betrugsversuch aus. (Bildquelle: Screenshot GIGA)

In der Kleinanzeigen-App teilt der Anbieter ganz oben in einem Hinweis mit, dass für das „Sichere bezahlen“ keine persönlichen Daten wie eine E-Mail-Adresse an Käufer mitgeteilt werden sollten.

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Kleinanzeigen: „Der Direktkauf wurde bestätigt“ – das ist ein Fake

Auf den ersten Blick sieht das nach einer vertrauenswürdigen Nachricht aus, wie man sie auch vom Kleinanzeigen-System erwarten würde. Dennoch lauern hier einige Fallen:

  • Nachrichten dieser Art gehen als normale Chat-Nachricht ein. Sie unterscheiden sich also nicht von den gewöhnlichen Chat-Mitteilungen, die man von Kleinanzeigen-Nutzern erhalten würde.
  • Eine Kaufbestätigung über das „Direkt kaufen“-System unterscheidet sich optisch hingegen von normalen Chat-Mitteilungen.
  • Oft bekommen Nutzer diese Nachricht direkt, nachdem sie einen Artikel zum Verkauf eingestellt haben.
  • Es sind sowohl ein Name als auch eine Anschrift vorhanden. Die persönlichen Daten lassen also zunächst darauf schließen, dass es sich um eine echte Kaufbestätigung handeln müsste.
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„Direkt kaufen“-Nachrichten sind oft Fallen

Bekommt man so eine Nachricht im Kleinanzeigen-Chat, liegt aber sehr wahrscheinlich ein Betrugsversuch vor. Es handelt sich nicht um eine offizielle Kaufbestätigung. Viele Kleinanzeigen-Nutzer erhalten so eine Fake-Bestätigung sogar, obwohl die „Direkt kaufen“-Option für den Artikel gar nicht aktiviert wurde. Welche Gefahren ergeben sich?

  • Der Verkäufer wird aufgefordert, seine E-Mail-Adresse im Chat-Fenster einzugeben. Dorthin soll eine „Auftragsbestätigung“ verschickt werden. Ist man allerdings für das „Direkt kaufen“-System registriert, ist dort bereits die benötigte E-Mail-Adresse hinterlegt.
  • Mit der E-Mail-Adresse können Betrüger verschiedene Aktivitäten durchführen. So könnt ihr zum Beispiel tatsächlich eine angebliche Kauf-Bestätigung per E-Mail erhalten. Dort ist dann ein Link enthalten, über den ihr den Handel bestätigen sollt. Solche Links führen aber auf nachgebaute Seiten, auf denen zum Beispiel eure Zugangsdaten oder Kontodaten per Phishing gestohlen werden.
  • Darüber hinaus bekommt man mit der gefälschten Bestätigung den Eindruck, dass der Handel abgeschlossen wurde. Da bereits eine Anschrift in der ersten Mitteilung angegeben wurde, schickt man gegebenenfalls seine Ware los. Dann verliert man aber den Artikel, ohne dafür jemals Geld zu sehen.
  • Mit der E-Mail-Adresse können Betrüger euch auch anderweitig schaden und zum Beispiel in Spam-Verteilern anmelden oder weitere Betrugs-Mails versenden.
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Die Konten, von denen solche Nachrichten ausgehen, sind meist nicht als Betrüger zu erkennen. In der Regel handelt es sich um gestohlene Accounts, die schon seit längerer Zeit bei Kleinanzeigen angemeldet sind und durch frühere Aktivitäten ein sauberes Bewertungsprofil haben.

Habt ihr etwas tatsächlich mit der „Direkt kaufen“-Option zum Verkauf eingestellt, werden Artikel nicht einfach so verkauft. Ein Interessent muss dafür zunächst ein Angebot abgeben, das ihr als Verkäufer bestätigen müsst. Der Käufer bekommt alle notwendigen Daten zur Zahlung mitgeteilt, ihr müsst nicht weiter tätig werden.

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