Valves Handheld-PC „Steam Deck“ wird eine Konsolen-artige Oberfläche bieten – darunter schlummert jedoch eine gewöhnliche Linux-Distribution. Welches Betriebssystem beim Steam Deck vorinstalliert ist und ob ihr das ändern könnt, erfahrt ihr hier bei GIGA.

 
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SteamOS 3.0: Das Betriebssystem des Steam Decks

Auf dem Steam Deck ist das Betriebssystem „SteamOS 3.0“ vorinstalliert, welches auf „Arch Linux“ basiert. Hinter der vereinfachten Oberfläche könnt ihr auch auf eine normale Desktop-Oberfläche wie vom PC oder Laptop gewohnt zugreifen.

Über den Paketmanager „Pacman“ lassen sich alle mit Arch Linux kompatiblen Programme und Softwarepakete aufspielen. So könnt ihr beispielsweise auch Steam-fremde Spiele, andere Game-Launcher (Lutris, Epic etc.) sowie Office-Programme, euren bevorzugten Browser oder speziellere Anwendungen installieren.

Die vorinstallierte Software und das Betriebssystem sollen rund 10 GB des internen Speichers des Steam Decks belegen (Quelle: Madjoki via MetaCouncil).

Um den Einstieg in die Welt des Steam Decks möglichst benutzerfreundlich zu machen, startet der Handheld-PC beim Einschalten in eine angepasste Variante des sogenannten „Big Pictures Modes“ von Steam. Die Bedienoberfläche ähnelt dabei eher der Menüführung der Konsolen von Microsoft, Nintendo und Sony.

Standardmäßig werden euch nur die mit dem Handheld-PC kompatiblen Spiele angezeigt, sodass ihr nicht aus Versehen etwas kauft oder herunterladet, was nicht auf der Hardware laufen würde. Doch das Steam Deck bleibt ein Laptop im Handheld-Format und gibt euch somit den vollen Zugriff auf das Betriebssystem und auch die Möglichkeit, dieses und alles weitere zu ändern.

Kann ich Windows auf dem Steam Deck installieren?

Das Steam Deck ist ein offenes System und lässt dem Nutzer die Wahl. Wenn ihr mit SteamOS nicht zufrieden seid, unbedingt ein auf Linux nicht lauffähiges Spiel auf dem Deck spielen oder beispielsweise Microsofts Xbox-App verwenden wollt, könnt ihr auch Windows als primäres Betriebssystem auf dem Handheld-PC installieren. Genauso könnt ihr natürlich auch andere Linux-Distributionen als Betriebssystem verwenden, wenn ihr unterwegs nicht auf die pure Arch-, Ubuntu- oder Debian-Erfahrung verzichten wollt.

Dank der APU von AMD sollten auch alle wichtigen Treiber automatisch installiert werden, sodass ihr das Steam Deck ohne Weiteres zu einem waschechten Windows-Tablet umwandeln könnt. Valve arbeitet hier eng mit AMD zusammen und hat auch die TPM-Problematik im Auge, wie Steam-Deck-Designer Greg Coomer gegenüber PC Gamer bereits im August 2021 erklärte:

„Es gibt Gespräche mit AMD, um sicherzustellen, dass wir das auf BIOS-Ebene berücksichtigen können. Es gibt also noch keine Anzeichen dafür, dass es Probleme mit Windows 11 geben wird.“

Da das System primär auf die Verwendung mit SteamOS ausgelegt ist, kann es bei anderen Betriebssystemen natürlich zu unvorhergesehenen Inkompatibilitäten und Fehlern kommen. PC-Neulingen raten wir von der Installation eines alternativen OS deshalb ab.

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