Ganz gleich ob ihr nur gelegentlich Mails schreibt oder den Großteil eures Tages am Schreibtisch verbringt – eine zuverlässige Tastatur ist ein Muss. Doch welches Modell eignet sich am besten für produktive Zwecke? GIGA stellt die besten Vertreter unterschiedlicher Preisklassen vor und erklärt, was vor dem Kauf unbedingt zu beachten ist.

 
Tastatur
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Die besten Tastaturen 2022: Alle GIGA-Empfehlungen im Überblick

Sitzt ihr nur selten vor dem Bildschirm, reicht bereits eine simple Tastatur ohne Spezialfunktionen. Arbeitet ihr hingegen fast ausschließlich am Computer, können neben einem ansprechenden Design auch Zusatzfunktionen nützlich und sinnvoll für euren Arbeitsalltag sein – von beleuchteten Tasten über Spezialtasten fürs Steuern von Medienanwendungen und Lautstärke bis hin zur kabellosen Verbindung oder einer ergonomischen Form gibt es viele Extras am Markt, die sich die Hersteller aber teilweise auch teuer bezahlen lassen.

Wir zeigen euch, welche Tastaturen sich am besten für welche Einsatzgebiete eignen und empfehlen euch entsprechende Modelle. Schließlich gehen wir noch auf diverse Zusatzfunktionen sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Schaltertypen ein.

GIGA-Tipp Logitech MX MechanicalLogitech Ergo K860Preistipp Cherry StreamDas Keyboard 4Apple Magic Keyboard
  • Praktische Software
  • Keine Handballenauflage enthalten
  • Ergonomische Bauweise
  • Keine Tastenbeleuchtung
  • Leiser Tastenanschlag
  • Nicht für Mac geeignet
  • Umfangreiche Funktionen
  • Lauter Tastenanschlag
  • Touch ID in Tastatur integriert
  • Fehlende Beleuchtung
ab 147 Euro ab 86 Euro ab 19 Euro ab 185 Euro ab 193 Euro

Deshalb könnt ihr GIGA vertrauen

Wir betreiben für jeden Artikel dieser Art intensive Recherche, damit wir das gewonnene Wissen hinterher kompakt und vor allem verständlich an unsere Leserinnen und Leser weitergeben können. Ebenso werden alle gelisteten Produkte stets mit Sorgfalt ausgewählt und verschiedene Einsatzzwecke sowie Preissegmente berücksichtigt. Weitere Infos zu unseren Kaufberatungen findet ihr übrigens im Artikel „So beraten wir“.

Ich selbst begeistere mich bereits seit meiner Kindheit für Videospiele und die dafür notwendige Hardware. Meinen ersten eigenen Gaming-Rechner habe ich bereits im Jahr 2012 zusammengebaut und seitdem sind noch zahlreiche weitere gefolgt. Jegliches Wissen in Bezug auf (PC) Hardware habe ich mir über die Jahre also selbst angeeignet – oft zur Freude meiner Familie oder meines Freundeskreises. Dort bin ich meist die erste Anlaufstelle wenn es darum geht, etwas zu reparieren oder sie bei der Anschaffung neuer Geräte zu beraten.

Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir uns neben eigenen Erfahrungen auch auf Nutzerwertungen sowie externe Testinstitutionen gestützt.

GIGA-Tipp: Logitech MX Mechanical Mini

Logitech MX Mechanical Mini (Taktil)
Logitech MX Mechanical Mini (Taktil)
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 26.11.2022 20:41 Uhr

Vorteile

  • Kabellose Verbindung via Dongle oder Bluetooth
  • Windows- und Mac-Kompatibilität
  • Intelligente Beleuchtung
  • Praktische Software

Nachteile

  • Keine Handballenauflage im Lieferumfang enthalten
  • Hoher Preis

Ihr verbringt den Großteil eurer Zeit am Schreibtisch und sucht noch die perfekte Tastatur? Die Logitech MX Mechanical Mini scheint wie gemacht für den Job. Sie arbeitet kabellos und kann entweder per Bluetooth oder mit dem neuen Logi Bolt Empfänger verbunden werden. Erfreulicherweise funktioniert sie sowohl mit Windows als auch mit macOS. Außerdem verfügt das Modell über intelligente Beleuchtung, die sich durch den verbauten Sensor automatisch an- oder ausschaltet und gleichzeitig an die jeweiligen Lichtverhältnisse anpasst. Das ist nicht nur praktisch, sondern sollte sich ebenso positiv auf die Akkulaufzeit auswirken.

Wer mag, kann außerdem zwischen verschiedenen Lichteffekten wählen oder aber die Beleuchtung komplett deaktivieren. Durch letzteres soll sich die Akkulaufzeit laut Hersteller von 15 Tagen auf ganze 10 Monate verlängern lassen. Wenn euch zwischendurch dann doch mal der Strom ausgeht, kann der Akku problemlos über den USB-C-Anschluss aufgeladen werden.

Die Beleuchtung der Logitech MX Mechanical wird dank integrierter Sensoren nur bei Bedarf angeschaltet und schont so den Akku. (Bildquelle: GIGA)

Die Tastatur gibt es neben der Mini-Version übrigens auch in einer entsprechend größeren Variante mit Ziffernblock. Darüber hinaus stehen euch bei beiden Modellen insgesamt drei unterschiedliche Schalter zur Verfügung: Taktil (leise), Linear (flüssiges Tippen) oder Clicky (laut). Das wahre Highlight der MX Mechanical ist aber vermutlich die gelungene Software, mit der ihr die Tastatur individuell anpassen könnt. Das volle Potenzial entfaltet Logitech Options+ aber erst dann so richtig, wenn ihr die Tastatur mit der passenden Maus kombiniert – beispielsweise mit der Logitech MX Master 3S.

Mein einziger Kritikpunkt wäre das Wegbleiben einer Handballenauflage. Für die MX Keys gibt es bereits eine, warum also nicht auch hier die Option anbieten? Wer sich daran sowie dem relativ hohen Preis nicht stört, erhält dennoch eine der wohl besten Tastaturen für produktive Zwecke, die der Markt derzeit zu bieten hat.

Daniel Nawrat
Daniel Nawrat, GIGA-Autor, Experte für Gaming-Hardware & Videospiele.

Die perfekte Symbiose zwischen Tastatur und Maus

Ich durfte sowohl die MX Mechanical als auch die MX Master 3S ausgiebig testen. Lange habe ich nach einer kabellosen Tastatur mit mechanischen Schaltern gesucht, die sich nicht nur für die Arbeit im Home-Office, sondern gleichermaßen für gelegentliches Zocken eignet. Zwar waren die flachen Tasten und das kompakte Format zunächst gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile komme ich gut damit zurecht. Was die MX Master 3S angeht, so hat sie sich als perfekter Begleiter zur Tastatur gemausert. Allein das MagSpeed-Mausrad mit Freilauf ist für mich inzwischen zu einem absoluten Must-Have geworden. Abgerundet wurde mein mehr als positiver Eindruck beider Geräte von der hervorragenden Software. Sie lässt mich Tasten individuell belegen, Profile für bestimmte Anwendungen erstellen oder mühelos zwischen mehreren Geräten wechseln. Auf all das möchte ich künftig nicht mehr verzichten.

Schont die Handgelenke: Logitech ERGO K860

Logitech ERGO K860
Logitech ERGO K860
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 26.11.2022 13:55 Uhr

Vorteile

  • Ergonomische Form entlastet die Handgelenke
  • Kabellose Verbindung per Dongle oder Bluetooth
  • Windows- und Mac-Kompatibilität
  • Extreme lange Akkulaufzeit

Nachteile

  • Erfordert Eingewöhnungszeit
  • Keine Tastenbeleuchtung

Auf den ersten Blick wirft das Design der Logitech Ergo K860 vermutlich einige Fragen auf. Tatsächlich hat die ungewöhnliche Form den Zweck, eure Handgelenke bestmöglich zu entlasten. Wie für Logitech üblich, wird auch dieses Modell kabellos per mitgeliefertem Dongle oder per Bluetooth mit dem Computer verbunden. Ein fliegender Gerätewechsel, zum Beispiel zwischen PC und Tablet, ist ebenso möglich.

Außerdem erfreulich: Die Batterie soll ganze zwei Jahre halten. Dafür wurde im Gegenzug aber auch auf eine dedizierte Beleuchtung der Tasten verzichtet. Wer außerdem passend zur Tastatur noch eine ergonomische Maus sucht, kann in diesem Fall etwa zur Logitech MX Vertical greifen. In unserem dazugehörigen Test verraten wir euch, warum die Maus der etwas anderen Art einen Blick wert ist.

Preistipp: Cherry Stream

Cherry Stream
Cherry Stream
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 26.11.2022 18:28 Uhr

Vorteile

  • Leiser Tastenanschlag
  • Zusatztasten für Musik etc.
  • Spritzwasserschutz

Nachteile

  • Keine Beleuchtung
  • Nicht Mac-geeignet

Mit der Cherry Stream erhält man verdammt viel Tastatur für extrem wenig Geld. Nur knappe 20 Euro kostet euch das Modell aus dem Hause Cherry. GIGA-Redakteur Frank hat sie sogar dermaßen überzeugt, dass er sich von seiner vorherigen Tastatur mit mechanischen Schaltern verabschiedet hat. Doch was macht die Tastatur so besonders?

Es handelt sich um ein Modell mit sogenannten Scheren-Schaltern, die sich üblicherweise in Laptop-Tastaturen finden. Die Vorteile gegenüber einer regulären Rubberdome-Tastatur liegen dabei auf der Hand: Eine gesteigerte Lebensdauer, besseres Feedback und außerdem sind sie relativ leise. Auch sonst ist das Tastenbrett robust verarbeitet und wirkt hochwertig.

Die Tastatur für Profis: Das Keyboard 4 Professional

Das Keyboard 4 Professional (Taktil)
Das Keyboard 4 Professional (Taktil)
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 26.11.2022 18:08 Uhr

Vorteile

  • Mechanische Schalter
  • Lautstärkeregler und Medientasten
  • Integrierter USB-Hub
  • Abnehmbare Fußleiste

Nachteile

  • Lauter Tastenanschlag
  • Hoher Preis

Welche Tastatur wäre wohl besser für den professionellen Einsatz gedacht als Das Keyboard 4 Professional? Hier ist der Name Programm: Neben den äußerst langlebigen Cherry MX Brown Switches verfügt die Tastatur ebenfalls über einen integrierten USB-3.0-Hub sowie ein praktisches Lautstärkerad. Abgerundet wird das Ganze dann noch durch weitere Zusatztasten – die können unter anderem zur Steuerung von Medien genutzt werden oder euren PC per Knopfdruck in den Ruhezustand versetzen.

Ein Nachteil mechanischer Tasten ist allerdings die erhöhte Lautstärke beim Schreiben. Die hier verbauten MX-Brown-Schalter gehören zwar bereits zur leiseren Sorte, sind aber trotzdem noch deutlich hörbar. Wer großen Wert auf leises Arbeiten legt oder die Nerven der Kolleginnen und Kollegen im Großraumbüro nicht überstrapazieren will, sollte dann also wohl eher zu einem Modell ohne mechanische Schalter greifen.

Ideal für Mac: Apple Magic Keyboard

Apple Magic Keyboard (inkl. Touch ID)
Apple Magic Keyboard (inkl. Touch ID)
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 26.11.2022 18:25 Uhr

Vorteile

  • Mac-spezifisches Layout
  • Integrierte Taste für Touch ID
  • Kabellose Verbindung via Bluetooth
  • Lange Akkulaufzeit

Nachteile

  • Keine Beleuchtung
  • Hoher Preis

Apple-Enthusiasten, die nicht auf das Mac-spezifische Tastenlayout verzichten möchten, kommen am kabellosen Apple Magic Keyboard kaum vorbei. Die Funktionsweise der Tastatur orientiert sich dabei stark an vergleichbaren MacBooks, da in beiden Fällen der bekannte Butterfly-Mechanismus zum Einsatz kommt. Dennoch fällt das Feedback des Tastenanschlags insgesamt großzügiger aus und ist ebenso hörbar sanfter. Im Vergleich zur Vorgängergeneration verfügt das aktuelle Modell außerdem über einen fest verbauten Akku, der bis zu einen Monat Nutzungszeit verspricht. Geladen wird die Tastatur über das mitgelieferte Lightning-Kabel.

Das Apple Magic Keyboard existiert zudem in mehreren Varianten: Die Version mit Ziffernblock gibt es in Weiß oder in Space Grau. Wer mehr Platz auf dem Schreibtisch benötigt, greift alternativ zur günstigeren Version ohne Ziffernblock – passend zur Tastatur gibt es dann auch noch das Apple Magic Trackpad. Einziger Kritikpunkt neben dem verhältnismäßig hohen Preis der Tastatur, wäre das Wegbleiben der Beleuchtung. Bei einem derart stolzen Preis schmerzt das dann doch sehr.

Darum lohnt sich der Kauf einer (zusätzlichen) Tastatur

Die Suche nach einer neuen Tastatur kann heutzutage schnell in Überforderung münden. Wie soll man bei einer derart großen Auswahl noch den Überblick behalten? Dabei gilt es zunächst festzustellen, für welchem Bereich die Tastatur primär eingesetzt werden soll: im Home-Office, im Büro oder doch eher im professionellen Bereich? Welche Art von Tastatur wird bevorzugt und welches Budget steht überhaupt zur Verfügung? Wir listen einige denkbare Szenarien auf, die euch bei der Entscheidung helfen sollen:

  • Für Gelegenheitsnutzer reicht in den meisten Fällen ein entsprechend preiswertes Modell, das über die nötigen Basics verfügt. Eine Membrantastatur mit Rubberdome- oder Scheren-Schaltern ist daher die beste Wahl.
  • Für die regelmäßige Arbeit im Büro oder dem Home-Office lohnt sich wiederum die Anschaffung einer qualitativ hochwertigen Tastatur. Je nachdem in welcher Umgebung ihr arbeitet, wären die präziseren aber dafür meist deutlich lauteren mechanischen Schalter eine Option. Wenn ihr großen Wert auf Flexibilität am Arbeitsplatz legt und auf unnötigen Kabelsalat verzichten möchtet, ist ein kabelloses Modell ebenfalls eine gute Wahl.
  • Als Vieltipper oder Gamer muss man sich jederzeit auf das wichtigste Werkezeug verlassen können. Hier lohnt sich also definitiv die Investition in eine langlebige Tastatur mit mechanischen Schaltern. Je nach Präferenz gibt es außerdem Schalter mit unterschiedlichem Feedback und Auslösepunkten. Idealerweise verfügt die Tastatur schließlich noch über praktische Funktionen wie einen USB-Hub oder Zusatztasten zur einfacheren Bedienung eures Desktops.

Tastatur kaufen: Das solltet ihr beachten

Rubberdome, Scheren-Schalter oder doch mechanische Switches?

Standardmäßig kommt in den meisten Tastaturen nach wie vor die Membrantechnik mittels sogenannter Rubberdomes zum Einsatz. Dabei befindet sich unterhalb der Taste eine Art Gummikuppel, die beim Tippen zusammengedrückt wird. Darunter befinden sich dann wiederum zwei Folien, die durch den entstandenen Kontakt einen Stromkreis schließen und so den Tastendendruck registrieren lassen.

Eine Mischform davon stellen die sogenannten Scheren-Schalter dar, wie sie meist bei Laptop-Tastaturen Verwendung finden. Hier werden die zuvor erwähnten Membranen um einen scherenartigen Mechanismus ergänzt, der für zusätzliche Stabilisation sorgt und somit den Bau besonders flacher Tastaturen ermöglicht.

Weil die Schalter von Membrantastaturen größtenteils aus Kunststoff und Folie bestehen, sind die Klickgeräusche in der Regel leiser als es bei mechanischen Tastaturen der Fall ist. Ob man nun eine Rubberdome-Variante oder eine mechanische Tastatur verwenden möchte, hängt letztlich von den individuellen Vorlieben ab. Beide haben verschiedene Vor- und Nachteile, die vor einem Kauf in Betracht gezogen werden sollten:

RubberdomeScheren-SchalterMechanisch
TastenanschlagLeiseLeiseEher laut
TippgefühlEher SchwammigLinearTaktil, Linear oder Clicky
Lebensdauer (Anschläge)ca. 5 bis 10 Millionenca. 10 bis 20 Millionenca. 50 bis 100 Millionen
Preis€€€€€

Die unterschiedlichen Cherry-Switches erklärt

Das Unternehmen Cherry stellt verschiedene Schalter (Switches) her, die heutzutage in einem Großteil der mechanischen Tastaturen verbaut werden. Die beliebtesten Ausführungen sind dabei braune, rote oder blaue Cherry-Switches, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften beim Schreiben oder Spielen aufweisen.

Die Hauptunterschiede liegen einerseits in der nötigen Betätigungskraft, die in Zentinewton (cN) angeben wird. Ebenso verfügen die Schalter über unterschiedlich lange Auslösewege, die in Millimetern angegeben werden. In der folgenden Tabelle sind alle Typen mit ihren entsprechenden Eigenschaften im Detail aufgelistet:

MX-BrownMX-RedMX-BlackMX-Blue
FeedbackSpürbarer WiderstandGlattGlattHörbares Klicken
SchaltertypTaktilLinearLinearClicky
Auslösepunkt2 mm2 mm2 mm2,2 mm
Betätigungskraft55 cN45 cN60 cN60 cN

Stop! Bevor ihr eure alte Tastatur jetzt einfach wegwerft, könnt ihr euch vorher unser Video zu dem Thema ansehen:

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Diese Zusatzfunktionen lohnen sich

Beleuchtung

Um nicht länger im Dunkeln zu tappen tippen, verfügen einige Tastaturen über zusätzlich beleuchtete Tasten. Solltet ihr also hin und wieder während der Abendstunden vor eurem Bildschirm sitzen, kann sich die zusätzliche Beleuchtung als durchaus nützlich erweisen. Geschmackssache ist die heute in vielen Gaming-Tastaturen integrierte RGB-Beleuchtung. Dank dieser oszillieren die Tasten in Regenbogenfarben und anderen Mustern. Per Software einstellbar sind, abhängig vom Modell, auch Modi, die abgespielte Musik oder den Bildschirminhalt visualisieren, Wellen von gedrückten Tasten aussenden, spielrelevante Tasten wie WASD hervorheben und mehr. Professionelle Bildschirmarbeiter bevorzugen aber häufig neutral-helle Farbeinstellungen.

Beleuchtete Tasten wie hier bei der Logitech MX Mechanical können das Arbeiten bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich erleichtern. (Bildquelle: GIGA)

Software

Hersteller bieten oft zusätzliche Programme zum Download an, die noch mehr Möglichkeiten der individuellen Anpassung eröffnen. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa Logi Options Plus – dabei funktioniert die Software sowohl mit hauseigenen Tastaturen als auch Mäusen. Wer also die Zusatztasten seiner Tastatur beliebig programmieren und keinesfalls auf andere nützliche Funktionen verzichten möchte, sollte das vor dem Kauf einer Tastatur entsprechend berücksichtigen.

Mit entsprechender Software wie Logitech Options+ könnt ihr unter Umständen noch mehr aus eurer Tastatur rausholen. (Bildquelle: GIGA)

Integrierte USB-Anschlüsse

Hochpreisige Tastaturen verfügen oft über einen integrierten USB-Hub, mit dem man USB-Sticks, Ladekabel und dergleichen anschließen kann. Dadurch muss man etwaige Geräte nicht mehr mühsam in den jeweiligen Port am PC stecken. Manchmal ist auch ein Kopfhörer-Anschluss dabei. Alles Kleinigkeiten, die den Alltag am Rechner erleichtern können.

N-Key Rollover und Anti-Ghosting

N-Key Rollover (NKRO) bedeutet, dass auf einer Tastatur theoretisch unbegrenzt viele Tasten gleichzeitig gedrückt werden können, ohne dass dabei Eingaben verloren gehen. Mittlerweile verfügt beinahe jede vernünftige Tastatur über entsprechend hohes NKRO, sodass nicht registrierte Tastendrücke kaum mehr ein Problem darstellen.

Anti-Ghosting beschreibt wiederum den gegenteiligen Effekt: Hier geht es darum ungewollte Eingaben zu vermeiden, sobald eine bestimmte Kombination von Tasten gleichzeitig gedrückt wird. Auch hier handelt es sich inzwischen eher um ein Gespenst der Vergangenheit. Gerade bei mechanischen Tastaturen tritt der Effekt so gut wie nie auf, weil jede Taste auf einem eigenen Schalter haust.

Kompakte Tastaturen ohne Ziffernblock

Üblicherweise verfügen die meisten Tastaturen über einen Ziffernblock. Wer diesen aber kaum nutzt, könnte auch darauf verzichten und die Maus mit dem zusätzlich gewonnenen Platz deutlich näher neben der Tastatur platzieren. Das sorgt vor allem dafür, dass sich eure Arme in einer neutraleren Position befinden, was aus ergonomischer Sicht durchaus sinnvoll ist. Diese Art der Tastatur nennt sich dann Tenkeyless (TKL) – oft tragen diese oder ähnliche Modelle auch den Zusatz „Mini“ im Namen. Aktuell handelt es sich dabei aber (noch) um ein Nischenprodukt.